Verloren und doch irgendwie gewonnen

17. Spieltag | Nordliga | TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – Fermerlseber SV 1895 II 17:26 (8:11)

Im Spiel 1 nach dem – noch immer – offenen Ende in Haldensleben nahm man sich einiges vor. Zeigte man sowohl in Haldensleben, als auch unter der Woche im Testspiel gegen die weibliche B-Jugend des BSV 93 Magdeburg eine mehr als bescheidene Leistung, wollte man nun zeigen, dass man sich in der Tabelle noch verbessern will und für die knappe Niederlage aus dem Hinspiel revanchieren möchte.
Der Beginn war auch ganz vielversprechend. Alle waren sofort agressiv da, leider konnte Janina Müller nur regelwidrig ihre Gegenspielerin in Schacht halten. 1. Minute, 1. gelbe Karte, 1. Siebenmeter. Klasse Parade, doch der Abpraller kam beim Gegner an und wieder war man zwar sofort und agressiv da, konnte allerdings erneut nur regelwidrig den Wurf verhindern. Immernoch 1. Minute, schon der 2. Strafwurf. Diesmal war er drin. Im 1. eigenen Angriff war es erneut Janina Müller, die für Aufsehen sorgte. Schöner Schlagwurf an Freund und Feind vorbei, Ausgleich. 1:1. Und wir reden hier noch immer von der 1. Minute. So fulminant wie das Spiel begann, so schnell flachte es, vor allem auf Seiten der Gastgeberinnen, wieder ab. Bis zur 12. Minute dauerte es, ehe Mareike Stadler 2x in Folge einnetzen konnte. Man rannte hier aber bereits einen 5 Tore Rückstand (1:6) hinterher. Die nunmehr 3 Tore Rückstand hielt man bis zur Pause. Man konnte sich etwas besser auf die Rückraumwürfe von Lisa Grunert (7 Tore) einstellen und provozierte den ein oder anderen technischen Fehler. Doch im Angriff lief es überhaupt nicht. Man merkte das Fehlen zweier wichtiger Spielerinnen deutlich an. Zu fahrlässig ging man mit seinen eigenen Chancen um. Unvorbereitete Würfe und fehlende Harmonie waren hier noch die ausschlaggebenden Gründe, die den Neustädterinnen im 1. Durchgang im Weg standen. Zwar kam man bis auf 7:8 nochmal ran, doch war es Katja Dellin (6 Tore) die den alten 3-Tore Rückstand wieder herstellte.

In der Pause wurde wie immer an alle appeliert, den nötigen Biss zu zeigen und sich selbst auch mal zu belohnen.
Doch die 2. Halbzeit lief an allen vorbei. Vor allem der Rückraum fand überhaupt keine Bindung zum Rest des Teams, geschweige denn zum Spiel. Weder in der Deckung, noch im Angriff spürte man so etwas wie ein Aufbäumen. Während die Gäste auf eine offensivere Abwehr umstellten, stellten die TuS-Damen das Spielen förmlich ein. Selbst einfachste Dinge brachte man nicht auf die Platte. 3 Konter wurden gar neben das Tor gesetzt. Hinzu kam eine Strafwurfquote von unter 50%. Ergaunerte man sich hinten durch gutes Stellungsspiel den Ball, so fehlte die Entschlossenheit, den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Auch war man in diesen Situationen meist auf sich allein gestellt.
Die Gäste bestraften nun jeden Fehler mit einem konsequent durchgezogenen Konter. Am Ende sah man eine 17:26 Niederlage die verdient, aber in der Höhe völlig unnötig gewesen war. Fehlendes Feuer und fehlende Leidenschaft sind nur 2 Punkte, weshalb man den Blick theoretisch nach unten richten sollte. Doch auf Grund der Niederlagen der anderen direkten Konkurrenten ist man gar 1 Platz nach oben gerutscht und noch immer nur 2 Punkte hinter dem 4. Platz.
Sollte man nicht schon am Samstag in Gommern die Kurve bekommen, kann man bei ungünstigen Ergebnisse bis auf Platz 10 durchgereicht werden und die Saison 4 Spiele vor Schluss abhaken.

TuS: Friebel – Leichtenberger, Modler, Weiland, Müller J., Müller K., Stadler, Meiner, Witte, Berger, Schlossarek F., Wernecke

Unbenannt