Schlagwort-Archive: Stadtderby

16. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

Post SV Magdeburg – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt
32:29 (17:16)

„Die goldenen Früchte scheinen unerreichbar“

Heureka, was waren wir frisch! Heureka, was waren wir motiviert! Heureka, was waren wir heiß, im Derby am Favoritenbaum zu schütteln, um den Post SV herunterzuwerfen! Heureka, wir haben’s (mal wieder) vermasselt!

Nach 60 Minuten war all die Motivation, all der Ehrgeiz und all die Hoffnung einer unendlich wirkenden Leere gewichen. Am Ende der Leere wartete auf uns die Ernüchterung aufgrund der erneuten Niederlage. Die Ernüchterung hatte einen guten Freund an ihrer Seite. Der Freund hieß Erkenntnis und sagte uns leise flüsternd in unsere Ohren folgenden schmerzhaften Satz: „Es reicht nicht, die goldenen Früchte hängen für euch zu hoch!“
Mit diesem Satz ging ein Zucken durch unsere Körper einher. Dieses Zucken drängte den Blick vom Boden an die Anzeigetafel. Zu sehen war eine 32 für den Post SV und eine 29 für den TuS 1860. Der Schmerz wurde dadurch nicht gelindert, er potenzierte sich und entlud sich in grummligem Frust. Lachend hat keiner von uns das Spielfeld verlassen.

Dabei begann auch dieses Spiel verheißungsvoll und ausgeglichen. Der aufmerksame Verfolger unserer Saison wird aber schnell feststellen, dass unsere Spiele recht häufig ausgeglichen und verheißungsvoll beginnen, jedoch nur selten zu Punktgewinnen führen. Und so starteten wir auch gegen den Post SV mit einer schnellen Führung, bei der wir in der fünften Spielminute mit 4:2 in Front lagen. Daraufhin entschieden sich auch die Gastgeber am Spielgeschehen aktiv teilnehmen zu wollen und konnten sich ihrerseits beim 6:8 in der 13. Spielminute eine Zwei-Tore-Führung erarbeiten. In den weiteren 17 Minuten bis zum Halbzeitpfiff wog das Spiel hin und her. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, was folgerichtig zu einem knappen Halbzeitergebnis führte. Mit einem hauchdünnen 16:17 konnte Post die Oberhand für sich behaupten.

Dieser Trend fand mit Beginn der zweiten Spielhälfte seine Fortsetzung. Fünf Minuten nach Wiederbeginn war beim 18:18 kein kommender Sieger zu erkennen. Danach begann jedoch das Pendel zu unseren Gunsten auszuschlagen. So nutzten wir eine leichte Schwächephase der Hausherren zur 21:19 Führung. Alles schien sich optimal zu entwickeln. Die Heimsieben des Post SV hatte allerdings entschieden etwas dagegen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Post drehte wieder auf, glich aus und ging seinerseits bis zur 50. Minute erneut mit zwei Toren in Front. Doch statt nun wieder auszugleichen, unterliefen uns genickbrechende Fehler. Fehlwürfe aus der zweiten Reihe durch Erik Lewin oder liegen gelassene „Hunderprozentige“ von Clemens Schmelzer waren der Nährboden für die Heimmannschaft, um die Führung zu erhöhen. Über die Stationen 25:28 und 27:30 führte es zur letztendlichen 29:32 Auswärtsniederlage.

Am kommenden Wochenende stellt sich der Ligaprimus aus Glinde in der Humboldthalle vor. Auch dieses Spiel beginnt ausgeglichen beim Stand von 0:0. In der derzeitigen Situation scheinen aber die Chancen auf einen Sieg gen 0 zu tendieren. Doch solange auch nur die minimalste Möglichkeit besteht, werden wir weiter alles dafür geben, um erfolgreich zu sein!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (12), Meyer, Lindert (5), Marek (1), Wohlfromm (1), Käselitz (1), Rossbach, Heinrichs (5), Strätz, Schmelzer (3), Rinka (1 -> der „Rückkehrer“ hat ohne eine Spielminute das Kunststück vollbracht, sich in die Torschützenliste einzutragen. DAS kann nur ein Markus Rinka!)

SALF – MSV 90 war einfach besser

MSV 90 Magdeburg gg. TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 29:25 (14:10)

Im Stadtderby der Sachsen-Anhalt-Liga trafen die Damen des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt in der Sporthalle in der Bodestraße auf den MSV 90 Magdeburg. Der TuS, der in der Vorwoche beim Sieg gegen den MSV Buna Schkopau einen spitzen Tag erwischte, wollte mit dem gleichen Schwung auch in das lokal Derby gehen und dort Punkte mit den in den Norden der Stadt nehmen.

Das erste Tor der Partie auch fiel zu Gunsten der Neustädterinnen, doch der Ausgleich ließ nicht lang auf sich warten. TuS legte den besseren Start hin und führte auswärts 1:3. In der Folge schlichten sich kleine Unkonzentriertheiten in das Spiel der Gäste ein, welche der MSV geschickt auszunutzen wusste. Über die Stationen 3:3, 6:4 baute die Görlich-Sieben den Vorsprung kontinuierlich bis auf 10:5 aus. Was die Damen von TuS auch versuchten, es sprang in dieser Phase des Spiels nur wenig Zählbares für sie heraus.

Neben der unermüdlichen Jenny Arens war es vor allem Nachwuchsspielerin Charlene Lemme, welche den Kopf nicht in den Sand steckten und sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr die TuS-Fahne hochhielten. Mit 14:10 ging es in die Pause.

Erinnert an die eigenen Stärken, kamen die Neustädterinnen wie ausgewechselt aus der Kabine. Schnell verkürzten sie den Abstand auf 15:13. Doch da wo viel gearbeitet wird, da passieren auch Fehler und da wo Fehler gemacht werden, gibt es jemanden der diese ausnutzt. Dieser jemand war am an dem Tage der MSV 90. Der Abstand vergrößerte sich in Halbzeit 2 bis auf 8 Tore (28:20).

Angefeuert von den eigenen Fans und der Mannschaft auf der Auswechselbank gaben die Spielerinnen von TuS auf dem Spielfeld nicht auf und setzten noch einmal zum Endspurt an. So konnte das Endergebnis auf ein optisch schöneres 29:25 korrigiert werden, die Punkte musste man aber leider in der Sporthalle in der Bodestraße lassen.

TuS: Breitkopf, Kuhnert – Schulz, Tührmann, L. Haegebarth, Heine, Kirsten, Arens, Kietz, Schlecht, Wesslowski, K. Müller, Lemme

Stimmen zum Spiel:

Pußel: „Wie schon in den Spielen zuvor belohnen wir uns nicht für unsere tolle Abwehrarbeit. Wir müssen deutlich abgeklärter beim Spiel nach vorn werden. Wenn uns das gelingt, gehen wir in solchen Spielen auch nicht als Verlierer vom Feld.“

Richter: „Glückwunsch an den MSV. Sie haben heute nicht den schöneren Handball gespielt, aber den deutlich clevereren.“

Derbywochen beginnen

Es ist DERBYZEIT!!!
Heute treffen wir um 16:00 Uhr in der Sporthalle am Lorenzweg auf die erste Vertretung des Post SV Magdeburg.
Satte 20 Punkte trennen uns vom derzeitigen Tabellenführer der Verbandsliga Nord, was uns aber nicht davon abbringt an unsere Chance zu glauben.
Derbys haben ihren ganz eigenen Charakter. Während der 60 Spielminuten ist alles möglich und genau DAS wollen wir beweisen.
In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!