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14. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

HSG Altmark West – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

26:24 (13:13)

„Da wurden Punkte bestellt, aber nur Nieten geliefert“

Auswärtsspiele – für so manchen eine willkommene Abwechslung zum Alltag in heimischer Halle, für uns ein absoluter Graus. Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass zum letzten Mal die Worte „Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ über unsere Lippen schallen durften. Seither wurden zwölf Spiele in der Ferne bestritten und keines konnte gewonnen werden. Diese Misere sollte gegen die HSG Altmark West endlich beendet werden. Am Ende jedoch musste das 13. erfolglose Auswärtsspiel konstatiert werden.

Dabei begann alles nach Maß! Nach nicht einmal sieben Minuten war der Trainer der Gäste gezwungen, die Notbremse zu ziehen und seine erste Auszeit zu nehmen. Zu diesem Zeitpunkt lagen wir bereits mit 5:0 in Führung. Daraufhin rappelten sich die Altmärker zwar auf, jedoch hielten wir den Vorsprung von fünf Toren bis zum 7:2 in der 13. Spielminute aufrecht. Was dann allerdings passierte kann bis heute nicht erklärt werden. In den verbleibenden 17 Minuten stellten wir das Handballspiel ein und die Hausherren holten Tor um Tor auf, sodass es zur Halbzeit beim 13:13 wieder ausgeglichen war.

Die Halbzeitpause kam zum richtigen Zeitpunkt. Jetzt konnten wir kurz Luft holen und die ersten 30 Spielminuten analysieren, um uns für die zweite Halbzeit gut aufzustellen. Doch entweder haben wir das Zielwasser bereits mit Bier verwechselt oder unsere Analyse hat sich auf die falschen Schwerpunkte konzentriert. Egal, was es war, festzuhalten bleibt, dass der Schwung der ersten Minuten dieses Spiels nicht mehr aufgenommen werden konnte und die Hausherren nun vollends die Kontrolle übernommen hatten. Beim Stand von 17:20 (aus unserer Sicht) schienen die Handballer aus der Altmark das Ruder auf Routine umzustellen. Diese Routine ging mit einer kleinen spielerischen Auszeit der HSG einher, welche wir zu nutzen wussten, um noch einmal Hoffnung aufkeimen zu lassen. Beim 20:20 schien alles wieder möglich, doch unnötige technische Fehler unsererseits und Pech bei Schiedsrichterentscheidungen ließen das Spiel wieder zu Gunsten der Gastgeber kippen.

Am Ende der 60 Minuten konnte die HSG Altmark West einen knappen 26:24 Heimsieg bejubeln und wir schauten bedröppelt aus der Wäsche. Nach einer so starken Anfangsphase darf man ein Spiel nicht mehr aus der Hand geben. Die kommenden Wochen halten nun Spiele gegen Mannschaften aus der oberen Tabellenhälfte für uns bereit. Dabei warten Kracher wie gegen Haldensleben, das Derby gegen Post, Glinde, Gommern und Seehausen auf uns. Eigentlich müssten wir uns freuen wie die Schnitzel. Denn schließlich sind es diese Gradmesser, die ein Handballer sucht. Doch in dieser von Verletzungen und fehlender Form geprägten Zeit, scheinen diese Duelle aussichtlos zu sein.

Was wusste aber Bertolt Brecht bereits:

„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“

TuS: Feller, Strauß (Tor), Marek (2), Lewin (8), Meyer (1), Heinrichs (3), Ebel (4), Rossbach, Linde, Lindert (5), Schmelzer (1)

13. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – SV Oebisfelde II
22:22 (9:13)

„Back in Business – Die Rückrunde startet mit einem Punktgewinn“

Neues Jahr, neues Glück! So lautet die Maxime für uns als Handballer des TuS 1860. Nachdem im gesamten Kalenderjahr 2018 lediglich 13 Pluspunkte eingefahren werden konnten, soll 2019 erfolgreicher sein.

Im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel in heimischer Halle gegen die zweite Vertretung des SV Oebisfelde sollte der Grundstein für ebendiese Zielsetzung gelegt werden. Wir können vorwegnehmen, dass mit dem Punktgewinn beim 22:22 ein erster positiver Schritt gemacht wurde.

Wir reden bewusst von einem Punktgewinn! Denn im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren hat die spielerische Qualität der Mannschaft des TuS 1860 abgenommen. Wir kommunizieren dies ganz bewusst, ohne dabei jemanden aus der Mannschaft kränken oder verletzen zu wollen, aber mit der Absicht auf die Relation von Siegen oder Unentschieden hinzuweisen. Nach den Abgängen von Janis Koch (zu Saisonbeginn zum SV Oebisfelde) und Thomas Weder (in der Winterpause zum FSV Magdeburg) und den verletzungsbedingten Langzeitausfällen von Kevin Krause (Reha nach Motorradunfall) und Tino Kirsten (Kreuzbandriss) wirken privat bedingte Absagen von zwei weiteren Leistungsträgern zum letzten Spiel gegen den SVO II doppelt schwer. Umso bemerkenswerter ist, dass mit Mentalität so manches spielerische Defizit egalisiert werden kann.

Das Spiel gegen den ambitionierten und stark in die Saison gestarteten Aufsteiger (12:16 Punkt und Platz Sieben) begann dabei zunächst ausgeglichen. Bis zur zehnten Minute beim Stand von 5:5 konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen. Die restliche Spielzeit der ersten Hälfte gehörte allerdings ganz klar den Gästen, welche jünger waren, spritziger wirkten und dazu spielerisch überzeugten! Folgerichtig konnten die Oebisfelder auf 10:6 enteilen und diesen Vorsprung bis zur Halbzeit halten.

Beim 13:9 aus Oebisfelder Sicht wurde zum Pausentee gepfiffen. Auf unserer Seite signalisierte eine zerknirschte Stirn der meisten Akteure eine deutliche Verärgerung obgleich der angebotenen Leistung. Wir wussten, dass damit kein Blumentopf zu gewinnen war. Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurden personelle Wechsel vorgenommen, wobei Fabi Wohlfromm den glücklosen Clemens Schmelzer ersetzte und Sven Michael (bereits sein zweiter Einsatz als Back Up -> An dieser Stelle: „Danke, Anke!“) im Rückraum als Taktgeber zum Einsatz kam. Die neue Ausrichtung sollte an der Führung und der tonangebenden Rolle der Gäste allerdings wenig ändern. Bis zur 45. Spielminute lagen wir weiterhin mit vier Toren zurück. Mit dem 15:18 (aus unserer Sicht) wurde jedoch der Schalter auf wundersame Weise umgelegt. Zum einen war nun die Aggressivität im Abwehrverbund deutlich spürbar und die Torhüterleistung gut, zum anderen ließen sich die jungen Oebisfelder aufgrund einsetzender Nervosität verunsichern. Dadurch verlor der Gast an Durchschlagskraft, was für uns alte Hasen der Nährboden eines Endspurts der Willensstärke war. In den letzten Minuten der Partie konnte der Ausgleich erzielt und durch das 22:22 ein Punkt gewonnen werden.

Diese Mentalität gilt es ins kommende Spiel gegen die HSG Altmark West mitzunehmen, um den ersten Auswärtssieg seit einem Jahr zu ermöglichen. Ein schweres Unterfangen, doch man soll sich ja schließlich Ziele setzen mit Beginn eines jeden neuen Jahres.

P.S. An dieser Stelle möchten wir unseren Neuzugang Robert Linde willkommen heißen, welcher aus der zweiten Vertretung des VfL Potsdam stammt und in Magdeburg studieren wird. Außerdem wollen die Möglichkeit nutzen und uns für die Hilfe und Bereitschaft von Andy Stratz aus unserer „Zwoten“ und zum erneuten Male bei Sven Michael bedanken.

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß, Feller (Tor), Lewin (6), Meyer (1), Lindert (6), Marek (2), Wohlfromm (1), Stratz, Rossbach, Linde (1), Ebel (2), Schmelzer (1)

12. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

SV Wacker 09 Westeregeln – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

31:29 (17:14)

„Auswärts außer Spesen nichts gewesen!“

Es hätte alles so schön sein können:
Der zweite Advent stand vor der Tür, der (mit Abwesenheit glänzende, da bei der ersten Frauenmannschaft verweilende) Trainer hatte Geburtstag, wir waren „jut druff“ und die Strecke zum Auswärtsspiel nach Westeregeln hielt sich in Grenzen. Es war an der Zeit den ersten Auswärtssieg der Saison und gleichbedeutend die ersten zwei Pluspunkte in fremder Halle seit nunmehr acht (!!!) sieglosen Monaten einzufahren!

Es ist und bleibt auswärts aber ein absolutes Trauerspiel!
Auch gegen das Tabellenschlusslicht waren wir meilenweit davon entfernt, etwas Zählbares mitzunehmen. Das Ergebnis suggeriert zwar, dass es ein knappes Spiel war, einen Sieg jedoch haben wir uns zu keinem Zeitpunkt der Partie verdient.

Die ersten 30 Spielminuten waren geprägt durch schlafmütziges Abwehrverhalten und überhastet abgeschlossene, schlichtweg „weggeworfene“ Angriffe. So stand es nach gerade einmal drei Spielminuten bereits 3:0 für die Hausherren aus Westeregeln. Im weiteren Verlauf der Anfangsphase konnten wir zwar beim zwischenzeitlichen 4:4 wieder ausgeglichen, doch ein Einlegen des Gangs auf „Normalbetrieb“ oder gar „Sportmodus“ war absolut nicht zu erkennen. Da wir keine Lust hatten und der Gegner aufgrund der Situation im Gesamtklassement dazu gezwungen war zu gewinnen, legten die Gastgeber wieder einen drauf und behaupteten über die Stationen 10:7, 12:9 und 14:11 einen Drei-Tore-Vorsprung bis zur Halbzeit und führten verdient mit 17:14.
Zu allem Überfluss kam hinzu, dass sich sowohl Alex Lindert (Rücken) als auch Tino Kirsten verletzten und die Durchschlagskraft des Rückraums damit verloren ging. Zu letzterem muss leider mitgeteilt werden, dass die Verletzung eine lange Ausfallzeit nach sich ziehen wird. Tino hat sich das Kreuzband gerissen und wird in dieser Saison voraussichtlich nicht mehr auflaufen können -> in diesem Sinne: Gute Besserung!!!

Mit Beginn der zweiten Halbzeit hatten wir unsere beste Phase dieses Spiels. Bis zur 40. Spielminute konnten wir die Führung des SV Wacker egalisieren und beim Stand von 21:22 sogar selbst mit einem Tor vorn liegen. Leider konnte dieser Status nicht behauptet werden, was im zweiten Spielabschnitt mitunter auch den schwindenden Kräften geschuldet war. Aufgrund der dünnen Personaldecke, welche sich durch die beiden Verletzungen noch zuspitzte, waren wir gezwungen, dass fast ein jeder von uns durchspielen musste.
Die schwindenden Kräfte begünstigten, dass die Handballer aus Westeregeln wieder enteilten – bis kurz vor Schluss sogar auf 31:26, sodass sich ein kleines Debakel andeutete. Der gänzliche Untergang konnte durch drei abschließende Tore in Folge verhindert werden. An der der 31:29 Niederlage änderte aber auch die letztliche Ergebniskosmetik nichts mehr.

Durch diese Niederlage wird die Gesamtsituation im Abstiegskampf der Verbandsliga besonders interessant. Insgesamt sieben Mannschaften stecken mittendrin und sind durch maximal zwei Punkte voneinander getrennt!!
In der Folge wird das Jahr 2019 besonders spannend…wir freuen uns auf die Rückrunde!
In diesem Sinne:

1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß, Feller (Tor), Lewin (8), Käselitz (4), Meyer (1), Kirsten (3), Lindert (2), Marek (1), Wohlfromm, Heinrichs (4), Schmelzer (6)

11. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – Güsener HC
35:26 (17:14)

„Geschlossene Mannschaftsleistung sichert TuS 1860 zwei enorm wichtige Punkte im Abstiegskampf!“

Die Vorweihnachtszeit hat begonnen, doch in der Verbandsliga Nord werden derzeit keine Geschenke verteilt – wir nehmen sie uns einfach!
Die letzten Wochen waren geprägt durch Spiele gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf. In diesen Partien wurde endlich wieder ein Aufwärtstrend festgestellt. Nach sechs Niederlagen in Folge begann mit dem Sieg gegen Klein Oschersleben eine kleine Serie, welche sich auch gegen Güsen fortsetzte. Aus drei Spielen haben wir 5:1 Punkte sammeln können. Derzeit liest sich die Tabelle wieder etwas entspannter, wenn man lediglich die Platzierungen betrachtet. Wirft man allerdings einen Blick auf die Punkteverteilung, sieht ein jeder, wie eng es wirklich ist. Die Bedeutung des 35-26 Heimsieg über den Güsener HC ist somit kaum von der Hand zu weisen, wobei die Deutlichkeit uns zusätzlich ein nettes Torepolster verschafft!

Bereits die erste Viertelstunde war geprägt durch eine hohe Konzentration und Aggressivität auf unserer Seite. Nach 15 Minuten erspielten wir uns beim Stand von 10:6 eine Führung von vier Toren. Das zehnte Tor der Partie erzielte Stefan Meyer, unser Abwehrexperte, welcher es im gesamten Spielverlauf insgesamt stolze sechs Tore brachte. Das haben selbst die ältesten aus der Mannschaft lange nicht mehr von „Hef“ gesehen.
Die darauffolgenden zehn Minuten waren eher durch Verwaltung als euphorischer Führungsarbeit geprägt. Der Vorsprung konnte jedoch noch gehalten werden. Noch, denn in den letzten fünf Minuten der ersten Halbzeit kämpften sich die Güsener Handballer beherzt zurück in die Partie und verkürzten zunächst auf 14:13. Mit mehr Glück als Verstand konnten wir uns bis zur Halbzeit aber wieder auf 17:14 absetzen.

Mit Halbzeitführungen kennen wir uns aus, weswegen uns bewusst war, dass die zweite Halbzeit mit derselben Konzentration angegangen werden muss, die uns in den ersten 15 Spielminuten auszeichnete.

Gesagt…nicht getan!
Der Start in die zweite Halbzeit ähnelte dem Ende der ersten Spielhälfte. Bis zum 21:18 in der 38. Spielminute ließen wir es gemächlich angehen. Danach jedoch wachten wir aus dem Dornröschenschlaf aus, der Pausentee entfaltete seine Wirkung und wir begannen wieder Handball zu spielen. Binnen fünf Minuten konnte die Führung beim 26:20 auf sechs Tore ausgebaut werden. Begünstigt durch mitunter glückliche Pfiffe (so viel Zugeständnis muss man den Gästen machen), bauten wir die Führung weiter aus und konnten bis zum Ende der Partie auf 35:26 enteilen.

Eine insgesamt überzeugende Leistung, die Mut macht für das letzte Spiel des Kalenderjahrs 2018 am kommenden Wochenende gegen den SV Wacker Westeregeln. Eine weitere entscheidende Partie gegen den Abstieg, da auch Westeregeln im Abstiegssumpf unterwegs ist. Es wäre Zeit für den ersten Auswärtssieg der Saison!!

In diesem Sinne:

1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß (Tor), Lewin (9), Ebel (2), Käselitz (7), Meyer (6), Kirsten (6), Lindert, Marek (1), Michael, Rossbach, Schmelzer (4)