Revanche geglückt

19. Spieltag | Nordliga Frauen | TuS 1860 Magdeburg III – HSG Osterburg 27:19 (12:7)

Im ersten Spiel nach der „Party von Holland“ hieß es für alle „Rückkehr zum Alltag“. Zu Gast waren die Damen der HSG Osterburg, welche diese Saison bereits zweimal der Gegner der jungen Neustädterinnen waren. Gewann man noch in einem wahren Pokalfight mit 24:23, musste man sich im Hinspiel 24:19 geschlagen geben. Demnach war man natürlich gewillt, zu zeigen, dass man mehr kann, als Party machen. Aber genau mit diesem Ansatz ging man scheinbar ins Spiel. Man nahm den Spaß vom Osterturnier mit und zeigte vor allem eine starke geschlossene Mannschaftsleistung gegen einen Gegner, der mit gewohnt wenig spielerischen Mitteln agierte.
In der Anfangsphase war es vor allem Charlene Lemme, die immer wieder durch Einzelaktionen zum Erfolg kam. Bis zum 5:4 (14.) gestaltete sich ein offenes Spiel. Doch mit zunehmender Spielzeit kam endlich einmal das Alter und die Schnelligkeit der Gastgeberinnen zum Tragen. Langsam aber sicher setzte man sich ab. 5 Minuten vor dem Ende konnte man bereits einen 6-Tore Vorsprung (11:5) herausspielen. Immer wieder gelang es im 2.Abschnitt der 1.Hälfte, technische Fehler zu provozieren und diese erfolgreich unterzubringen. Auch die Kaltschnäuzigkeit kehrte wieder ein Stückweit zurück, sodass man im 1. Durchgang eine gute Abschlussquote vorweisen konnte. Mit 12:7 wurden die Seiten gewechselt.
In der Pause ging es darum, nochmal den Fokus zu richten, dass trotz einem ordentlichen Polster das Spiel noch nicht gewonnen war. Als hätte man es geahnt, verkürzten die Osterburgerinnen in wenigen Minuten auf 13:10. Doch dieses mal zog sich die Mannschaft selbst aus dem Sumpf. Auch eine Umstellung in der Deckung zeigte ihre Früchte. Technische Fehler konnten nun zielgerichtet in Tore umgewandelt werden. Beim 17:11, 16 Minuten vor Schluss, und wenig später das 20:12, war die Entscheidung dann auch gefallen. Osterburg wusste nichts mehr entgegenzusetzen und die „WildTuSsiCats“ spielten die Zeit runter.
Ärgerlich nur, dass auch die Einstellung runtergeschraubt wurde. Zwar zwang man den Gegner weiter zu überhasteten Abschlüssen und provzierte technische Fehler am Laufband, doch ließ man nun die Entschlossenheit vor dem Tor vermissen. Freie Bälle wurden schlichtweg nicht untergebracht und neben das Tor gesetzt.
Am Ende gewann man zwar verdient mit 27:19 und konnte so die Niederlage aus dem Hinspiel egalisieren. Doch man muss auch klar sagen, dass mit einer besseren Quote, nicht nur die 30-Tore Marke locker hätte erreicht werden können, auch die 40-Tore wären nicht unrealistisch gewesen. Sage und schreibe 70 Torwürfe haben die Magdeburgerinnen auf das Gehäuse der Gäste abgegeben. Doch mit einer Quote von unter 40% kann man froh sein, dass die Altmärkerinnen fast ausschließlich über die Gewaltwürfe von Müller (6) und Scholz (5) zum Erfolg kamen und spielerisch wenig Alternativen hatten.
Erfreulich aus eigener Sicht ist, dass sich alle Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten. Ein gute Mannschaftsleistung wurde gekrönt vom Torerfolg eines jeden. Auch Torfrau Lea Schirmer, per Nachwurf vom Siebenmeter erfolgreich, konnte sich über das 1. Saisontor freuen. Leider reichte es am Ende für Sandy Friebel – Torfrau der 1. Halbzeit – nicht zu einem weiteren Siebenmeter, sodass sie die einzige ist, die ohne Tor auskommen musste. Aber noch ist die Saison nicht zu Ende.
Am kommenden Samstag kommt es zum Duell zweier Teams, die mit wenigen Ausnahmen, noch in der A-Jugend an den Start gehen könnten. Im Duell der Ligakücken, empfängt der SV Irxleben, aktuell Tabellendritter, die „WildTuSsiCats“, welche sich im Hinspiel zu deutlich mit 27:21 geschlagen geben mussten. Die Vorzeichen scheinen klar definiert. Irxleben will zurück an die Tabellenspitze, die Landeshauptstädterinnen wollen sich besser verkaufen als im Hinspiel, um so vielleicht auch für eine Überraschung und auch Schützenhilfe für die eigene 2. Mannschaft im Kampf um den Titel zu sorgen. Anwurf in der Wildparkhalle in Irxleben ist um 18:45 Uhr.

TuS: Schirmer, Friebel – Leichtenberger, Modler, Weiland, Müller J., Lemme, Müller K., Meiner, Witte, Berger, Schlossarek, Wernecke

Unbenannt