Schlagwort-Archive: Frauenhandball in Magdeburg

Kein offenes Ohr für uns

Nun ist es doch schon ganze 3 Wochen her, dass wir, die Abteilungsleitung der Handballer von TuS, einen Brief aufgesetzt haben, in dem es um die Missstände in der Sporthalle des ehemaligen Humboldt-Gymnasiums in der Nachtweide geht. Gerichtet war der Brief an den Fachbereich Schule und Sport der Stadt Magdeburg. Vorangegangen waren unzählige Versuche per E-Mail oder Telefon einen Termin mit den Verantwortlichen im Fachbereich zu bekommen – vergebens. Heute, 3 Woche später, stehen wir immer noch mit leeren Händen da. Nicht einmal eine einzige Reaktion haben wir erhalten.

Wer diese Woche in der Sporthalle war, musste sich unweigerlich ansehen in welchem Zustand unsere Halle ist. Bei mehr oder weniger starkem Regen, strömte das Wasser vom Dach in den Innenraum der Halle auf das Parkett. Vor allem die Fensterseite, genauer gesagt die Auswechselbänke, standen unter Wasser. Wir wollen gar nicht dran denken, wie das im Herbst ablaufen soll, wenn wir voll im Punktspielbetrieb stehen. Denn Regen im Herbst ist in Magdeburg nichts Ungewöhnliches.

Wir wollen doch im ersten Schritt gar nicht viel. Wir wollen doch nur einen Termin mit der Stadt, nur für eine Stunde angehört werden. Wenn bei so einem Gespräch auch noch etwas Positives für uns Handballer raus kommt, umso besser. Doch die Stadt lässt ihren ältesten Sportverein einfach im Regen stehen.

Eure Abteilung Handball

Link zum Brief

 

SALF – Damen verlieren achtbar gegen die Hallenser Bundesligareserve

SALF – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt gg. SV Union Halle-Neustadt II 18:21 (7:8)

Die TuS-Frauen haben sich am vergangenen Sonntag in eigener Halle gegen den Tabellenführer der Sachsen-Anhalt-Liga Union Halle Neustadt II teuer verkauft und achtbar mit 18:21 verloren. Das Juniorteam aus Halle reiste mit nur zwei Wechselspielerinnen an, während TuS die Bank mehr als voll hatte, obwohl noch auf weitere Verletzte und Trainer Dirk Pußel verzichtet werden musste. Trotzdem war schnell klar, dass die konditionell bessere Mannschaft die Mädels von der Saale sind, was ein ausschlaggebender Punkt zum Sieg werden sollte.

Das erste Tor im Spiel warf Halle, der sofortige Ausgleich zum 1:1 sollte der einzige im Spiel bleiben. Nach dem Ausgleich gehörten die nächsten 13 Spielminuten ebenfalls den Hallenserinnen, zogen sie doch auf 1:7 davon und als Zuschauer befürchtete man schon die zuletzt eingeschlichene geschlossene Teamunsicherheit seitens von TuS. Aber die TuS-Frauen hatten sich einiges vorgenommen besser zu machen als zuletzt, v.a. in der Abwehr wieder kompakter zu stehen, aggressiv gegen die technisch starken Hallenserinnen herauszutreten. Und auf einmal spürte man wieder diesen Willen, hatte man doch dem Juniorteam schon aus eigener Halle einen Punkt entführt. Tor um Tor wurde aufgeholt, und v.a. durch die Einwechslung der Langzeitverletzten Michaela Petzke und der starken Aushilfe aus der eigenen 2. Mannschaft, Marianne Kumstel, sah man, das TuS den Kampf um die Punkte auch heute angenommen hat. Die Abwehr um Lisa Haegebarth und Marianne Kumstel war bissig und stand kompakt. Kam doch ein Ball durch, so vernagelte Karen Breitkopf das Tor. Im Angriff kümmerten sich in dieser Phase Michaela Petzke selbst sowie Jenny Arens und Jana Heine, damit der Abstand schmolz. Über ein 4:7 ging es zum 7:8 Halbzeitstand – alles war noch offen.

Der Start in Halbzeit zwei begann mit einem 8:9 solide, dann brach TuS schnell wieder ein und lag 8:13 hinten. Kleine Fehler wurden sofort mit schnellen Kontertoren bestraft.

Wenngleich der Wille, die Gegenstöße von Halle zu verhindern, zu sehen war, waren in diesem Punkt die Hallenserinnen eindeutig mit ihren konditionellen Voraussetzungen überlegen. Beim Zwischenstand von 10:15 war TuS nicht mehr so kampfstark wie in Durchgang eins und das Spiel drohte zu entgleisen. Würfe im Angriff waren mutlos oder wurden gar verweigert, die Abwehr durch das fehlende Rückzugsverhalten, zu lückenhaft. Allein die Torfrauen von TuS, Karen Breitkopf jetzt auch durch eine starke Doreen Schulz ersetzt, standen sicher und verhinderten einen höheren Rückstand. Doch angetrieben wieder durch Michaela Petzke im Angriff und dem Innenblock der TuS-Frauen in der Abwehr, ging ein Ruck durchs gesamte Team, und es wurde sich über die Stationen 14:16, 16:18, 17:19 und 18:20 wieder achtbar ins Spiel gekämpft. Schade zu dem Zeitpunkt, das man es nie zu einem Ein-Tore-Rückstand gebracht hat, vielleicht hätten dann auch die jungen Hallenserinnen Nerven gezeigt.

Insgesamt konnte TuS das Spiel relativ ausgeglichen gestalten. Die gut eingestellte TuS-Deckung, lies Halle zu keinem Zeitpunkt ihren Positionsangriff so aufziehen, wie es Gästetrainer Rosike gewohnt ist. So waren es vor allem die Gegenstöße, die den völlig verdienten Endstand von 18:21 herstellten.

TuS: Schulz, Breitkopf – L. Haegebarth (Tore 2), Heine (3), Matthei (1), Wesslowski, J. Haegebarth (1), Arens (4), Petzke (5), Kietz (1), Schlecht, Böhme, Lemme, Kumstel (1)