Spielbericht: HVSA-Pokal – 1. Runde

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – Möckeraner TV 2
27:25 (11:13)

Der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze. Diese Phrase klingt abgedroschen und in den meisten Fällen wirkt sie, neben der einmaligen Zahlung von 3€ ins Phrasenschwein, als erhobener Zeigefinger und als Warnung, vor dem Gegner nicht den Respekt zu verlieren.
Diese dem Pokal typische, eigene Gesetzgebung ließ am gestrigen Sonntag den TuS 1860 Magdeburg-Neustadt fast stolpern – an einem Kreisligisten!

Der Verbandsligist aus der Landeshauptstadt reiste, in Abwesenheit von sechs Stammkräften, als klarer Favorit ins Jerichower Land, um gegen die zweite Vertretung des Möckeraner TV die erste Runde des HVSA-Pokals zu bestreiten.
Der Kreisligist, welcher sich als Finalist des Nordpokals für den Landespokal qualifizierte, zeigte von der ersten Minute an, dass sie nicht gewillt waren das Spiel von vornherein als verloren herzugeben. Die Magdeburger mussten um jeden Zentimeter und jedes Tor kämpfen, sodass man sich während der ersten Halbzeit nie mit mehr als zwei Toren absetzen konnte (2:2, 5:5, 7:5, 10:8). Im Gegenteil – kurz vor der Halbzeit konnten die Männer des Möckeraner TV ihrerseits eine Führung erzielen und gingen beim Stand von 13:11 in die Pause.

Die Krausholz-Sieben aus Magdeburg tat sich während der ersten 30 Minuten sichtlich schwer mit der Spielweise der Möckeraner. So wollte man im zweiten Spielabschnitt die eigene Fehlerquote minimieren, die Torquote erhöhen und das Tempo steigern.
Mit Beginn der zweiten Halbzeit konnte zwar die Führung der Gastgeber egalisiert werden, jedoch blieb die Fehlerquote unverändert hoch, sodass sich die Neustädter nicht absetzen konnten. Das Spiel wurde in der Folge durch Aggressivität bestimmt. Die Magdeburger versuchten mit dem gewohnt starken Kombinationsspiel zu punkten, was die Möckeraner durch körperliche Präsenz zu unterbinden wussten.
So lief es auf eine spannende Schlussphase hinaus, welche die Neustädter am Ende mit 27:25 siegreich für sich entscheiden konnten.

Der Favorit hat sich nach schwerer Arbeit gegen den unterklassigen Vertreter durchgesetzt, jedoch viel Luft nach oben gelassen. Der Kreisligist aus Möckern hat sich teuer verkauft und kann auf seine Leistung mehr als stolz sein.

TuS:
Donhof, Naumann (Tor), Krause (1), Rinka (6), Schmelzer (2), Käselitz (5), Heinrichs (1), Magalowski (1), Ebel (2), Marek (1), Weder (6), Richter (2)