SALF – Frauen zu harmlos im Angriff

Am vergangenen Samstagnachmittag erwartete die Damenmannschaft von TuS 1860 mit dem HC Salzland einen der Topgegner in der Sachsen-Anhalt-Liga. Die Voraussetzungen vor der Saison können nicht Unterschiedlicher sein, als bei den beiden Mannschaften. Der TuS als Aufsteiger aus der Bezirksliga Nord/West und die Wild Chicks als Zwangsabsteiger aus Liga 3. Dennoch sind die Ziele recht ähnlich: den Platz in der Liga finden und sich in der oberen Tabellenhälfte etablieren. Schaut man auf den Saisonverlauf, so eilten die Damen aus Magdeburg von Punktgewinn zu Punktgewinn und sind nun etwas ins Stocken geraten, bei den Aschersleberinnen ist es umgekehrt. Das Publikum konnte sich also auf einen spannenden Vergleich freuen.

TuS legte in heimischen Gefilden auch gleich gut los und erwischte den besseren Start. Nach dem 1:0 baute man den Vorsprung auf 3:1 aus. Doch dann kamen die Wild Chicks besser ins Spiel. Vor allem das Spiel über den Kreis funktionierte in der ersten Hälfte gut und so konnten die Gäste in der 9. Minute mit 4:5 in Führung gehen.

Von diesem Führungswechsel erholten sich die Neustädterinnen nur schwer, so dass man 7 Gegentore in Folge einstecken musste, ehe wieder ein eigener Treffer bejubelt werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt stand es 5:9. Über die Stationen 7:11 (19. Minute) und 10:14 (25. Minute) ging es mit 11:15 in die Pause.

Den Start in Halbzeit 2 verliefen die Magdeburgerinnen dann komplett. Ohne den letzten Willen in der Deckung und dem nötigen Zug zum Tor überlies der TuS den Gästen das Feld, welche über schnelle Angriffe auf 12:18 davon zogen. Doch die Neustädterinnen besannen sich in der Deckung und erkämpften in der Abwehr Ball um Ball. Leider belohnten sich die Gastgeberinnen für ihren Einsatz nicht gebührend. Viel zu wenige Bälle wurden zielgerichtet Richtung Tor des HC Salzland befördert. Einfachste Fehler und viele Ungenauigkeiten luden den HC immer wieder zu Gegenstoßtoren ein. Bis auf 18:28 bauten die Gäste ihren Vorsprung aus. Zum Schluss konnte der TuS noch etwas Ergebniskosmetik zum 22:29 betreiben, was aber auch daran lag, das der HC einen Gang heraus nahm.

 

TuS: Schulz, Seifried – Thürmann, L. Haegebarth, Heine, Kirsten, Damboldt, J. Haegebarth, Arens, Kietz, Schlecht, Wesslowski, K. Müller, J. Müller