Wohin des Weges?

8. Spieltag | Bezirksklasse Frauen | SV Germania Gernrode – TuS 1860 Magdeburg Neustadt III 21:13 (15:7)

Bereits vor einer Woche traten die Damen aus der Landeshauptstadt den Weg in den Harz nach Gernrode an. Ziel war es, dort nicht nur Schnee zu sehen, sondern auch Punkte mitzunehmen. Enttäuschenderweise konnte man beides nicht mit Hause nehmen. Nach einer desolaten ersten Hälfte, und einem nicht besseren 2. Abschnitt verloren die A-Jugendlichen beim Tabellenletzten völlig unnötig, aber verdient mit 21:13.
Doch zum Spielverlauf. Sollte das Spiel ursprünglich 15:30 beginnen, sah man bei Ankunft in Gernrode den Start eines Jugendspiels. Hintergrund dafür war die verspätete Anreise des Schiedsrichtergespanns. Die nun unfreiwillige Pause bis zum Spielbegin tat den jungen Damen scheinbar nicht gut. Von Beginn an war man in der Deckung zu nachlässig. Tor um Tor zogen die Hausdamen davon. In der Deckung konnte man nichts den Rückraumwürfen entgegensetzen. Viel zu passiv agierte man in den ersten 20 Minuten des Spiels. Auch erwischte die Magdeburger Torfrau einen ganz schlechten Tag. Im gesamten Spiel kam sie auf lediglich 9 Bälle (14% Quote). Erst eine Umstellung auf Manndeckung gegen die Aufbaumittespielerin der Harzerin zeigte etwas Wirkung. Die Würfe aus dem Rückraum wurde nun eher unterbrochen, doch haperte aus nun auf den Außen- und der Kreisposition. Vom zwischenzeitlichen 4:11 aus Sicht der Gäste, ging es dann mit 7:15 in die Pause.

In der Pause wurden die Defizite sowohl in der Deckung, als auch im Angriff angesprochen. Mehrmals wurde an das Vertrauen an sich selbst appeliert, sowie den Mut zu packen und die einfachen Tore zu erzielen.

Die Worte schienen Gehör gefunden zu haben. Mit 3 Toren in Folge und einer durchaus deutlich besseren Deckungsarbeit zeigten die A-Jugendlichen, was in ihnen steckt. Doch dies war am heutigen Tage nur ein kurzes Aufflackern des Könnens. Bereits nach 7 Minuten fiel man in das „alte Verhaltensmustern“ der ersten Halbzeit. Nichts ging mehr. Glücklicherweise hielt die Deckung mehr schlecht als recht, sodass der Abstand nicht weiter wuchs. Doch unendliche 15 Minuten musste man aus Sicht der Gäste auf den nächsten Treffer warten. Bis dahin waren bereits alle Messen gelesen und man ergab sich sichtlich dem Schicksal. Weder die Rückraumpositionen, noch die Außen- oder Kreispositionen mochten sich gegen die Niederlagen beim Tabellenletzten zu stemmen. Klare Wurfchancen wurden ausgelassen, die Verantwortung weitergegeben oder in der richtigen Situation die falschen Entscheidungen getroffen.
Das Spiel plätscherten so vor sich hin und war im 2. Druchgang ein Festival an Fehlern, wohlgemerkt auf beiden Seiten. Der 2. Abschnitt endete dann mit 6:6. Am Ende stand eine deutliche Auswärtsniederlage für die Magdeburgerinnen zu Buche, die so nicht eingeplant war.
Die letzten 3 Spiele der Saison werden zeigen, wohin der Weg geht. Am 21.03.,a lso schon nächsten Samstag, gastiert man in Westeregeln (4.), gegen welche man eine 10-Tore Niederlage im Hinspiel hinnehmen musste. Am 12.04. will man die 17-Tore Niederlage gegen Hohendodeleben (2.) und am 25.04. die 8-Tore-Niederlage gegen den designierten Meister aus Bernburg vergessen machen und sich mit einer ordentlichen Leistung aus der Saison verabschieden.

TuS: Friebel – Leichtenberger, Friedrichs (1), Happe , Weiland (3/1), Schlossarek W., Müller J., Lemme (5/1), Stadler, Strecker (3), Berger, Schlossarek F. (1), Schleef