SALF – MSV 90 war einfach besser

MSV 90 Magdeburg gg. TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 29:25 (14:10)

Im Stadtderby der Sachsen-Anhalt-Liga trafen die Damen des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt in der Sporthalle in der Bodestraße auf den MSV 90 Magdeburg. Der TuS, der in der Vorwoche beim Sieg gegen den MSV Buna Schkopau einen spitzen Tag erwischte, wollte mit dem gleichen Schwung auch in das lokal Derby gehen und dort Punkte mit den in den Norden der Stadt nehmen.

Das erste Tor der Partie auch fiel zu Gunsten der Neustädterinnen, doch der Ausgleich ließ nicht lang auf sich warten. TuS legte den besseren Start hin und führte auswärts 1:3. In der Folge schlichten sich kleine Unkonzentriertheiten in das Spiel der Gäste ein, welche der MSV geschickt auszunutzen wusste. Über die Stationen 3:3, 6:4 baute die Görlich-Sieben den Vorsprung kontinuierlich bis auf 10:5 aus. Was die Damen von TuS auch versuchten, es sprang in dieser Phase des Spiels nur wenig Zählbares für sie heraus.

Neben der unermüdlichen Jenny Arens war es vor allem Nachwuchsspielerin Charlene Lemme, welche den Kopf nicht in den Sand steckten und sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr die TuS-Fahne hochhielten. Mit 14:10 ging es in die Pause.

Erinnert an die eigenen Stärken, kamen die Neustädterinnen wie ausgewechselt aus der Kabine. Schnell verkürzten sie den Abstand auf 15:13. Doch da wo viel gearbeitet wird, da passieren auch Fehler und da wo Fehler gemacht werden, gibt es jemanden der diese ausnutzt. Dieser jemand war am an dem Tage der MSV 90. Der Abstand vergrößerte sich in Halbzeit 2 bis auf 8 Tore (28:20).

Angefeuert von den eigenen Fans und der Mannschaft auf der Auswechselbank gaben die Spielerinnen von TuS auf dem Spielfeld nicht auf und setzten noch einmal zum Endspurt an. So konnte das Endergebnis auf ein optisch schöneres 29:25 korrigiert werden, die Punkte musste man aber leider in der Sporthalle in der Bodestraße lassen.

TuS: Breitkopf, Kuhnert – Schulz, Tührmann, L. Haegebarth, Heine, Kirsten, Arens, Kietz, Schlecht, Wesslowski, K. Müller, Lemme

Stimmen zum Spiel:

Pußel: „Wie schon in den Spielen zuvor belohnen wir uns nicht für unsere tolle Abwehrarbeit. Wir müssen deutlich abgeklärter beim Spiel nach vorn werden. Wenn uns das gelingt, gehen wir in solchen Spielen auch nicht als Verlierer vom Feld.“

Richter: „Glückwunsch an den MSV. Sie haben heute nicht den schöneren Handball gespielt, aber den deutlich clevereren.“