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Die ersten Auswärtspunkte

7. Spieltag | Bezirksklasse Frauen | SV Germania Borne – TuS 1860 Magdeburg Neustadt III 16:16 (9:4)

Nach knapp 6 Wochen Pflichtspielpause, welche durch ein kleines „Stelldichein“, mit der weiblichen B-Jugend des SV Irxleben sowie dem Ligakonkurrenten HC Salzland, überbrückt wurde, gnig es im 2. Auswärtsspiel in Folge zum heimstarken Gastgeber nach Wolmirsleben, zum SV Germania Borne. Auf Grund zahlreicher Absagen aus verschiedensten Gründen, konnte man in den letzen Trainingseinheiten lediglich auf einen kleinen Kader zurückgreifen. Das Fehlen machte sich bereits am vergangenen Wochenende in Irxleben bemerkbar.
Von Beginn an entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe. Der Gastgeber aus Borne erzielte den ersten Treffer, die Neustädterinnen zogen nach. Doch leider blieb es nicht bei diesem „Ping Pong“. Borne traf, TuS nicht. Immer wieder gelang es nicht, aus aussichtsreicher Position das Tor zu erzielen. Häufig verzettelte man sich in den eigenen Angriffsbemühungen. Nach 15 Minuten und 6:1-Rückstand aus Sicht der Gäste, zog man die fällige Auszeit. Angesprochen auf die einfache Tore und einer Umstellung im Deckungsverband brachte zumindest teilweisen Erfolg. Bis zur Pause erzielten die Landeshauptstädterinnen das 3fache an Toren, wobei aber auch 2 Siebenmeter zu Buche standen. Borne selbst konnte mithalten, sodass die letzten 15 Minuten des 1. Durchgangs mit einem sensationellen 3:3 endete. Mit 9:4 ging es in die Pause.

In der Pause sah man bereits in erschöpfte Gesichter und hängende Köpfe. Das Ziel nicht aus den Augen verlierend wurden die im Schnitt 15 Jahre jüngeren Gäste neu eingestimmt und wieder auf die einfachen Dinge im Handball hingewiesen. Mit 9 Gegentreffern in 30 Minuten konnte sich die Abwehrarbeit sehen lassen. Doch 4 Treffer, davon 2 Siebenmeter, auf der Habenseite, waren mehr als verbesserungswürdig.

Die 2 Hälfte begann, wie das Spiel begann. Borne traf als erstes, Tus legte nach. Aber auch im 2. Abschnitt blieb „Ping-Pong-Effekt“ aus. Nur war es diesmal den Gästen, allen voran Kristina Müller (7 Tore) auf der ungewohnten RA-Position, vorbehalten, die Tore zu erzielen. Mühsam ernährte sich das Eichhörnchen. Während die Deckung weiter gut stand, viele technische Fehler provozierte, insgesamt 5 Steals verbuchen konnte, steigerte sich auch Sandy Friebel im Tor der Gäste. In Halbzeit 1 mit einer Quote von 25%, hielt sie ihr Team im 2. Durchgang mit 60% gehaltener Bälle nicht nur im Spiel, sondern gelang den Vorderleuten in der 40. Minute gar der Ausgleich (11:11) und im folgenden Angriff die Führung. Die letzten 20 Minuten waren nun an Spannung nicht mehr zu überbieten. Die A-Jugendlichen kamen merkbar an ihre Belastungsgrenzen. Die Zahl der Fehler häufte sich wieder, doch konnte man fast immer den Fehler in der Deckung wieder gutmachen, bzw. sich auf eine bestens aufgelegte Torfrau verlassen.
90 Sekunden vor Schluss zogen die Landeshauptstädterinnen die grüne Karte. Doch anstatt das Team auf die letzten Möglichkeiten einzustellen, Spielzüge vorzugeben, wählten man eine andere Variante. Trainer Marco Lindau bedankte sich beim Stande von 15:15 für die den Zusammenhalt und die Art und Weise, eine desolate erste Halbzeit (fast) vergessen zu machen. „Egal wie das hier endet, ihr habt gezeigt, dass ihr kämpfen könnt. Wir verlieren als Team und wir gewinnen als Team. Also holt euch die Punkte.“ schalte es noch in den Ohren der Spielerinnen, bevor die letzten Sekunden anbrachen.
Leider belohnte man sich 15 Sekunden vor Schluss nicht für eine Aufholjagd, die Ihresgleichen sucht und musste mit dem letzten Angriff auch noch den Punkt absichern. Janett Eisner (8 Tore) war umsomehr die tragische Figur, die mit dem letzten Wurf kurz vor Ultimo an Sandy Friebel scheiterte. Die erste Enttäuschung über das Remis, wieder nicht gewonnen zu haben, schwand schnell der Erleichterung und Erkenntnis, dass EIN TEAM alles erreichen kann. Die Freude über den ersten Auswärtspunkt der Saison, sowie dem Gastgeber den ersten Punktverlust zu Hause zu bescheren überwog dann alles.
Nun heißt es aber weiter akribisch arbeiten, um beim nächsten Auswärtsspiel, am 07.03. in Gernrode, nicht die gleichen Fehler zu machen. Insofern alle mit an Bord sind, sollte es möglich sein, erstmals beide Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Wir bedanken uns bei unseren zahlreichen Fans, die uns trotz der gezeigten Leistung im ersten Durchgang, bis zum Schluss lautstark unterstützt haben. Wir hoffen, wir haben keine Herzinfarkte verursacht =D

TuS: Friebel – Happe (1), Weiland (1), Schlossarek W. (1), Müller J. (1), Lemme (4), Müller K. (7), Stadler (1), Meiner , Berger, Schlossarek F. (2), Schleef

Frauen nutzen spielfreie Zeit zum Trainingsspiel

Wenn es schon am Wochenende bei TuS keinen Frauenhandball zu sehen gibt – dann unter der Woche. So baten am Dienstagabend die Trainer Pußel und Richter die ersten Frauen sowie Lindau, der nach wie vor ohne den erkrankten Tschirschwitz auskommen muss, die A-Juniorinnen zu einer gemeinsamen Trainingseinheit mit Trainingsspiel. Weiterlesen

5 Sekunden bringen A-Juniorinnen um erste Auswärtspunkte

6. Spieltag | Bezirksklasse Frauen | HC Salzland III – TuS 1860 Magdeburg Neustadt III 24:23 (11:10)

Zum ersten Spieltag der Rückrunde mussten die A-Juniorinnen des TuS 1860 Magdeburg Neustadt nach Aschersleben zur 3. Vertretung des HC Salzland. Am 1. Spieltag der Saison verlor man höchst unglücklich in den Schlusssekunden noch mit 21:22. Man war also auf Wiedergutmachung aus. Doch leider verfehlten die TuS-Youngsters ihre ersten Auswärtspunkte um grade mal 5 Sekunden. Anstatt den 24:23 Siegtreffer zu erzielen, musste man im direkten Gegenzug den Treffer zur bitteren 24:23-Niederlage hinnehmen. Wie schon im Hinspiel, gab man die Punkte in den letzten Sekunden ab und steht wieder mit leeren Händen da.

Auch der Spielverlauf war identisch mit dem des Hinspiels. Nach einer langen Abtastphase, erzielte Katja Appelt, im Hinspiel noch mit 12 Toren, den ersten Treffer der Partie für die Gastgeber. Im Gegenzug erfolgte der Ausgleich. Bis zur Pause setzte sich keines der Teams mehr als 1 Tor ab. Sandy Friebel im Gehäuse war hier ein sicherer Rückhalt für ihre Vorderleute. Aber auch die Abwehr um Janina Müller und Michelle Weiland funktionierte gut. Nur wenige freie Würfe wurden zugelassen. Einzig bei den Würfen aus dem Halbfeld, allen voran Appelt und Zapf, agierte man zu passiv. Mit 11:10 aus Sicht des Gastgebers wurden die Seiten gewechselt.
In der Pause wurden die Optimierungspunkte angesprochen und an das Hinspielergebnis erinnert. Diesmal wollte man unbedingt die Punkte behalten. Der bekanntliche Bruch im Spiel der Magdeburgerinnen kam, so sicher wie das „Amen“ in der Kirche. Doch anstatt sich zu verkriechen und das Schicksal über sich ergehen zu lassen, überzeugten die jungen Damen mit einer kämpferischen und geschlossenen Mannschaftsleistung und egalisierten den zwischenzeitlichen 3-Tore Rückstand nach 50 Minuten, um wenig später selbst mit 22:20 (55.) in Führung zu gehen. Auch beim Anschlusstreffer zum 22:21 (57.) wog man sich in Sicherheit der ersten Auswärtspunkte. Vielleicht zu sicher. Luise Friedrichs und Carolin Strecker scheiterten binnen Sekunden gleich mehrfach an der HC-Torfrau. Mit diesem Schwung im Rücken, erzielten die Salzländerinnen 2 Tore in Folge und waren 90 Sekunden vor Spielende wieder vorn (23:22). Die folgende Auszeit durch Trainer Marco Lindau wurde genutzt, um die letzten Kräfte in einem sehr kampfbetonten Spiel zu sammeln und die Punkte doch noch einzufahren. 2 eigene Treffer, keinen mehr kassieren. Handball kann so einfach sein. Doch leider machten die Magdeburgerinnen die Rechnung ohne den Wirt. Bei noch 30 Sekunden Spielzeit (23:23) und eigenem Angriff, hatte man alle Trümpfe in der Hand. Ein gut ausgespielter Angriff endete erneut an der starken Salzland-Torfrau. Im Gegenzug erzielte Franziska Zapf mit einem Verzweiflungswurf aus 12 Metern den entscheidenen 24:23 Siegtreffer für die Gastgeberinnen, die sich wieder in den Schlusssekunden den Doppelpunktgewinn sicherten.
Emotionen pur auf beiden Seiten. Die Gastgeber mit purer Erleichterung, die Gäste mit Tränen der Verzweiflung, schon wieder verloren zu haben. Betrachtet man aber den Spielverlauf, ist es erneut bemerkenswert, wie man sich zurückgekämpft hat und am Ende nur durch das Quäntchen Glück, bzw. die fehlende Cleverness um die ersten Auswärtspunkte gebracht wurden ist.
Jetzt heißt es ersteinmal 5 Wochen Pause, bis es am 21.02.2015 zum erneut schweren Auswärtsspiel nach Borne geht.

TuS: Friebel – Leichtenberger, Friedrichs, Happe, Weiland, Schlossarek W., Müller J. (2), Lemme (6), Müller K. (6/1), Stadler (2/1), Meiner (1), Strecker (4), Berger, Schlossarek F. (2)

Gute Vorsätze, erste Ansätze

6. Spieltag | Bezirksklasse Frauen | SV Anhalt Bernburg II – TuS 1860 Magdeburg III 23:15 (9:8)

Im ersten Punktspiel 2015, mussten die A-Jugendlichen aus der Magdeburger Neustadt zu keinem geringerem als dem Tabellenführer aus Bernburg. Man begann die Vorbereitung auf dieses Spiel bereits am 02.01.15 mit einer lockeren Trainingseinheit und einem Turnier am Folgetag beim Fermersleber Sportverein. Doch auf Grund einer mehr als durchwachsenen Leistung bei diesem Turnier, und dem beim Trainergespann fehlendem Verständnis dafür, zwang man jeden Spieler, selbst über das Turnier und die Zukunft in Form eines Aufsatzes nachzudenken. Ohne Auswertung dieser fuhr man nun zum Meisterschaftsfavoriten. In gesundheitlicher Abwesenheit von Trainer Michael Tschirschwitz, übernahm Co-Trainer Marco Lindau die Einstellung auf das Spiel. Mit klaren und ehrlichen Worten appelierte dieser an jeden einzelnen Spieler, das Spiel zu keiner Zeit aufzugeben. Ein Gegentreffer, ist stets die Möglichkeit, einen eigenen Angriff spielen und das Tor nachlegen zu können.
Von Beginn an zeigten die TuS-Youngsters eine deutlich verbesserte Einstellung. Vor allem im Deckungsverband stand man sicher und konnte neu einstudierte Verteidungssysteme gut umsetzen. Natürlich haperte es immer mal wieder noch an der Abstimmung, sodass es im 1. Durchgang gleich 5 Siebenmeterentscheidungen gegen die Gäste gab.Doch mit einer scheinbar unüberwindbaren Sandy Friebel im Tor, konnten die jungen Magdeburgerinnen dem Favoriten die Stirn bieten. Nach 5 Minuten fiel das 1. Tor auf Seite der Bernburgerinnen. Doch im Gegenzug war es Kristina Müller die den Ausgleich wieder herstellte. So verlief die gesamte erste Halbzeit. Bernburg traf, TuS glich wieder aus. Einzig beim 6:5, waren die Landeshauptstädterinnen selbst in Front. Mit 9:8 aus Sicht des SVA, ging es in die Pause.
Während bei den Gästen eine gute Stimmung in der Kabine herrschte, schien es aus der Kabine der Gastgeber hörbar überzukochen. Im ersten Abschnitt zeigten sie die 1860erinnen mit ihrer besten Saisonleistung und scheiterten lediglich am Fortune, dass sie nicht selbst mit der Führung im Rücken in der Kabine saßen. Mit dem erneuten Appell an alle, bis zum Schluss zu kämpfen, dem Tabellenführer so lange wie möglich das Leben schwer zu machen, um am Ende selbst in Führung und als Sieger vom Feld zu gehen, startete man in den 2. Durchgang.
Aber auch die Heimdamen wussten um ihre Rolle als Favorit und zeigten nebst einer Manndeckung gegen Charlene Lemme, auch im Angriff eine bessere Einstellung auf das gut funktionierende Abwehrsystem der TuS-Damen. Mit schwindenen Kräften und der bedingten Manndeckung, leistete man sich zu viele einfache Fehler im Spielaufbau, welche die Bernburgerinnen zum kontern einluden. Auch auf taktische Umstellungen im Angriff zeigte sich der Tabellenführer wenig irritiert und zog nun langsam davon. Nach 3/4 des Spiels und einem 9:2-Lauf der Heimsieben, versuchte man auf TuS-Seiten, den Spielfluss zu unterbrechen und stellte nochmal um. Doch leider waren die Bernburgerinnen am heutigen Tage – noch – eine Nummer zu groß. In der 50. Minute erzielte Manja Näfken mit ihrem 8. und letzen Tor in diesem Spiel die erstmalige 10-Tore Führung (22:12). Doch wer nun gedacht hatte, die Gäste gehen vollends unter, sah sich getäuscht. Über eine weiterhin kämpferisch gute Leistung, konnte man noch Ergebniskosmetik betreiben und kurz vor Schluss den 15. Treffer und den 15:23 Endstand herstellen. Vor dem Spiel ging man von einer, basierend auf die letzten Wochen und realistisch betrachteten, sehr hohen Niederlage aus. Doch der Großteil der Spielerinnen hat am heutigen Tage den Schritt in die richtige Richtung gesetzt. Jetzt heißt es, weitermachen und sich für die Arbeit in Form von Pluspunkten belohnen. Nächstes Wochenende können die TuS-Damen dies gleich umsetzen.
Es bleibt abzuwarten, ob man heute tatsächlich den Willen einer Mannschaft erkannt hat, jedem Gegner bis zum Ende die Stirn zu bieten, oder ob es nur ein Aufflackern verborgener Attribute war, die in jedem Schlummern. Es sind alle herzlich dazu eingeladen, dies am 18.01.2015 um 11:45 Uhr im Ascaneum zu Aschersleben zu prüfen. Dort treffen die A-Jugendlichen des TuS 1860 Magdeburg Neustadt auf die Damen des HC Salzland 06. Im Übrigen der Gegner, gegen den die Landeshauptstädterinnen ihr erstes Pflichtspiel im Seniorenbereich bestritten und dies unglücklich mit 23:22 verloren geben mussten.

Ein Dank auch nochmal an die ca. 20 Gästezuschauer, die uns bis zum Schluss lautstark unterstützt habt. Vielen Dank. Wir sind froh, euch immer dabei zu haben.

TuS: Friebel, Schirmer – Leichtenberger, Happe, Weiland (3/1), Schlossarek (1), Müller J., Lemme (2), Müller K. (2), Strecker (3), Meiner (3), Berger, Schlossarek F. (1), Schleef