Schlagwort-Archive: Auswärtsspiel

23. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

Güsener HC – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

32:26 (17:13)

„Finale, Klappe die erste – verloren, Tabellenletzter!“

Die letzten zehn Minuten laufen. Die „Chrunchtime“ hat begonnen. Güsen führt mit sechs Toren. An sich wäre damit ein Spiel bereits entschieden. Würde es nicht um den Ligaverbleib gehen, würde die führende Mannschaft dieses Spiel locker und entspannt herunterspielen. Vielleicht würde dabei noch das ein oder andere Kabinettsstückchen gezeigt werden. Hätte, hätte, Fahrradkette!

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20. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

HV Lok Stendal – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

31:25 (16:12)

„Die rote Laterne leuchtet lichterloh!“

20 Saisonspiele sind absolviert. Jeweils drei Siege und Unentschieden stehen zwölf Niederlagen gegenüber. In der Zwischenbilanz stehen magere 9:31 Punkte für uns zu Buche. Das bedeutet, wir sind Stand heute Letzter!

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19. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – SG Seehausen

24:33 (14:22)

„Im Tabellenkeller wird es dunkel!“

Der Aderlass der ersten Herrenmannschaft des TuS 1860 hat seine Spuren hinterlassen. Neben den Langzeitverletzten Kevin Krause und Tino Kirsten mussten sich zuletzt auch Sebastian Ebel, Stefan Meyer und Clemens Schmelzer verletztungsbedingt abmelden. Als wenn das noch nicht genug wäre, musste kurzfristig auf Robert Linde und Marco Käselitz verzichtet werden. So galt es, im Spiel gegen den Tabellenvierten aus Seehausen eine „Kooperation“ zwischen erster und zweiter Herrenmannschaft zu schließen. Kurzfristige Unterstützung erhielten wir durch Dustin Schaarschmidt, Felix Magalowski und Kai Thiem. Im Gegenzug wird Nico Hoffmann im kommenden Spiel das Tor der zweiten Vertretung hüten. Unterstützung fand dieser Mix aus „Erster“ und „Zweiter“ in den reaktivierten Säulen um Sven Michael und Sebastian Höppner. An dieser Stelle möchten wir allen Menschen, die uns in dieser schweren Phase helfen, einen riesigen Dank aussprechen. Dieses Zusammenrücken tut gut und zeigt, dass bei TuS trotz der vermeintlichen „Grüppchenbildung“ in kritischen Situationen der mannschaftsübergreifende Zusammenhalt gegeben ist.

In der erwähnten Konstellation gestaltete sich die Findungsphase durchaus schwierig. Das erste TuS-Tor wollte erst in der achten Spielminute fallen – bezeichnenderweise durch einen Strafwurf. Aus dem freien Spiel sollte sich keine geordnete oder gar attraktive Offensive entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste ihrerseits bereits fünf Tore vorgelegt. Die SG Seehausen kontrollierte das Spielgeschehen nach Belieben und behauptete souverän ihre Führung. In der 24. Spielminute konnten sie ebendiese beim Stand von 8:14 erstmals auf sechs Tore ausbauen. Bis zur Halbzeit bäumten wir uns allerdings auf und verkürzten nochmal auf 11:16.

Ziel der zweiten Halbzeit war, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Dieses Bestreben schien bis zur 40. Spielminute beim 15:20 auch durchaus im Bereich des Möglichen. Zwischenzeitlich konnte man gar vermuten, dass Seehausen zu früh einen Gang zurückschaltete und wir die mangelnde Konzentration der Altmärker auszunutzen wüssten. Doch drei nacheinander vergebene Chancen unsererseits zerstörten die aufkeimende Hoffnung. Im Gegenteil: anschließend zerfielen wir in unsere Einzelteile, was durchaus überraschend war, da bis zu diesem Zeitpunkt gar nichts darauf hindeutete. Seehausen erkannte, dass unser Widerstand gebrochen war und nutzte die sich bietenden Gelegenheiten, um zwischenzeitlich in der 46. Spielminute beim 16:25 auf neun Tore zu enteilen. Warum in diesen besagten sechs Minuten lediglich Kai Thiem den Rückwärtsgang einlegte und durch ein stetes Zurücklaufen versuchte zu verhindern, dass die SG Tor um Tor erzielt und seine Nebenleute aus der vermeintlich ersten Mannschaft diese Kräfte nicht mehr mobilisieren konnten oder wollten, erschließt sich der Redaktion nicht. Seit dem Spiel sind drei Tage vergangen und bis heute fällt uns eine Erklärung schwer. Vielleicht schwanden die Kräfte. Vielleicht setzte eine gewisse Resignation ein, auch in diesem Spiel keine Punkte mitnehmen zu können. Vielleicht schwand der Glaube an sich selbst. Viel schwerer wiegt dann jedoch, dass wir den Frust über unsere individuellen Unzulänglichkeiten nach Außen kehren und ihn am Nebenmann lautstark entladen. Dieser reagiert seinerseits, vollkommen berechtigt, mit Unverständnis und „bölkt“ zurück. In der Retrospektive fällt auf, dass dadurch nur einem geholfen ist – dem Gegner. Dieser lacht sich ins Fäustchen, schnappt sich, während wir noch fleißig meckern und diskutieren, den Ball und verwandelt eiskalt. Dass die SG Seehausen am Ende „nur“ mit 22:30 gewann, lag daran, dass die Gäste ab der 50. Spielminute bereits den Feierabend eingeläutet haben.

Am kommenden Wochenende steigt der „Abstiegsgipfel“ gegen den HV Lok Stendal. Im Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten zählt nur ein Sieg, wenn die Klasse gehalten werden soll. Für diesen Sieg muss aber nicht nur konstant gut trainiert, sondern viel mehr am eigenen Verhalten im Spiel gearbeitet werden. Ein jeder muss sich hinterfragen, was bin ich bereit zu geben und was ist meine Aufgabe/Rolle in dieser Mannschaft. Wenn die Rollenverteilung klar definiert ist und die mobilisierten Kräfte in Stendal gebündelt werden, könnte sich dieses Spiel zu unseren Gunsten entwickeln. Lasst uns gemeinsam und nicht im Einzelkampf aus dieser Situation herausarbeiten!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (12), Marek, Wohlfromm (2), Rossbach (1), Heinrichs (1), Höppner (2), Schaarschmidt, Michael, Magalowski (2), Lindert (2), Thiem

16. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

Post SV Magdeburg – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt
32:29 (17:16)

„Die goldenen Früchte scheinen unerreichbar“

Heureka, was waren wir frisch! Heureka, was waren wir motiviert! Heureka, was waren wir heiß, im Derby am Favoritenbaum zu schütteln, um den Post SV herunterzuwerfen! Heureka, wir haben’s (mal wieder) vermasselt!

Nach 60 Minuten war all die Motivation, all der Ehrgeiz und all die Hoffnung einer unendlich wirkenden Leere gewichen. Am Ende der Leere wartete auf uns die Ernüchterung aufgrund der erneuten Niederlage. Die Ernüchterung hatte einen guten Freund an ihrer Seite. Der Freund hieß Erkenntnis und sagte uns leise flüsternd in unsere Ohren folgenden schmerzhaften Satz: „Es reicht nicht, die goldenen Früchte hängen für euch zu hoch!“
Mit diesem Satz ging ein Zucken durch unsere Körper einher. Dieses Zucken drängte den Blick vom Boden an die Anzeigetafel. Zu sehen war eine 32 für den Post SV und eine 29 für den TuS 1860. Der Schmerz wurde dadurch nicht gelindert, er potenzierte sich und entlud sich in grummligem Frust. Lachend hat keiner von uns das Spielfeld verlassen.

Dabei begann auch dieses Spiel verheißungsvoll und ausgeglichen. Der aufmerksame Verfolger unserer Saison wird aber schnell feststellen, dass unsere Spiele recht häufig ausgeglichen und verheißungsvoll beginnen, jedoch nur selten zu Punktgewinnen führen. Und so starteten wir auch gegen den Post SV mit einer schnellen Führung, bei der wir in der fünften Spielminute mit 4:2 in Front lagen. Daraufhin entschieden sich auch die Gastgeber am Spielgeschehen aktiv teilnehmen zu wollen und konnten sich ihrerseits beim 6:8 in der 13. Spielminute eine Zwei-Tore-Führung erarbeiten. In den weiteren 17 Minuten bis zum Halbzeitpfiff wog das Spiel hin und her. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, was folgerichtig zu einem knappen Halbzeitergebnis führte. Mit einem hauchdünnen 16:17 konnte Post die Oberhand für sich behaupten.

Dieser Trend fand mit Beginn der zweiten Spielhälfte seine Fortsetzung. Fünf Minuten nach Wiederbeginn war beim 18:18 kein kommender Sieger zu erkennen. Danach begann jedoch das Pendel zu unseren Gunsten auszuschlagen. So nutzten wir eine leichte Schwächephase der Hausherren zur 21:19 Führung. Alles schien sich optimal zu entwickeln. Die Heimsieben des Post SV hatte allerdings entschieden etwas dagegen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Post drehte wieder auf, glich aus und ging seinerseits bis zur 50. Minute erneut mit zwei Toren in Front. Doch statt nun wieder auszugleichen, unterliefen uns genickbrechende Fehler. Fehlwürfe aus der zweiten Reihe durch Erik Lewin oder liegen gelassene „Hunderprozentige“ von Clemens Schmelzer waren der Nährboden für die Heimmannschaft, um die Führung zu erhöhen. Über die Stationen 25:28 und 27:30 führte es zur letztendlichen 29:32 Auswärtsniederlage.

Am kommenden Wochenende stellt sich der Ligaprimus aus Glinde in der Humboldthalle vor. Auch dieses Spiel beginnt ausgeglichen beim Stand von 0:0. In der derzeitigen Situation scheinen aber die Chancen auf einen Sieg gen 0 zu tendieren. Doch solange auch nur die minimalste Möglichkeit besteht, werden wir weiter alles dafür geben, um erfolgreich zu sein!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (12), Meyer, Lindert (5), Marek (1), Wohlfromm (1), Käselitz (1), Rossbach, Heinrichs (5), Strätz, Schmelzer (3), Rinka (1 -> der „Rückkehrer“ hat ohne eine Spielminute das Kunststück vollbracht, sich in die Torschützenliste einzutragen. DAS kann nur ein Markus Rinka!)