Schlagwort-Archive: Glinder HV „Eintracht“

17. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – Glinder HV Eintracht
24:33 (14:22)

„Desolate erste Halbzeit lässt jegliche Hoffnung gegen den Ligaprimus im Keim ersticken“

Ein typischer Spieltag kurz vor der Abfahrt zum Spiel: Die Tasche wird gepackt. Basics wie Finalgon, Schmerztabletten, Traubenzucker, Kniebandage, Duschgel und Kontaktlinsen sind bereits drin. Die Handballschuhe stehen neben der Tasche und warten nur auf ihren Einsatz. Dazu gesellen sich Handtuch, Wechselwäsche, Sportunterwäsche und alles, was man noch so braucht. So langsam steigt der Puls. Im Hintergrund läuft Musik, natürlich irgendetwas aggressives. Dann geht es auch schon los und ehe man es sich versieht steht man bereits in der Halle. Das Outfit suggeriert der Kassiererin, dass es sich hier um einen Spieler handelt. Man schlendert gen Kabine, legt die Tasche ab, begrüßt die Mitspieler und schaut sich noch fünf Minuten der Damenmannschaft an, welche vor dem eigenen Spiel auf dem Parkett stehen. Anschließend geht es zurück in die Kabine, wo der Schalter endgültig umgelegt wird und man die Spielkleidung anlegt.

Jeder Handballer hat dabei seine eigenen Rituale, Eigenheiten und Dinge, die an einem Spieltag nicht fehlen dürfen. Alles verbunden mit dem Ziel, in den 60 Spielminuten das Maximum aus sich heraus zu holen, um zu gewinnen. Wir als Spieler des TuS 1860 stellen dabei keine Ausnahme dar. Doch das mit dem Gewinnen lässt derzeit auf sich warten.

Das Ziel dem Tabellenführer aus Glinde Paroli zu bieten oder womöglich sogar einen Heimsieg anzupeilen wurde leider verfehlt. Insgesamt zogen wir bei der 24:33 Niederlage deutlich den Kürzeren.

Wer jetzt denken könnte, dass sich das folgend Niedergeschriebene so oder so ähnlich doch bereits zugetragen haben könnte, befindet sich nicht im falschen Film. Denn auch im Spiel gegen den Glinder HV begann es (und jetzt setzt der Trommelwirbel ein) wieder einmal ausgeglichen. Nach elf Minuten hielten wir ein 8:8 Unentschieden und waren zumindest im Angriff voll auf der Höhe des Geschehens. Dass ein Spiel jedoch in der Defensive entschieden wird, war die bittere Erkenntnis der darauffolgenden 19 Minuten bis zur Halbzeitpause. In den übrigen zwei Dritteln der ersten Halbzeit verzweifelten wir ein ums andere Mal am Torhüter der Glinder und/oder dessen Vordermännern. Im Gegenzug luden wir den Gegner ein, weiter fleißig Tore zu werfen und öffneten unsere Abwehrlöcher so weit wir nur konnten. Nach der ersten Hälfte lagen wir beim 14:22 bereits deutlich zurück.

Mit gesenkten Köpfen, nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern vielmehr aufgrund der dargebotenen
Selbstzerfleischung, ging es in die Kabine. Für die zweite Halbzeit galt es, eine andere Mentalität an den Tag zu legen.

Bis zur 41. Spielminute konnte dieses Ziel auch umgesetzt werden. Trotzig und fast schon tollkühn wirkend konnte der Rückstand verkleinert werden. Natürlich muss dabei der psychologische Faktor erwähnt werden, dass die Gäste aufgrund der hohen Führung den ein oder anderen Gang heruntergeschaltet haben. Ein weiterer psychologischer Faktor muss aber ebenfalls Berücksichtigung finden. Der der nun beginnenden Nervosität im Zeichen eines kippenden Spiels. Dass das Spiel im Anschluss aber nicht mehr kippte, war zum einen unserer Chancenverwertung und zum anderen dem weiterhin sehr gut aufgelegten Gästekeeper geschuldet. Bis zur 50. Minute schlichen sich die Glinder wieder auf 23:30 davon und machten den vielbesagten Sack damit zu und fuhren einen am Ende hoch verdienten 24:33 Auswärtserfolg ein.

Wir jedoch finden uns ganz unten in der Tabelle wieder, nur noch einen Rang vom drohenden Abstieg entfernt. Hinter uns stehen lediglich die bereits vor der Saison abgestiegenen, da zurückgezogenen Calbenser und der HV Lok Stendal. Wir wollen den Keller so schnell wie möglich verlassen, konzentriert am Klassenerhalt kämpfen und uns gegen die Eintracht aus Gommern am kommenden Wochenende besser aufstellen!

Verzichten müssen wir dabei allerdings auf den Sportsfreund Ebel, welcher sich gegen den Glinder HV verletzte und aufgrund eines Teilrisses der Achillessehne mehrere Wochen pasusieren muss. Gute Besserung Büchse!!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (10), Meyer, Marek, Wohlfromm, Käselitz (6), Rossbach (1), Heinrichs (4), Ebel (1), Linde (1), Schmelzer (1)

TuS kassiert bittere Auswärtsniederlage in Glinde!

9. Spieltag Verbandsliga Nord

Glinder HV „Eintracht“ – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

26:25 (11:9)

„Und wieder kein Sieg“ hieß es nach Abpfiff in Glinde aus Sicht des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt. Drei Spiele ohne Erfolgserlebnis nagen am Selbstbewusstsein und führen sowohl zu Fragen an die eigene Einstellung als auch an die eigene Kompetenz.

Die Vorzeichen für das Spiel gegen den ehemaligen Regionalligisten aus Glinde, damals noch unter anderem Namen existent, waren alles andere als günstig. Bereits vor Spielbeginn stand fest, dass man auf Markus Rinka, Sebastian Höppner und Andreas Naumann verzichten musste. Zu den bereits vorab fehlenden Personalien gesellten sich bereits nach dem Aufwärmen verletzungsbedingt Tino Kirsten und gegen Mitte der ersten Halbzeit dann auch der letztübrig gebliebene Kreisläufer Clemens Schmelzer.

Diese Hypothek lag erschwerend auf den Schultern derer, die einsatzbereit waren. Von Beginn an fanden die Krausholz-Schützlinge keinen Bezug zum Spiel. Technische Fehler, Kommunikations- und Abstimmungsprobleme in der Defensive, zu langsames Umschalten im Tempogegenstoß und die fehlenden Wechseloptionen spielten der Glinder „Eintracht“ in die Karten. Glinde selbst musste keinesfalls vollends an die Leistungsgrenze gehen. Man erlaubte sich einige Fehler, aber dennoch riss man frühzeitig das Spiel an sich und über die Stationen 2:1, 4:3 und 6:4 enteilte die „Eintracht“ auf 10:6, ehe sich der TuS 1860 gegen Ende der ersten Halbzeit noch einmal herankämpfte und beim 11:9 den Anschluss wahren konnte.

Über den Anschluss gegen Ende der ersten Halbzeit wollten die Neustädter das Spiel in der zweiten Halbzeit drehen. Dabei nahm man sich vor, konzentrierter und zielgerichteter gen Tor der Glinder zu spielen, was jedoch nicht gelang. Glinde riss abermals das Spiel an sich und baute den Vorsprung mit einfachsten, aber effektiven Mitteln beim 16:12 auf vier Tore aus. Bis zum 19:15 hielten die Männer aus dem Salzlandkreis diesen Vorsprung, ehe die beste Phase der Handballer aus Magdeburg begann. Mit dem 20:17 durch Glinde legten die Neustädter den Schalter um, kamen durch einen 3:0-Lauf zum 20:20 Ausgleich und schienen das Spiel gegen vermeintlich verunsicherte Glinder doch noch für sich entscheiden zu können. Die Verunsicherung der Glinder „Eintracht“ jedoch war nach zwei Toren in Folge verschwunden, sodass sie ab dem 22:20 aus Sicht Glindes wieder einmal die Kontrolle über das Spielgeschehen übernahmen und die letzten Minuten souverän verwalteten.

Die letzte Minute verlief nochmals hektisch. TuS hatte eine minimale Chance den Ausgleich zu erzielen, welche allerdings vergeben wurde, wodurch Glinde einen völlig verdienten Heimsieg bejubeln durfte.

Letztlich bleibt festzuhalten, dass die Neustädter derzeit in der Tabelle angelangt sind, wo sie realistisch einzuordnen sind – im tiefgrauen Mittelfeld. Die anstehenden Spiele sind für die Krausholz-Schützlinge als richtungsweisend einzuordnen. Am nächsten Wochenende stellt sich der Staffel(mit)favorit aus Biederitz in der Humboldt-Halle vor. Anschließend folgt die Weihnachtspause, um im Januar dann gegen den FSV, Schönebeck, Osterburg und Mieste anzutreten. Keine leichten Aufgaben, aber mit der richtigen Einstellung ist ein Negativlauf wie in der zurückliegenden Saison vermeidbar. Die Vermeidung eines solchen Negativtrends muss das oberste Ziel sein.

TuS: Donhof, Tischmeyer (Tor), Magalowski (2), Kirsten, Richter, Heinrichs (5), Marek (3), Lewin (5), Krause (4), Ebel, Finke (4), Schmelzer (2), Käselitz (1), Weder

Bittere Auswärtsniederlage nach unterdurchschnittlicher Leistung

TuS Herren Team 2014

Verbandsliga Nord Glinder HV „Eintracht“ – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 31:28 (17:17)

Die Auswärtsfahrt in den Salzlandkreis nach Glinde endete am Samstag mit einer Niederlage gegen den Glinder Handballverein „Eintracht“. Nach 60 Minuten offenbarte die Anzeigetafel in der Elbe-Sporthalle einen 31:28 Sieg für die Heimmannschaft, welche jubeln durfte und sich durch diesen Heimerfolg wahrscheinlich aus dem Abstiegsstrudel befreit hat. Auf Magdeburger Seite hingegen zeigten die Gesichter gen Hallenboden und viele stellten sich die Frage – Wieso haben wir hier verloren? 

Die Gründe der Niederlage sind schnell ausgemacht. Mangelnde Konzentration im Aufbau- und Umkehrspiel der Feldspieler und eine ausbaufähige Torhüterleistung ließen jegliche Hoffnungen auf einen Punktgewinn zu nichte machen. Schlichtweg war ein Sieg im Bereich des Möglichen, jedoch muss man dafür bereit sein über die Schmerzgrenze hinaus zu gehen. 

Von Beginn an waren die Neustädter nicht auf der Höhe des Geschehens. Schnell legte die gastgebende Eintracht mit 4:2 vor. Diese Führung konnten die Glindener sukzessive ausbauen und kamen über die Stationen 5:3 und 8:4 beim Stand von 12:7 zum ersten 5-Tore-Vorsprung. Danach ging ein Ruck durch die Mannschaft des TuS 1860, sodass man beim zwischenzeitlichen 12:12 wieder ausglich und danach sogar selbst in Führung ging. Diese Führung hatte bis zum 15:14 (aus Sicht des TuS 1860) Bestand. Letzlich ging es mit einem 17:17 Unentschieden in die Halbzeitpause.

Bereits die erste Hälfte war geprägt durch frühe Ballverluste im Angriffsspiel, einer mangelnden Defensivleistung im Abwehrverbund und einem unglücklich agierenden Torhüter. Diese Kernprobleme des Neustädter-Spiels wurden in der Kabine angesprochen doch nicht behoben. Zu Beginn des zweiten Spielabschnittes konnten die Krausholz-Schützlinge noch dagegen halten, das Spiel offen gestalten. Ab Mitte der zweiten Hälfte jedoch folgte der totale Leistungseinbruch. Der Torhüter des Glinder HV war kaum mehr zu überwinden, einfachste Missverständnisse im Aufbausspiel und mangelnde Konzentration im Deckungsverbund luden die Gastgeber immer wieder zu einfachen Toren ein. Folgerichtig kontrollierten die Hausherren das Spiel und verwalteten ihren knappen Vorsprung von 3 Toren über die Stationen 25:22, 27:24 und 30:27 bis zum Endstand von 31:28.

Mit dieser Niederlage bleiben die Neustädter im Abstiegskampf. Will man diesen erfolgreich überstehen, bedarf es in den verbleibenden 4 Pflichtspielen einer gehörigen Leistungs- und Motivationssteigerung. Wenn auch in der nächsten Saison Verbandsligahandball in Neustadt zu sehen sein soll, heißt es in den kommenden 3 Derbys gegen Post, den BSV und den FSV alles in die Waagschale zu werfen. Abschließend geht es gegen die SG Lok Schönebeck. Kein einfaches Restporgramm, doch mit der richtigen Einstellung sind Punktgewinne im machbaren Bereich und der Klassenerhalt realistisch.

TuS: Donhof, Hoffmann – Höppner (1), Lewin (3), Krause (5), Finke, Schmelzer (4), Heinrichs (1), Teichert, Rinka (6), Michael (1), Käselitz (7)

Punktspiele

 

Samstag den 28.03.2015

Heimspiele

09:30 Uhr – TuS MJE gegen BSV 93 Magdeburg II

 Auswärtsspiele

10:00 Uhr – FSV 1895 Magdeburg gegen TuS WJE

10:45 Uhr – Post SV Magdeburg gegen TuS MJD

17:00 Uhr – Glinder HV „Eintracht“ gegen TuS Herren I

  

Sonntag den 29.03.2015

Heimspiele

13:00 Uhr – TuS Herren II gegen SV Chemie Genthin

 Auswärtsspiele

12:45 Uhr – SC Magdeburg 2 gegen TuS MJC