Spannung bis zum Abpfiff

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – LSV 90 Klein Oschersleben 31:30 (17:12)

Am sechsten Spieltag der Verbandsliga Nord empfing TuS 1860 Magdeburg-Neustadt die Gäste des LSV 90 Klein Oschersleben. Das Spiel entschieden die Neustädter am Ende denkbar knapp mit 31:30 für sich.

Das Spiel, welches verletzungs- bzw. privat bedingt Magalowski, Smudzinski und Marek nicht bestreiten konten, begann sehr ausgeglichen. Bis zum 4:4 blieben beide Mannschaften auf Tuchfühlung und keine der beiden Mannschaften konnte dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Was allerdings von Beginn an aufgefallen ist, war die äußerst kleinliche Art und Weise des Schiedsrichtergespanns. Auf beiden Seiten wurden viele Abwehraktionen mit Zeitstrafen und Siebenmetern geahndet. Bis zum Schlusspfiff wurden insgesamt 16 (!) Siebenmeterentscheidungen getroffen.

Dementsprechend zerfahren war das Spiel. Oftmals ließ man sich mehr über Schiedsrichterentscheidungen aus, als sich auf das Handballspiel an sich zu konzentrieren. Nichts desto trotz, konnten sich die Neustädter über die Stationen 7:5, 10:7 und 13:10 zur Halbzeit auf 17:14 absetzen. Lichtblicke der ersten Halbzeit waren einige gelungene Spielaktionen über Krause, Rinka und Schmelzer. Insgesamt bleibt aber festzuhalten, dass die erste Halbzeit nicht dem Leistungsvermögen der Neustädter entsprach.

Dementsprechend wurde in der Halbzeit das kommunikative Verhalten angesprochen. In der zweiten Halbzeit wollte man sich weniger mit Schiedsrichterentscheidungen befassen, sondern die eigenen Defizite im Angriffs- und Abwehrspiel verbessern.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit waren diese Vorsätze aber schnell verpufft. Die Gäste aus der Bode-Stadt glichen zum 17:17 aus und gingen in der 40. Minute erstmal mit 21:20 in Führung. Neben der weiterhin unterdurchschnittlichen Schiedsrichterleistung war der Rückstand mit fehlenden Absprachen in der Defensive und unkonzentriert geführten Angriffsaktionen seitens der TuS´ler begründet. Trainer Krausholz stellte nun um. Nahm Rinka und Schmelzer aus dem Spiel und brachte mit Ebel und Käselitz frische Kräfte. Daraufhin drehte das Spiel erneut. Die Magdeburger gingen Ihrerseits wieder in Führung und konnten diese bis zum 30:27 leicht ausbauen. Besonders agil waren in diesem Spielabschnitt Spielmacher Finke und Kreisläufer Michael, welche sicher abschlossen und die 1860er in Front brachten.

Die letzten Spielminuten waren durch Hektik bestimmt. Ballverluste und eine zu unentschlossen agierende Abwehrreihe ließen die Gäste nochmals herankommen. Besonders auffällig war, dass trotz taktischer Einweisung die Oscherslebener Dedecke und Becker das ganze Spiel über kaum unter Kontrolle zu bringen waren.

So stand am Ende nach unterdurchschnittlicher Leistung ein 31:30 Heimsieg zu Buche.

Der Blick der Neustädter richtet sich nun nach vorn. Am kommenden Wochenende ist der Güsener HC zu Gast in der Humboldthalle. Will man gegen den ehemaligen Sachsen-Anhalt-Ligisten bestehen, bedarf es einer gehörigen Leistungssteigerung aller Beteiligten.

 TuS: Donhof, Hoffmann, Naumann (Tor), Finke (5), Schmelzer (3), Lewin (4), Krause (5), Michael (5), Teichert, Ebel (2), Rinka (4), Käselitz (2), Höppner, Heinrichs (1)