TuS kassiert bittere Auswärtsniederlage in Glinde!

9. Spieltag Verbandsliga Nord

Glinder HV „Eintracht“ – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

26:25 (11:9)

„Und wieder kein Sieg“ hieß es nach Abpfiff in Glinde aus Sicht des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt. Drei Spiele ohne Erfolgserlebnis nagen am Selbstbewusstsein und führen sowohl zu Fragen an die eigene Einstellung als auch an die eigene Kompetenz.

Die Vorzeichen für das Spiel gegen den ehemaligen Regionalligisten aus Glinde, damals noch unter anderem Namen existent, waren alles andere als günstig. Bereits vor Spielbeginn stand fest, dass man auf Markus Rinka, Sebastian Höppner und Andreas Naumann verzichten musste. Zu den bereits vorab fehlenden Personalien gesellten sich bereits nach dem Aufwärmen verletzungsbedingt Tino Kirsten und gegen Mitte der ersten Halbzeit dann auch der letztübrig gebliebene Kreisläufer Clemens Schmelzer.

Diese Hypothek lag erschwerend auf den Schultern derer, die einsatzbereit waren. Von Beginn an fanden die Krausholz-Schützlinge keinen Bezug zum Spiel. Technische Fehler, Kommunikations- und Abstimmungsprobleme in der Defensive, zu langsames Umschalten im Tempogegenstoß und die fehlenden Wechseloptionen spielten der Glinder „Eintracht“ in die Karten. Glinde selbst musste keinesfalls vollends an die Leistungsgrenze gehen. Man erlaubte sich einige Fehler, aber dennoch riss man frühzeitig das Spiel an sich und über die Stationen 2:1, 4:3 und 6:4 enteilte die „Eintracht“ auf 10:6, ehe sich der TuS 1860 gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal herankämpfte und beim 11:9 den Anschluss wahren konnte.

Über den Anschluss gegen Ende der ersten Halbzeit wollten die Neustädter das Spiel in der zweiten Halbzeit drehen. Dabei nahm man sich vor, konzentrierter und zielgerichteter gen Tor der Glinder zu spielen, was jedoch nicht gelang. Glinde riss abermals das Spiel an sich und baute den Vorsprung mit einfachsten, aber effektiven Mitteln beim 16:12 auf vier Tore aus. Bis zum 19:15 hielten die Männer aus dem Salzlandkreis diesen Vorsprung, ehe die beste Phase der Handballer aus Magdeburg begann. Mit dem 20:17 durch Glinde legten die Neustädter den Schalter um, kamen durch einen 3:0-Lauf zum 20:20 Ausgleich und schienen das Spiel gegen vermeintlich verunsicherte Glinder doch noch für sich entscheiden zu können. Die Verunsicherung der Glinder „Eintracht“ jedoch war nach zwei Toren in Folge verschwunden, sodass sie ab dem 22:20 aus Sicht Glindes wieder einmal die Kontrolle über das Spielgeschehen übernahmen und die letzten Minuten souverän verwalteten.

Die letzte Minute verlief nochmals hektisch. TuS hatte eine minimale Chance den Ausgleich zu erzielen, welche allerdings vergeben wurde, wodurch Glinde einen völlig verdienten Heimsieg bejubeln durfte.

Letztlich bleibt festzuhalten, dass die Neustädter derzeit in der Tabelle angelangt sind, wo sie realistisch einzuordnen sind – im tiefgrauen Mittelfeld. Die anstehenden Spiele sind für die Krausholz-Schützlinge als richtungsweisend einzuordnen. Am nächsten Wochenende stellt sich der Staffel(mit)favorit aus Biederitz in der Humboldt-Halle vor. Anschließend folgt die Weihnachtspause, um im Januar dann gegen den FSV, Schönebeck, Osterburg und Mieste anzutreten. Keine leichten Aufgaben, aber mit der richtigen Einstellung ist ein Negativlauf wie in der zurückliegenden Saison vermeidbar. Die Vermeidung eines solchen Negativtrends muss das oberste Ziel sein.

TuS: Donhof, Tischmeyer (Tor), Magalowski (2), Kirsten, Richter, Heinrichs (5), Marek (3), Lewin (5), Krause (4), Ebel, Finke (4), Schmelzer (2), Käselitz (1), Weder