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Wenn der Kopf mitspielt…

12. Spieltag | Nordliga Frauen | TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – TuS 1860 Magdeburg Neustadt II 17:33 (9:15)

Zum Auftakt der Rückrunde, traf man am sonntäglichen Morgen in heimischer Halle auf die eigene 2. Mannschaft. Das Hinspiel verlor man deutlich und verdient mit 14:30. Ziel war es, zu zeigen, dass man nicht nur aus dem Hinspiel, sondern auch aus dem Saisonverlauf gelernt hat. Zugleich wollte man den Schwung aus dem Burg-Sieg mitnehmen um ein ordentliches Ergebnis zu zu erzielen. So war der Plan, doch die Umsetzung lief alles andere als gut. Lediglich Mitte der 1. Hälfte und zum Ende der 2. Hälfte zeigten die jungen Neustädterinnen, dass sie gegen eine erfahrene Mannschaft mithalten und dieser Paroli bieten können.
Keine der anwesenden Spielerinnen erreichte auch nur annähernd Normalform. In der Deckung war man über weite Strecken viel zu passiv. Allein die Tore von Ulrike Simon (12) und Marianne Kumstel (7) hätten zum Erfolg der 2. Damen gereicht. Man ließ das Spiel schlichtweg über sich ergehen, wahrscheinlich hätten die Trainingsdummys heute mehr Gegenwehr geleistet.
So plätscherte das Spiel ohne nennenswerte Aktionen auf Seiten der 3. Mannschaft vor sich hin. Bis zum 5:7 (17.) konnte man das Spiel noch halbwegs offen gestalten. Doch 2 schnelle Konter und die eiskalte Bestrafung für jeden einzelnen technischen Fehler, ließ die Mannschaft bis auf 9:15 in Rückstand geraten. Doch hoffte man nun auf ein Aufbäumen wie in der Vorwoche, so sah man sich schnell getäuscht. Tor um Tor erzielte die „Zwoote“ und spielte den nie in Gefahr geratenen Sieg am Ende runter.
Im Spiel gegen die Zweite hatte man nichts zu verlieren. So gingen doch alle Beteiligten und auch die Teams der Liga von einem Sieg der „Gäste“ aus. Theoretisch hätte man daher völlig frei aufspielen können. Doch zu oft stand der Kopf und die fehlende Konzentration im Weg.
Am noch früheren Sonntagmorgen, den 24.01. um 10:00 Uhr, geht es für die Mannschaft im Halbfinale des Nordpokals gegen den Titelverteidiger aus Niederndodeleben. Um hier nicht vollends unter die Räder zu geraten, bedarf es einer deutlichen Leistungssteigerung in allen Mannschaftsteilen. Von einem packenden Pokalfight bis hin zu einer 50/60 Tore-Packung scheint alles möglich zu sein. Einzig und allein die Einstellung jedes einzelnen wird das Resultat am Ende widerspiegeln.

TuS: Friebel, Schirmer – Leichtenberger, Weiland, Müller J., Lemme, Müller K., Stadler, Meiner, Witte, Berger, Schlossarek F., Wernecke

Eine Randnotiz: Bereits am 06.01.2016 überreichte Marko Bittersmann von der KKH einen neuen Satz Trikots an die 3. Damenmannschaft, welche im Spiel gegen die 2. zum ersten Mal zum Einsatz kamen. Vielen Dank nochmal dafür.

 

TUSKKH

 

SALF – Neues Spiel – altbekannte Probleme

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt gegen BSG Aktivist Gräfenhainichen 23:26 (11:13)

Die Frauen des TuS aus Magdeburg bekommen ihre Leistungsfähigkeit aktuell nicht konstant über die komplette Spielzeit auf die Platte und so mussten sie am Wochenende eine weitere bittere Heimniederlage einstecken. Gegen die BSG Aktivist Gräfenhainichen reichte es am Ende nur zu einem 23:26 nach 11:13 Pausenrückstand.

In beiden Halbzeiten hatte TuS Phasen in denen man das Spielgeschehen klar dominierte und gar führte (7:5 in der 15. Minute, 20:19 in der 46. Minute). War es in der ersten Halbzeit die eigene Nachlässigkeit der Neustädterinnen im Zusammenspiel, die das Blatt zu Gunsten der Gäste wendete, so war es im zweiten Durchgang eine harte Entscheidung der Unparteiischen, welche einen erneuten Bruch im Spiel zur Folge hatte.

Trainer Richter: Der Einsatzwille war heute bei allen deutlich verbessert als beim Spiel in Bernburg. Da kann ich niemand einen Vorwurf machen. Wir haben aber immer wieder Momente im Spiel, wo wir unüberlegt und viel zu hektisch agieren. Hier müssen wir ganz klar wieder eine Linie rein bekommen, um in die Erfolgsspur zurückzukehren.

TuS: Breitkopf, Kuhnert – Thürmann (1 Tor), L. Haegebarth (4), Heine (1), Kirsten (5), Damboldt (3), Schulz (1), J. Haegebarth (1), Arens (5) , Kietz (1), Schlecht, Wesslowski, Lemme (1)

SALF – Breitkopf und Damboldt führen TuS zum Sieg

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt gg. MSV Buna Schkopau 38:25 (17:14)

Die Sachsen-Anhalt-Liga Frauen des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt haben am Nikolaustag mit einer starken und geschlossenen Mannschaftsleistung wieder zurück in die Erfolgsspur gefunden. Mit dem 38:25 Heimsieg gegen den MSV Buna Schkopau konnten die Damen wieder Selbstvertrauen in ihr eigenes Können gewinnen. Nach den vergangen zwei Liganiederlagen und dem schwachen Ausscheiden aus dem HVSA-Pokal war es für die Pußel/Richter Schützlinge wichtig wieder ein positives Spielerlebnis zu haben und den kleinen Negativtrend damit zu stoppen.

Das Spiel begann, wie die letzten aufgehört haben, zu passiv in der Deckung und fahrlässig im Angriff, mit dem Unterschied, dass Karen Breitkopf im Tor der Neustädterinnen den einen oder anderen Patzer ihrer Vorderleute ausbügelte. So war es ein munteres hoch und runter bei dem TuS die Nase immer leicht vorn hatte.

Die Szenen in der 10. Minute beim Stand von 6:5 sollten beispielhaft für die komplette erste Halbzeit stehen. TuS mühte sich im Angriff, verlor aber den Ball im Deckungsverbund des MSV Buna Schkopau, da man zu kompliziert spielte. Der MSV machte das Spiel schnell und konnte in der zweiten Welle nur durch ein Strafwurf würdiges Foul gestoppt werden. Den fälligen 7m konnte Breitkopf parieren, doch die Gäste aus dem Süden des Landes waren aufmerksamer und schnappten sich den Abpraller und brachten diesen sicher im Tor unter.

In der Folge sollte die Führung nun ständig wechseln, über die Stationen 6:7, 8:7, 8:9 zum 13:13 in Minute 25 konnte sich keine Mannschaft absetzen oder ihren Vorsprung behaupten. Die letzten 5 Minuten gehörten dann TuS und sollten letztendlich auch den Grundstein für den Heimsieg legen. Ausgangspunkt war wie so oft an dem Tage eine Parade von Breitkopf. Die Bälle wurden wie aus einem Guss über U. Damboldt oder L. Haegebarth sich in er ersten und zweiten Welle nach vorn getragen und entweder sie setzen ihre Mitspieler mustergültig ein oder vollstreckten selbst. So ging es mit einer 3 Toreführung mit 17:14 in die Pause.

In Halbzeit 2 starteten die Gastgeber hellwach und legten sofort mit den Toren 18 und 19 zum 19:14 nach. Angetrieben von einer starken Ulrike Damboldt setzte sich TuS binnen weniger Minuten auf 22:15 ab. Dann folgte die stärkste Phase der Neustädterinnen in dieser Partie, welche auch durch eine Auszeit von Gästetrainer Arndt nicht zu stoppen war. Über ein sicheres Passspiel und ein konsequent hoch gehaltenes Tempo baute TuS unter der Federführung von Damboldt mit einem 7-Torelauf den Vorsprung auf 29:16 und 32:17 aus.

In der Schlussphase bäumten sich die Gäste noch einmal auf und konnten den Abstand wieder etwas verringern, doch der Sieg war den Damen von TuS nicht mehr zu nehmen. Mit einem 38:25 endete die Partie. Nach dem Spiel zog das Trainergespann Pußel/Richter ein mehr als positives Resümee.

TuS: Seifried, Kuhnert – Schulz (2 Tore), L. Haegebarth (5), Heine (3), Kirsten (8), Damboldt (10), Arens (6), Kietz, Schlecht (1), Böhme, K. Müller (1), J. Müller, Lemme (2)

Stimmen zum Spiel:

Pußel: „Es war eine rundum klasse Mannschaftsleistung, bei der Karen Breitkopf und Ulrike Damboldt beide einen absoluten Spitzentag erwischt haben.“

Richter: „Ich freue mich, dass die Mannschaft die Trainingsinhalte so gut umgesetzt hat. Wir haben uns endlich wieder auf unsere Stärken besonnen und diese auch konsequent auf die Platte bekommen. Der positive Trend war die letzten Wochen zu sehen, aber heute hat es an vielen Stellen einfach gepasst. Nächste Woche erwartet uns beim MSV 90 im Stadtderby aber ein ganz anderes Kaliber, da müssen wir mindestens die gleiche Leistung abrufen, um in der Bodestraße punkten zu können.“

SALF – Frauen zu harmlos im Angriff

Am vergangenen Samstagnachmittag erwartete die Damenmannschaft von TuS 1860 mit dem HC Salzland einen der Topgegner in der Sachsen-Anhalt-Liga. Die Voraussetzungen vor der Saison können nicht Unterschiedlicher sein, als bei den beiden Mannschaften. Der TuS als Aufsteiger aus der Bezirksliga Nord/West und die Wild Chicks als Zwangsabsteiger aus Liga 3. Dennoch sind die Ziele recht ähnlich: den Platz in der Liga finden und sich in der oberen Tabellenhälfte etablieren. Schaut man auf den Saisonverlauf, so eilten die Damen aus Magdeburg von Punktgewinn zu Punktgewinn und sind nun etwas ins Stocken geraten, bei den Aschersleberinnen ist es umgekehrt. Das Publikum konnte sich also auf einen spannenden Vergleich freuen.

TuS legte in heimischen Gefilden auch gleich gut los und erwischte den besseren Start. Nach dem 1:0 baute man den Vorsprung auf 3:1 aus. Doch dann kamen die Wild Chicks besser ins Spiel. Vor allem das Spiel über den Kreis funktionierte in der ersten Hälfte gut und so konnten die Gäste in der 9. Minute mit 4:5 in Führung gehen.

Von diesem Führungswechsel erholten sich die Neustädterinnen nur schwer, so dass man 7 Gegentore in Folge einstecken musste, ehe wieder ein eigener Treffer bejubelt werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt stand es 5:9. Über die Stationen 7:11 (19. Minute) und 10:14 (25. Minute) ging es mit 11:15 in die Pause.

Den Start in Halbzeit 2 verliefen die Magdeburgerinnen dann komplett. Ohne den letzten Willen in der Deckung und dem nötigen Zug zum Tor überlies der TuS den Gästen das Feld, welche über schnelle Angriffe auf 12:18 davon zogen. Doch die Neustädterinnen besannen sich in der Deckung und erkämpften in der Abwehr Ball um Ball. Leider belohnten sich die Gastgeberinnen für ihren Einsatz nicht gebührend. Viel zu wenige Bälle wurden zielgerichtet Richtung Tor des HC Salzland befördert. Einfachste Fehler und viele Ungenauigkeiten luden den HC immer wieder zu Gegenstoßtoren ein. Bis auf 18:28 bauten die Gäste ihren Vorsprung aus. Zum Schluss konnte der TuS noch etwas Ergebniskosmetik zum 22:29 betreiben, was aber auch daran lag, das der HC einen Gang heraus nahm.

 

TuS: Schulz, Seifried – Thürmann, L. Haegebarth, Heine, Kirsten, Damboldt, J. Haegebarth, Arens, Kietz, Schlecht, Wesslowski, K. Müller, J. Müller