To be continued….

16. Spieltag | Nordliga | HSV Haldensleben – TuS 1860 Magdeburg Neustadt III XX:XX (6:7)

Das 2. Auswärtsspiel in Folge wollten die „WildTuSsiCats“ ebenso erfolgreich gestalten, wie in der Vorwoche beim BSV 93. Dazu musste man sich allerdings erstmal dem Willen des HSV Haldensleben widersetzen, der alles daran setzen wollte, den ersten Sieg der Saison einzufahren. Und wie das so ist mit klaren Verhältnissen – Verweis auf das Spiel in Osterburg – so wurden auch dieses Mal die Magdeburgerinnen ihrer Favoritenrolle nur bedingt gerecht. Es dauerte ganze 12 Minuten, ehe man das erste Gegentor kassieren musste. Leider hatte man zu diesem Zeitpunkt selbst erst 3 Treffer erzielt. In der Folge blieben die HSV-Damen weiter aggressiv und nutzen die geringere Hallenfläche zu ihren
Gunsten. Stets mit einer Manndeckung gegen die Aufbau- oder RL-Spielerinnen gewappnet, sowie guter Abwehrarbeit, ließen die Magdeburgerinnen nur sporadisch zum Erfolg kommen. In der Deckung konnte man selbst gute Akzente setzen und durch eine kompakte Abwehr, den Gegner zu schwierigen Anspielen oder unvorbereiteten Würfen zwingen. Aus eigener Sicht ließ man leider noch zu viele Lücken in der Deckung, die zielstrebig, und
nahe dem Stürmerfoul, von den Ohredamen angelaufen wurden. Hier zeigte man zu wenig Gegenwehr, sodass man sich meist nur regelwidrig zu helfen wusste und in Halbzeit 1 gleich 3 Strafwürfe gegen sich hinnehmen musste. Auf Grund vieler und langer Unterbrechnungen schaffte es keine der beiden Mannschaften, einen Spielfluß auf das Parkett zu bekommen.

Nach dann endlosen 45 Minuten ging es endlich in die Pause. In der Pause war das Ziel klar definiert. Hinten die Bälle stibitzen, vorn sicher unterbringen und sich von der Atmosphäre nicht aus der Ruhe bringen lassen. „In der Ruhe liegt die Kraft“, bzw. „Hinten kackt die Ente“ war die Devise. Hochkonzentriert startete man in den 2. Abschnitt. Man konnte die zur Halbzeit gestellte Aufgabe gut umsetzen. Schnelle Tore brachten ein beruhigendes Polster. Für einige Beteiligte scheinbar zu ruhig, sodass man durch willkürliche und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen auf beiden Seiten, nicht nur die Trainer, sondern auch alle Zuschauer in der Halle aufbrachte. Das ganze gipfelte in einer Disqualifikation gegen
den TuS-Trainer in Minute 47:46 beim Stande von 12:14 aus Sicht der Gastgeberinnen. Von nun an spielten sich Szenen ab, der jeglicher Beschreibung fehlen. Auf dem Weg zur Zuschauertribüne, sah man dem Gästetrainer die Verwirrung hinsichtlich der Disqualifikation an. Doch anstatt das Spiel nach einer kurzen Unterbrechung wieder zu starten, wurde das Spiel abgebrochen.

Wie heißt es so schön: „Aus ermittlungstechnischen Gründen werden wir keine weiteren Aussagen tätigen.“

Das Spiel war aus. TuS führte 14:12, es waren aber noch 12:14 Minuten Spielzeit übrig. Als klar war, dass das Spiel nicht weitergeht, wurde der Abbruch von den anwesenden Zuschauern schon fast frenetisch gefeiert. Unterhielt man sich nach dem Spiel mit Beteiligten der Szenerie und den Zuschauern, überwog die Verwunderung und die Unklarheit über den Abbruch. Es war bis dahin tatsächlich kein schönes Spiel. Doch die Art
und Weise, wie sich die „Halbgötter in Gelb“ zu profilieren versuchten, war allen Teilnehmern dieses Spektakels in all den Jahren den wir diesen Sport betreiben, noch nicht untergekommen.

Nun heißt es abwarten. Jetzt gilt es für den Staffelleiter anhand der ihm vorliegenden Erkenntnisse über das weitere Prozedere zu entscheiden. Von Wiederholungsspiel bis hin zu einer hohen Geldstrafe sowie Sperren für die Beteiligten ist alles möglich.

Aus Sicht der Gäste war der Abbruch mit Blick auf den Schutz der Gesundheit der eigenen Spieler nachvollziehbar. 4 Verletzungen, davon 2 schwere, musste man aus diesem Spiel mit nach Hause nehmen. Wir wünschen auf diesem Wege allen gute Besserung und hoffen, auf eine baldige Rückkehr auf die Platte.

Nächste Wochenende ist erstmal spielfrei. „Wunden lecken“ könnte man jetzt sagen. Aber nein. Es heißt nun „Krone richten“ und aufstehen. Der Fokus gilt nicht der Vergangenheit, sondern der Zukunft. Am 12.03. kommt es in der Nachtweide zum Duell zweier Teams, die sich im Hinspiel einen packenden Fight lieferten, die 1860erinnen am Ende aber knapp mit 23:26 das Nachsehen hatten. Die Damen des Fermersleber SV spielten die ersten Spieltage noch oben mit, sind nunmehr aber im Kampf um die Medaillenplätze abgerutscht und sind jetzt eines von gleich 4 Teams, welche sich noch Hoffnung auf die Blech-Medaille machen. Auch die „WildTuSsiCats“ sind auf Grund der Niederlage des HV Solpke/Mieste gegen den
FSV nun wieder in Schlagdistanz zu Platz 4. Hoffen wir auf ein ebenso attraktives und faires Spiel, wie es auch im Hinspiel der Fall war.

TuS: Schirmer – Leichtenberger, Modler, Müller J., Lemme, Müller K., Stadler, Meiner, Witte, Berger, Schlossarek F., Schleef, Wernecke

Unbenannt