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Achtungserfolg in der Börde

SV Oebisfelde II – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt II 14:22 

Nach dem letzten Heimsieg gegen den Ligaprimus SV Irxleben (27:17) ging es an diesem Wochenende in die Börde zur 2. Frauenmannschaft des SV Oebisfelde.
Die Erfolgsaussichten schienen vor Anpfiff der Partie eher gering, da TuS aus den unterschiedlichsten Gründen ersatzgeschwächt mit nur 6 Feldspielerinnen und 2 Torfrauen anreiste. Die Oebisfelder Handballdamen, die zum einen im Altersdurchnitt 9 Jahre jünger waren, konnten zum anderen auch auf wenigstens 3 Auswechselspielerinnen zurückgreifen.
Vor Anpfiff der Partie des gastgebenden Tabellenfünften gegen den aktuellen Dritten der Nordliga legte Trainer Dirk Pußel noch mal den Fokus auf die Tugenden der Mannschaft, die in den letzten Begegnungen zum Erfolg führten: konstante Torhüterleistung – konsequente Deckungsarbeit – mit einem Tor mehr als der Gegner das Spiel beenden.
Dementsprechend eingestellt tasteten sich die Neustädterinnen nach Anpfiff an die Aufgabe heran und konnten durch Spielmacherin J. Lemme gleich in Führung gehen. Stück für Stück baute TuS den Vorsprung aus und konnte sich zwischenzeitlich sogar bis zur 26. Minute ein Vier-Tore-Polster erarbeiten. Leider konnte dieser Puffer nicht bis zum Halbzeitpfiff gehalten werden und so verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einem 8:9 – Halbzeitstand in die kurze Pause. Diese nutzte Trainer Pußel um seine Spielerinnen zu loben und in Einzelgespräche korrigierende Tipps für die zweiten 30. Minuten mit auf den Weg zu geben.
Nach Wiederanpfiff konnten die Oebisfelderinnen zwar noch zum 9:9 ausgleichen, doch danach gaben die Gäste die Führung nicht mehr aus der Hand. Durch eine hervorragend haltende L. Beckers sowie eine konstante Deckungsarbeit, die den SV Oebisfelde immer wieder zu Fehlern zwang, machten die Neustädterinnen ca. 10 Minuten vor Spielende den Sack zu. Mit einem 14:22-Sieg im Gepäck verließen die TuS-Frauen, erschöpft aber überglücklich das Parkett und konnten mit den 2 Punkten mehr auf dem eigenen Konto den dritten Tabellenplatz weiter stabilisieren.

Nach den Osterfeiertagen geht es dann am 03. April 2016 um 13:00 Uhr gegen die SG Fortschritt Burg in heimischer Halle weiter auf Punktejagd.

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt II:​
L. Beckers, M. Pußel, J. Lemme (4), M.-J. Jura (4), C. Köhler (5), F. Reichel (2), A. Baumgarten (7), F. Popko​

Spielbericht SVO 19032016

SALF – Ansprechende Leistung nicht belohnt

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt gg. TSG Calbe 22:23 (13:11)

Am vergangenen Sonntag erwarteten die TuS-Frauen die TSG Calbe in eigener Halle.

Trotz der vielen verletzungs- und krankheitsbedingten Ausfälle, zu denen diesen Sonntag auch noch Jenny Arens und Tina Matthei zählten, startete das Team hochmotiviert und mit 14 Spielerinnen.

Unterstützung gab es hier nach längerer Pause wieder von Franziska Richter sowie Marianne Kumstel (2. Frauen) und Mareike Stadtler (3. Frauen). Auch Jessica Kirsten saß erstmals wieder im Trikot auf der Bank und vertrat ihr Team erfolgreich am 7-Meter-Punkt.

Noch hochmotiviert von der starken Leistung am 27.2 in Dessau, starteten die TuS-Frauen entschlossen und mit viel Kampfgeist ins Spiel. So gingen sie auch gleich mit 2:0 in Führung. Doch auch Calbe war heiß auf die Punkte und legte zügig nach.

Statt der gewohnten 4:2 Abwehr setzten die Magdeburgerinnen diesmal auf eine offene 5:1 mit Manndeckung auf die wurfgefährlichsten Spielerinnen der Gäste. Dies verunsicherte den Gegner zwar, jedoch gelang es ihnen immer wieder aus dem Rückraum oder über den Kreis zu punkten. So war das Spiel von Anfang an spannend und mit stetig wechselnder Führung.

Mit schnellen Ballwechseln und einer geschlossenen Mannschaftsleistung erkämpften sich die TuS-Frauen den Halbzeitsieg von 13:11.

Der Start in die zweite Halbzeit war etwas holprig, so dass es Calbe gelang sich mit 15:16 abzusetzen. Diesmal gab TuS aber nicht so schnell auf und mit lautstarker Unterstützung der eigenen Bank, schaffte es das Team mit dem Gegner auf Augenhöhe zu bleiben.

Immer wieder unterbrachen sie den Angriff der Gegnerinnen und brachten den Ball schnell nach vorne. Jedoch geschah dies leider oftmals zu hektisch, so dass nicht jede sichere Torchance genutzt wurde.

Dank des starken Willens beider Teams blieb das Spiel bis zum Ende offen und spannend. Kurz vor Schluss zeigte die Tafel 22:23. TuS gelang es den letzten Angriff der Gegnerinnen zu unterbinden und so blieb die Chance auf wenigstens einen Punkt. Doch es sollte wohl nicht so sein. Aufgrund einer unglücklich gewählten Auszeit von Trainer Carsten Richter und zwei Zeitstrafen in der letzten Minute gelang der Ausgleich nicht mehr und Calbe konnte den Sieg mich nach Hause nehmen.

Auch wenn die gute Leistung der TuS-Frauen diesmal nicht mit Punkten belohnt wurde, bleibt der zurück erkämpfte Teamgeist erhalten. So sieht die Mannschaft dem kommenden Sonntag und dem HC Salzland 06 mit noch mehr Kampfgeist und Siegeswille entgegen!

TuS MD: Schulz und Breitkopf (Tor) – Thürmann, L. Haegebarth (3), Heine (2), Kirsten (5), Damboldt (3), Wesslowski (4), Böhme (4), J. Haegebarth, Schlecht (1), Richter, Kumstel, Stadler

SALF – Damen verlieren achtbar gegen die Hallenser Bundesligareserve

SALF – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt gg. SV Union Halle-Neustadt II 18:21 (7:8)

Die TuS-Frauen haben sich am vergangenen Sonntag in eigener Halle gegen den Tabellenführer der Sachsen-Anhalt-Liga Union Halle Neustadt II teuer verkauft und achtbar mit 18:21 verloren. Das Juniorteam aus Halle reiste mit nur zwei Wechselspielerinnen an, während TuS die Bank mehr als voll hatte, obwohl noch auf weitere Verletzte und Trainer Dirk Pußel verzichtet werden musste. Trotzdem war schnell klar, dass die konditionell bessere Mannschaft die Mädels von der Saale sind, was ein ausschlaggebender Punkt zum Sieg werden sollte.

Das erste Tor im Spiel warf Halle, der sofortige Ausgleich zum 1:1 sollte der einzige im Spiel bleiben. Nach dem Ausgleich gehörten die nächsten 13 Spielminuten ebenfalls den Hallenserinnen, zogen sie doch auf 1:7 davon und als Zuschauer befürchtete man schon die zuletzt eingeschlichene geschlossene Teamunsicherheit seitens von TuS. Aber die TuS-Frauen hatten sich einiges vorgenommen besser zu machen als zuletzt, v.a. in der Abwehr wieder kompakter zu stehen, aggressiv gegen die technisch starken Hallenserinnen herauszutreten. Und auf einmal spürte man wieder diesen Willen, hatte man doch dem Juniorteam schon aus eigener Halle einen Punkt entführt. Tor um Tor wurde aufgeholt, und v.a. durch die Einwechslung der Langzeitverletzten Michaela Petzke und der starken Aushilfe aus der eigenen 2. Mannschaft, Marianne Kumstel, sah man, das TuS den Kampf um die Punkte auch heute angenommen hat. Die Abwehr um Lisa Haegebarth und Marianne Kumstel war bissig und stand kompakt. Kam doch ein Ball durch, so vernagelte Karen Breitkopf das Tor. Im Angriff kümmerten sich in dieser Phase Michaela Petzke selbst sowie Jenny Arens und Jana Heine, damit der Abstand schmolz. Über ein 4:7 ging es zum 7:8 Halbzeitstand – alles war noch offen.

Der Start in Halbzeit zwei begann mit einem 8:9 solide, dann brach TuS schnell wieder ein und lag 8:13 hinten. Kleine Fehler wurden sofort mit schnellen Kontertoren bestraft.

Wenngleich der Wille, die Gegenstöße von Halle zu verhindern, zu sehen war, waren in diesem Punkt die Hallenserinnen eindeutig mit ihren konditionellen Voraussetzungen überlegen. Beim Zwischenstand von 10:15 war TuS nicht mehr so kampfstark wie in Durchgang eins und das Spiel drohte zu entgleisen. Würfe im Angriff waren mutlos oder wurden gar verweigert, die Abwehr durch das fehlende Rückzugsverhalten, zu lückenhaft. Allein die Torfrauen von TuS, Karen Breitkopf jetzt auch durch eine starke Doreen Schulz ersetzt, standen sicher und verhinderten einen höheren Rückstand. Doch angetrieben wieder durch Michaela Petzke im Angriff und dem Innenblock der TuS-Frauen in der Abwehr, ging ein Ruck durchs gesamte Team, und es wurde sich über die Stationen 14:16, 16:18, 17:19 und 18:20 wieder achtbar ins Spiel gekämpft. Schade zu dem Zeitpunkt, das man es nie zu einem Ein-Tore-Rückstand gebracht hat, vielleicht hätten dann auch die jungen Hallenserinnen Nerven gezeigt.

Insgesamt konnte TuS das Spiel relativ ausgeglichen gestalten. Die gut eingestellte TuS-Deckung, lies Halle zu keinem Zeitpunkt ihren Positionsangriff so aufziehen, wie es Gästetrainer Rosike gewohnt ist. So waren es vor allem die Gegenstöße, die den völlig verdienten Endstand von 18:21 herstellten.

TuS: Schulz, Breitkopf – L. Haegebarth (Tore 2), Heine (3), Matthei (1), Wesslowski, J. Haegebarth (1), Arens (4), Petzke (5), Kietz (1), Schlecht, Böhme, Lemme, Kumstel (1)