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männliche B – Nervöser Ligaauftakt mit Luft nach oben

Mit dem ersten Spiel in der höheren Altersklasse  war das Nervenflattern einigen Spielern deutlich anzumerken. Die ersten Spielminuten waren von zu schnell abgeschlossenen Angriffen und einen löchrigen Abwehr geprägt. Gerade dem älteren Jahrgang des HSV MD ließ man so zu viel Spielraum, der Eiskalt für einfache Tore ausgenutzt wurde.  Mit dem Stand von 16:8 ging es in die Halbzeit.

In der zweiten Hälfte schienen die Ansprache aus der Halbzeit Früchte zu tragen. Der Angriff wurde nun konzentrierter ausgespielt und durch schöne Kombinationen konnten mehr Tore erzielt werden.  Nach und nach konnten sich dadurch fast alle der 8 Spieler in die Torschützenliste eintragen, was von einer geschlossenen Mannschaftsleistung zeugt und Hoffnung auf einen stärkeren Angriff in den nächsten Spielen zu hoffen lässt. Die Baustelle Abwehr verblieb jedoch auch in der zweiten Hälfte bestehen. Eine kurzweilige Manndeckung der HSV Spielmacher brachte nicht den ersehnten Erfolg den durchschlagskräftigen Angriff der Gastgeber zu stoppen oder wenigstens zu verlangsamen. 

Am Ende konnte die Vorgaben aus der Halbzeit, die doppelte Anzahl an geworfenen Tore in einer Halbzeit und nicht mehr als 20 reinbekommen, bei einem Endstand von 40:25, zur Hälfte erfüllt werden.  Bis zum nächsten Spiel heißt es nun die Baustelle Abwehr so stark zu minimieren wie es nur geht, damit am Ende die ersten beiden Punkte eingefahren werden können.

Das nächste Spiel ist am kommenden Samstag gegen die zweite Vertretung des Barleber HC um 15:15 Uhr.

SALF – Haegebarth netzt zum Sieg ein

BSG Aktivist Gräfenhainichen – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 23:24 (8:10)

Endlich wieder Sachsen-Anhalt-Liga, so hieß es für die Frauen von TuS 1860 Magdeburg-Neustadt am vergangenen Sonntag nach drei Jahren Abstinenz. Und es führte sie gleich auf eine der längsten Auswärtstouren zum BSG Aktivist Gräfenhainichen.

Trotz guter Vorbereitung und dem Wissen um die eigenen Stärken machte sich kurz vor Anpfiff noch einmal Nervosität in der Mannschaft breit. Pünktlich 16 Uhr pfiffen die Schiedsrichter in der gut besuchten Halle das Spiel an. Lisa Haegebarth war es vorbehalten den ersten Treffer der Saison für die Neustädterinnen zu erzielen. Wie sich im Verlaufe des Spiels noch herausstellen sollte, war es einer von zwei ihrer insgesamt fünf Treffer, die besonders entscheidend sein sollten. Aber der Reihe nach.

Mit viel Übersicht und einer Portion Gelassenheit führte J. Haegebarth die Mannschaft über die Station 1:4 zum 4:7. Gräfenhainichen kam mit fortschreitender Spielzeit immer besser in Fahrt. Auf beiden Abwehrseiten wurde nun beherzt zugepackt. Bei den Magdeburgerinnen schlichen sich nun vermehrt die bekannten Unzulänglichkeiten beim Passspiel und der Torausbeute ein, wodurch es nicht gelang, sich trotz zahlenmäßiger Überlegenheit auf dem Feld entsprechend abzusetzen. So waren es zwei Strafwürfe von Kirsten, die den Halbzeitstand von 8:10 herstellten.

In der Kabine lobten die Trainer vor allem die starke kämpferische Leistung ihrer Damen und hoben besonders den Mittelblock um Arens/Haegebarth hervor, der ein ums andere Mal die Bälle erfolgreich sichern konnte.

In Halbzeit zwei war es Tina Matthei, die das Handballspiel in Gräfenhainichen erlernt hat, welche eine Unachtsamkeit der Hausherrinen nutzte und für TuS zum 8:11 erhöhte. Es entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe: TuS legte vor, der BSG zog nach. In der 45. Minute war es Petzke die letztmalig in dieser Phase der Partie vorlegen konnte. Die Neustädterinnen ließen sich von der Atmosphäre in der Halle anstecken und agierten ebenso hektisch, wie die Männer an den Trommeln auf der Tribüne. Was folgte war ein 6 Torelauf der Gastgeberinnen, welcher erst wieder durch Petzke zum 18:17 unterbrochen wurde.

Rückkehrer Sandy Kietz war es, die nach zwei schönen Anspielen von Arens, zum 18:18 und zum 19:19 ausglich. Mit Treffern von J. Haegebarth und Arens zum zwischenzeitlichen 19:21 fünf Minuten vor Schluss wurde noch einmal die Wende im Spiel herbeigeführt. Doch der BSG steckte nicht auf. Übermotiviert in der Abwehr rissen die Neustädter selbst Löscher in ihren eigenen Deckungsverbund, welche die Gastgeber zu nutzen wussten. So stand es drei Minuten vor Schluss 21:21 Unentschieden.

Die Schlussphase wurde dann hektisch. Erst erhöhten L. Haegebarth und Arens auf 21:23, dann brachte man sich selbst hinten wieder um den Lohn der Arbeit. Gräfenhainichen verkürzte wiederum auf 22:23. Die Neustädterinnen hatten nun 90 Sekunden vor Ultimo die Möglichkeit mittels Strafwurf auf 22:24 zu erhöhen, doch die Chance wurde leichtfertig vergeben. So waren es wieder die Gastgeberinnen ebenfalls mit einem Strafwurf, welcher erst nach intensiven Gesprächen innerhalb des Schiedsrichtergespanns ausgesprochen wurde, den 23:23 Gleichstand herstellten.

Richter nutzte die Regeländerung und legte die zweite Team-Time-Out-Karte in der zweiten Halbzeit 15 Sekunden vor Schluss. In Erwartung einer offensiven Deckung stellte er letztmalig um und forderte von seinen Damen Konzentration und Laufarbeit.

Nach Anpfiff der Schiedsrichter traten die Spielerinnen von Gästetrainer Bertuleit energisch aus der Deckung heraus und machten M. Petzke an der Auslinie regelkonform fest. Ein schnell ausgeführter Freiwurf und ein schöner Pass von J. Haegebarth zu L. Haegebarth, letztere konnte trotz größter Bedrängnis sichern und geschickt eine Sekunde vor der Sirene im Tor von Aktivist Gräfenhainichen unterbringen.

Hängende Köpfe auf der einen und pure Erleichterung über den Auswärtssieg auf der anderen Seite – so stellte sich die Situation direkt nach dem Schlusspfiff dar. Die kämpferische Leistung war an dem Tag klar hervorzuheben. Aber das Spiel machte auch deutlich, wo es bei den Neustädterinnen noch Potential nach oben gibt.

TuS: Schulz, Kuhnert – Thürmann, L. Haegebarth (5 Tore), Kirsten (5/1), Böhme, Matthei (2), J. Haegebarth (1), Arens (4/1), Petzke (5), Kietz (2), Schlecht

ARCERS_III

Aufstieg in Sachsen-Anhalt-Liga perfekt

Mit einem 26:19 (11:10) Sieg der Frauen von TuS 1860 Magdeburg-Neustadt im Heimspiel am Pfingstmontag gegen die HG 85 Köthen konnte der Aufstieg in die höchste Handballspielklasse des Landes Sachsen-Anhalt perfekt gemacht werden und krönen damit die tolle Saison 2014/15.

Die Damen aus der Magdeburger-Neustadt dominierten die Liga. Mit 36:0 Punkten und einer Tordifferenz von 242 (576:334) waren sie das Maß der Dinge und konnten bereits drei Spieltage vor Schluss mit ihrer besten Saisonleistung im Auswärtsspiel beim TSV Niederndodeleben II 21:34 (7:20) gewinnen und somit die Meisterschaft in der bezirksübergreifenden Bezirksliga Nord/West für sich entscheiden.

Größter Wehrmutstropfen der Saison war das unglückliche Ausscheiden im Viertelfinale des HVSA-Pokal gegen den Sachsen-Anhalt-Ligisten MSV 90 Magdeburg. Während dieses Spieles, mit zwei mal fünf Minuten Verlängerung, ist es dem TuS nicht gelungen zur Normalform zu finden und mussten sich letztendlich mit 28:29 (13:11) geschlagen geben.

Um sich einen der beiden Aufstiegsplätze für die Sachsen-Anhalt-Liga zu sichern, mussten die Neustädterinnen in die Relegationsrunde. An dieser nahmen weiterhin das Juniorteam der Wildcats (die Bundesligareserve vom SV Union Halle-Neustadt), als Verlustpunktfreie Meister der Bezirksliga Süd, sowie die HG 85 Köthen als Sieger der Anhalt-Staffel teil.

Nachdem im ersten von drei Relegationsspielen die HG 85 Köthen daheim deutlich mit 16:34 verloren haben, waren die Damen aus Magdeburg vor ihrem ersten Gegner gewarnt. Gut eingestellt fuhren die Damen nach Halle. Die technisch bestens ausbildeten Hallenserinnen vom Landesleistungsstützung zeigten ihr Können während TuS einen rabenschwarzen Tag beim Torabschluss erwischte. Trotz sehr guter kämpferischer Leistung, konnten sich die Magdeburgerinnen für ihren Aufwand nicht belohnen, da sie das Spielgerät einfach nicht im Tor unterbrachten. Zum Schluss stand eine 29:20 Niederlage auf der Anzeigetafel, welche in keinster Weise die spielerische Leistung des TuS wiederspiegelte.

Der SV Union Halle-Neustadt stand somit mit den beiden Siegen als erster Aufsteiger fest. Damit ging es beim Heimspiel am Pfingstmontag gegen die Vertretung aus Köthen um Alles oder Nichts. Der TuS startete sehr nervös in die Partie, wieder blieben zu viele Pässe im eigenen Gegenstoß auf der Strecke oder man scheiterte an der bestens aufgelegten Gästetorhüterin Gutsch. Mit einem 11:10 aus Sicht des TuS ging es in die Pause. Auch nach der Halbzeit veränderte sich das Bild kaum, TuS legte vor, die HG glich aus. Doch die Kräfte der Damen aus dem Kreis Anhalt-Bitterfeld schwanden und so nutzte TuS einen fünf Torelauf, um sich entscheidend abzusetzen. Der Widerstand war nun gebrochen und die Heimsieben erhöhte in Unterzahl zweimal auf 22:16. Das Spiel endete schlussendlich mit 26:19. Die Freude auf Seiten der Neustädterinnen war riesengroß nach dem Rückzug im Jahr 2012 nun wieder in der höchsten Spielklasse des Landes vertreten zu sein. Ehrenvorsitzender Günther Knoche und Karl-Heinz Bühring (ehem. Schatzmeister) sowie Schiri-Legende Hans Lundberg gehörten zu den ersten Gratulanten.

Auch den neuen Schatzmeister unseres Vereins freute es besonders, machten ihm doch die Damen ein schönes Geburtstagsgeschenk. Auch wir gratulieren herzlich und wünschen den Damen eine erfolgreiche Saison und Uwe, dass er in seinem Amt erfolgreich wirken und uns immer die entsprechenden Mittel dafür bereit stellen kann.

 

Fortschritt oder Rückfall?

12. Spieltag | Bezirksklasse Frauen | TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – SV Anhalt Bernburg II 20:25 (8:12)

Zum letzten Spieltag der Saison 2014/2015 in der Bezirksklasse empfing der Tabellenletzte aus Magdeburg, den feststehenden Meister aus Bernburg. Das Hinspiel verlor man aus Sicht der Gastgeber, trotz starker Mannschaftsleistung, mit 8 Toren. Gewillt, dem Meister das Leben schwer zu machen, um selbst mit einem Punktgewinn die rote Laterne abzugeben, ging man in das Spiel. Wie bereits am vergangenen Spieltag, zeigten die A-Jugendlichen eine sehr gute Leistung im Deckungsverband und machten den gegnerischen Rückraumschützen das Leben schwer. Angetrieben von einer scheinbar unüberwindbaren Sandy Friebel im Gehäuse der TuS-Youngsters, zeigte vor allem Kristina Müller eine stark verbesserte Abwehrarbeit und stellte ihre Gegenspielerin in den ersten 20 Minuten auf das Abstellgleis. Im Angriff spielte man noch konzentriert und zielstrebig. Doch wiedereinmal brachten sich die Landeshauptstädterinnen durch mangelnde Chancenverwertung um den Lohn für getane Arbeit. Bis zur 20. Minute konnte man das Spiel offen gestalten und bis dahin immer wieder selbst in Führung gehen (6:4). Doch binnen 2 Minuten zeigte der Meister, warum er sich diesen Titel bereits 4 Spieltage vor Schluss sicherte. Schnelles Umschaltspiel und konsequente Abschlüsse brachten die 7:6 Führung für die Gäste. Fortan lief nichts mehr bei den Gastgeberinnen. Unvorbereitete Torwürfe, fehlende Konzentration gepaart mit leichtsinnigen Zuspielen und planlosen Torwürfen waren das Resultat eines 4-Tore Rückstandes zur Halbzeit (8:12).
Maßlos bedient hielt das Trainergespann seine Halbzeitansprache kurz und erwartete eine Reaktion auf dem Spielfeld. Die erwartete Reaktion war zwar nicht vollends zu erkennen, aber man sah wieder eine Mannschaft auf der Platte stehen, die gemeinsam weiter versuchte das Ergebnis zu korrigieren. Zwischenzeitlich gelang Wiebke Schlossarek gar der 16:18 Anschlusstreffer (47.). Das Angriffsspiel gestalteten die A-Juniorinnen nun variabler und bezogen erstmals in dieser Saison endlich auch die Kreisspieler in das Spielgeschehen mit ein.
Doch die Saalestädterinnen wussten um ihren wurfgewaltigen Rückraum, angetrieben von einer sehr guten Aufbauspielerin, und konnten den Abstand wieder vergrößern. Ohne das große Aufbäumen und auch dem nötigen Fortune in der ein oder anderen Entscheidung der Unparteiischen, gelang es den jungen Magdeburgerinnen nicht, den Halbzeitrückstand zu egalisieren. Am Ende steht eine 20:25 Niederlage, die so nicht hätte sein müssen.
Über den gesamten Saisonverlauf bleibt festzustellen, dass die jungen Damen des TuS 1860 Magdeburg in ihrer ersten Saison im Frauenbereich (regulär 1. Jahr A-Jugend) viel Lehrgeld bezahlen musste. Rückblickend bleiben die Spiele gegen Salzland und auch Hohendodeleben in Erinnerung. Während man gegen Salzland beide Spiele mit nur 1 Tor verlor und diesen Gegentreffer in den Schlusssekunden hinnehmen musste, spiegeln die Spiele gegen Hohendodeleben den Saisonverlauf wieder. Im Hinspiel mit einer derben 17-Tore Klatsche und der schlechtesten Saisonleistung, zeigten die TuS-Damen im Rückspiel vor 2 Wochen, womit in der nächsten Saison zu rechnen ist. Hier stand wieder eine 1-Tor-Niederlage zu Buche, wobei erneut der Gegentreffer in der Schlusssekunde fiel.
Phasenweise zeigte die TuS-Youngsters gute bis sehr gute Spielminuten, welche durch weniger gute Minuten und er Erfahrung und Konsequenz des Gegners zu Nichte gemacht wurden.
Für die neue Saison gilt es, die Konzentration über 60 Minuten aufrecht zu halten um die unnötigen Fehler zu vermeiden und mehr Punkte zu sammeln, als es in diesem Jahr der Fall war. Die A-Jugend verabschiedet sich aus ihrer ersten Frauensaison mit 2 Siegen, 1 Unentschieden und 9 Niederlagen mit einem Torverhältnis von 222:275.

Im Namen der Mannschaft möchten ich mich vor allem bei unseren Eltern bedanken. Bedanken dafür, dass ihr uns zu jedem Spiel und zu jeder Zeit unterstützt habt. Wir haben euch selten das Leben leicht gemacht und hoffen, im nächsten Jahr euren Erwartungen gerecht zu werden.
Auch bedanken möchten wir uns bei den stets zahlreichen Zuschauern, die uns das ein oder andere Mal den nötigen Schwung gegeben haben, um durch Schwächephasen durchzukommen. Wir hoffen, ihr alle kommt im nächsten Jahr wieder. Dann geht es für uns in der Nordliga auf Punktejagd.
Zu guter letzt möchten wir uns natürlich auch bei der Firma Bricks für ihre Unterstützung bedanken!

BRICKS Logo Farbe

TuS: Friebel, Kuhnert – Leichtenberger, Friedrichs, Happe, Weiland, Schlossarek W., Müller J., Lemme, Müller K., Stadler, Meiner, Berger, Schlossarek F.

TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – SV Anhalt Bernburg II