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19. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – SG Seehausen

24:33 (14:22)

„Im Tabellenkeller wird es dunkel!“

Der Aderlass der ersten Herrenmannschaft des TuS 1860 hat seine Spuren hinterlassen. Neben den Langzeitverletzten Kevin Krause und Tino Kirsten mussten sich zuletzt auch Sebastian Ebel, Stefan Meyer und Clemens Schmelzer verletztungsbedingt abmelden. Als wenn das noch nicht genug wäre, musste kurzfristig auf Robert Linde und Marco Käselitz verzichtet werden. So galt es, im Spiel gegen den Tabellenvierten aus Seehausen eine „Kooperation“ zwischen erster und zweiter Herrenmannschaft zu schließen. Kurzfristige Unterstützung erhielten wir durch Dustin Schaarschmidt, Felix Magalowski und Kai Thiem. Im Gegenzug wird Nico Hoffmann im kommenden Spiel das Tor der zweiten Vertretung hüten. Unterstützung fand dieser Mix aus „Erster“ und „Zweiter“ in den reaktivierten Säulen um Sven Michael und Sebastian Höppner. An dieser Stelle möchten wir allen Menschen, die uns in dieser schweren Phase helfen, einen riesigen Dank aussprechen. Dieses Zusammenrücken tut gut und zeigt, dass bei TuS trotz der vermeintlichen „Grüppchenbildung“ in kritischen Situationen der mannschaftsübergreifende Zusammenhalt gegeben ist.

In der erwähnten Konstellation gestaltete sich die Findungsphase durchaus schwierig. Das erste TuS-Tor wollte erst in der achten Spielminute fallen – bezeichnenderweise durch einen Strafwurf. Aus dem freien Spiel sollte sich keine geordnete oder gar attraktive Offensive entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste ihrerseits bereits fünf Tore vorgelegt. Die SG Seehausen kontrollierte das Spielgeschehen nach Belieben und behauptete souverän ihre Führung. In der 24. Spielminute konnten sie ebendiese beim Stand von 8:14 erstmals auf sechs Tore ausbauen. Bis zur Halbzeit bäumten wir uns allerdings auf und verkürzten nochmal auf 11:16.

Ziel der zweiten Halbzeit war, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Dieses Bestreben schien bis zur 40. Spielminute beim 15:20 auch durchaus im Bereich des Möglichen. Zwischenzeitlich konnte man gar vermuten, dass Seehausen zu früh einen Gang zurückschaltete und wir die mangelnde Konzentration der Altmärker auszunutzen wüssten. Doch drei nacheinander vergebene Chancen unsererseits zerstörten die aufkeimende Hoffnung. Im Gegenteil: anschließend zerfielen wir in unsere Einzelteile, was durchaus überraschend war, da bis zu diesem Zeitpunkt gar nichts darauf hindeutete. Seehausen erkannte, dass unser Widerstand gebrochen war und nutzte die sich bietenden Gelegenheiten, um zwischenzeitlich in der 46. Spielminute beim 16:25 auf neun Tore zu enteilen. Warum in diesen besagten sechs Minuten lediglich Kai Thiem den Rückwärtsgang einlegte und durch ein stetes Zurücklaufen versuchte zu verhindern, dass die SG Tor um Tor erzielt und seine Nebenleute aus der vermeintlich ersten Mannschaft diese Kräfte nicht mehr mobilisieren konnten oder wollten, erschließt sich der Redaktion nicht. Seit dem Spiel sind drei Tage vergangen und bis heute fällt uns eine Erklärung schwer. Vielleicht schwanden die Kräfte. Vielleicht setzte eine gewisse Resignation ein, auch in diesem Spiel keine Punkte mitnehmen zu können. Vielleicht schwand der Glaube an sich selbst. Viel schwerer wiegt dann jedoch, dass wir den Frust über unsere individuellen Unzulänglichkeiten nach Außen kehren und ihn am Nebenmann lautstark entladen. Dieser reagiert seinerseits, vollkommen berechtigt, mit Unverständnis und „bölkt“ zurück. In der Retrospektive fällt auf, dass dadurch nur einem geholfen ist – dem Gegner. Dieser lacht sich ins Fäustchen, schnappt sich, während wir noch fleißig meckern und diskutieren, den Ball und verwandelt eiskalt. Dass die SG Seehausen am Ende „nur“ mit 22:30 gewann, lag daran, dass die Gäste ab der 50. Spielminute bereits den Feierabend eingeläutet haben.

Am kommenden Wochenende steigt der „Abstiegsgipfel“ gegen den HV Lok Stendal. Im Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten zählt nur ein Sieg, wenn die Klasse gehalten werden soll. Für diesen Sieg muss aber nicht nur konstant gut trainiert, sondern viel mehr am eigenen Verhalten im Spiel gearbeitet werden. Ein jeder muss sich hinterfragen, was bin ich bereit zu geben und was ist meine Aufgabe/Rolle in dieser Mannschaft. Wenn die Rollenverteilung klar definiert ist und die mobilisierten Kräfte in Stendal gebündelt werden, könnte sich dieses Spiel zu unseren Gunsten entwickeln. Lasst uns gemeinsam und nicht im Einzelkampf aus dieser Situation herausarbeiten!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (12), Marek, Wohlfromm (2), Rossbach (1), Heinrichs (1), Höppner (2), Schaarschmidt, Michael, Magalowski (2), Lindert (2), Thiem

18. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

 

SV Eintracht Gommern – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt
31:23 (15:11)

„Quo Vadis TuS? “

Es ist Samstag, 15:15 Uhr irgendwann Anfang März. In manchen Haushalten wird gerade die Fußball Bundesliga angeschaltet, in anderen der Kaffeetisch gedeckt und an einer Magdeburger Tankstelle findet man 12 Männer, die sich herzlich begrüßen, für ein paar Minuten gemeinsam lachen und anschließend mit ihren Autos losfahren, um ein Auswärtsspiel zu gewinnen. In diesen Momenten spüren wir keinen Druck und denken nur an unseren Willen zu siegen. Angekommen in Gommern genießen wir die Stimmung in der Halle. Das aufgeheizte Spiel der zweiten Auswahl ist der ideale Energizer für unsere Erwärmung. Anschließend gibt es noch eine feurige Ansprache des Trainerteams, wir pushen uns gegenseitig und gehen bereit auf das Parkett. Wir haben Bock!

Dann wird das Handballspiel angepfiffen und auf einmal scheint jegliche Leichtigkeit verschwunden. Es gibt diesen Stein der einem vom Herzen fallen kann. Doch bis das passiert, wiegt er massiv in unseren Körpern und Geistern. Anders ist es nicht zu erklären, warum wir neun Minuten lang kein Tor werfen oder jeder Einzelne sich mehrere technische Fehler erlaubt, sodass wir in keiner Phase des Spiels an dem erhofften Auswärtssieg schnuppern konnten. Wir werden hier heute keinen detaillierten Spielbericht schreiben. Wir haben verloren. Wir haben schlecht gespielt. SV Eintracht Gommern war die bessere Mannschaft. Mehr gibt es nicht zu erwähnen.

Quo Vadis TuS? 1:13 aus den letzten sieben Spielen, Punktgleich mit dem Tabellenletzten, sieglos in 2019, mehrwöchiger Ausfall unseres Kreisläufers Clemens Schmelzer (gebrochener Finger) Es scheint aktuell nicht viel für uns zu sprechen und doch wird uns das nicht aufhalten. Vielleicht brauchen wir nur diesen einen magischen Moment oder fünf entscheidende Minuten in einem Handballspiel, die das Match in unsere Richtung drehen. Eins ist gewiss: Wenn unsere TUS-Lokomotive einmal ins Rollen kommt, hält diese bis Saisonende keiner mehr auf!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Feller,Strauß (Tor), Lewin (5), Linde, Rossbach (1), Wohlfromm (2) Meyer (1), Marek (1), Lindert (2), Heinrichs (3), Käselitz (6), Schmelzer (2)

8. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

SG Seehausen – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

28:23 (17:9)

„Und weiter geht die wilde (Tal)-Fahrt“

Der achte Spieltag führte uns in die Altmark zur SG Seehausen, einem der Spitzenteams der Verbandsliga und durchaus einer der Aufstiegsaspiranten der aktuellen Saison. Wenn man so will stellt das Team aus Seehausen das Pendant zu uns dar. So kämpft Seehausen mit Glinde, Haldensleben und erweitert um die Mannschaften aus Gommern und Post Magdeburg um den Aufstiegsplatz und wir kämpfen am Tabellenende um die Existenz in der Liga. Denkbar ungünstige Voraussetzungen, wenn es auswärts für uns darum geht, Punkte für den Klassenverbleib einzusammeln. So kam, was kommen musste: wir haben verloren!
Und dennoch waren die Möglichkeiten gegeben, auch in Seehausen besser abzuschneiden und etwas Zählbares aus der Ferne mitzubringen. Wir scheiterten, wie zuletzt so oft, wieder an uns selbst.

Nachdem wir mit einer Zwei-Tore-Führung in das Spiel gestartet sind, waren die Weichen auf eine Überraschung gestellt. Seehausen musste sich erst einmal fangen und sortieren. Diese kurze Schwächephase konnte der Gastgeber aber schnell beenden. Nach dem Ausgleich in der vierten Spielminute folgten bis zum Abschluss des ersten Spielviertels auf Seiten der Altmärker weitere sechs Tore und unsererseits lediglich ein mageres Törchen. Beim zwischenzeitlichen 8:3 aus Sicht der Hausherren lag ein Debakel in der Luft.
Diese komfortable Führung wusste Seehausen bis zur Halbzeit auszubauen. Zwar mündete der Spielverlauf der ersten 30 Minuten nicht im angesprochenen Debakel, jedoch konnte die SG Seehausen bis zum Pausentee auf ein spielentscheidendes 17:9 davonziehen.

Die zweite Halbzeit begann wieder nach einem bereits bekannten Schema. Anstatt aufzudrehen und Schritt für Schritt die Führung des Gegners zu egalisieren, enteilte die SG bis zur 40. Spielminute auf 22:12. Spätestens jetzt zeichnete sich ab, dass die Überraschung in der Altmark ausblieb. Alles deutete daraufhin, dass dieses Spiel nun doch in einer deutlichen Auswärtsschlappe mündete. Ab der 48. Spielminute nahmen die Gastgeber allerdings das Tempo aus dem Spiel, wechselten munter durch und gaben auch den jüngeren Spielern Möglichkeiten, sich zu zeigen. Allein aufgrund der dünnen Personaldecke spielten wir jedoch nahezu mit der gleichen Sieben durch und konnten somit unsererseits einen Bruch im Spiel vermeiden. Durch diesen Umstand begünstigt konnten wir bis zum Spielende Ergebniskosmetik betreiben und auf das abschließende 28:23 verkürzen.

Am Ende bleibt festzuhalten, dass die Talfahrt weiter anhält und seit dem ersten Spieltag auf ein weiteres Erfolgserlebnis gewartet wird.
Dieses Erfolgserlebnis muss sich aber schnell einstellen, wenn man auch in der kommenden Saison weiterhin der Verbandsliga zugehörig sein will!
Am kommenden Wochenende geht es gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenverbleib. Im Heimspiel in der Klosterwuhne stellt sie die Mannschaft des LSV 90 Klein Oschersleben in der Landeshauptstadt vor. Ein Spiel was unbedingt gewonnen werden muss!!

Bienvenido Abstiegskampf!!!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß (Tor), Lewin (5), Heinrichs, Ebel, Lindert (3), Weder, Käselitz (7), Wohlfromm (5), Schmelzer (3)