Pokalaus mit erhobenem Haupt

Halbfinale | Nordlpokal | TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – TSV Niederndodeleben II 16:31 (9:18)

Sonntag, 10:00 Uhr. angenehme 10 Grad, mitten im Winter. Was gibt es da besseres als das zum Pokalhalbfinale zwischen der 3. Vertretung des TuS 1860 Magdeburg und der 2. Vertretung des TSV Niederndodelebens, ihreszeichen Tabellenführer der Bezirksliga und angehender Sachsen-Anhalt-Ligist, anzutreten. Ja, wahrlich bessere Dinge. Aber so sollte es nunmal sein. Während die Vorbereitung auf dieses Spiel eher schleppend verlief, inkl. der deutlichen Niederlage gegen die eigene 2. Mannschaft in der Vorwoche, standen die Vorzeichen zum Spiel auch nicht viel besser. Auf gleich 5 Spielerinnen musste man aus unterschiedlichen Gründen verzichten. Der Gegner konnte dagegen aus dem Vollem Schöpfen und hatte gar die Qual der Wahl und musste sich aus 15 Spielerinnen entscheiden.
Doch nun zum Spiel. Vor dem Spiel sprach alles für eine Partie David gegen Goliath. Die Kräfteverhältnisse waren mehr als klar verteilt. Doch was die jungen Damen aus Magdeburg dann zeigten, überraschte nicht nur die Zuschauer, sondern auch den eigenen Trainer. Mit einem couragierten Auftritt in der Deckung und die wenigen Chancen im Angriff nutzend, gelang es, die Partie bis zur Auszeit der Gäste (15.) mit 5:6 offen zu gestalten. Wie heißt es immer: „Der Pokal kennt keine Liga“ oder „Im Pokal ist alles möglich“. Alles Quatsch. Der Grund, warum man lange mithalten konnte, war, dass man sich auf die einfachen Dinge konzentrierte. Sichere Deckung, auch mal den Körperkontakt suchen und vorn konzentriert abschließen. Zu allem überfluß zeigten die Gastgeber, warum wir alle das machen was wir machen. Man hatte einfach Spaß. Man sah das Spiel nicht so verbissen, gewiß der Tatsache, dass Niederndodeleben kein Gegner ist, an dem man sich messen lassen muss. Und genau das, der Spaß, war es, was die letzten Wochen und vor allem in den entscheidenen Spielen vermisst wurde. Nach der Auszeit der Gäste fanden diese auch besser ins Spiel und nutzen selbst konsequenter die Chancen. Auch vermehrte sich auf eigener Seite die technischen Fehler, sodass man sich selbst an weiteren Wurfmöglichkeiten hinderte. Doch man merkte keine Aufgabe. Im gesamten Spiel musste man lediglich 2 Gegenstoßtore hinnehmen. Immerwieder half man sich gegenseitig. Vertändelte man vorn den Ball, startete ein anderer zum Rückzug um den drohenden Konter zu unterbinden. Mit 9:18 wurde zur Pause gebeten. Das Ziel, sich nicht „abschießen“ zu lassen, wurde erreicht. In der Pause gab es viel lobende Worte, aber auch der Apell an alle, nicht nachzulassen.
Die 2. Hälfte plätscherte ohne nennenswerte Aktionen vor sich hin. Niederndodeleben ließ keinen Zweifel aufkommen, wer der Finalgegner des Barleber HC (25:29 Auswärtssieg in Irxleben) sein wird. Dennoch kämpfte man bis zum Schluss und zerfiel nicht in seine Bestandteile. Am Ende setzten sich die TSV-Spielerinnen mit 31:16 durch und ziehen in das Finale ein.
Es bleibt festzuhalten, dass sich die „WildTuSsiCats“ gut verkauft haben. Auf Grund zu vieler technische Fehler, konnte man leider nicht mehr für das Ergebnis machen. Man bot dem scheinbar übermächtigen Gegner lange Paroli, musste sich dann den individuellen Fähigkeiten der Gäste geschlagen geben.
Nun gilt es, diesen Schwung und vor allem den wiedergewonnen Spass am Spiel mitzunehmen. Bereits am Samstagnachmittag heißt es wieder Ligaalltag. Gegner ist die Eiche aus Biederitz. Anwurf in der Ehlesporthalle ist 15:00 Uhr.

Vielen Dank an die zahlreichen Zuschauer, auch von den Gästen, und der Unterstützung ihrer Teams. Besonderen Dank an unsere Eltern, die alle Anwesenden zu früher Stunde mit Kaffee und Kuchen versorgt haben.

TuS: Friebel, Schirmer – Weiland, Müller J., Lemme, Müller K., Stadler, Meiner, Berger, Schlossarek F., Wernecke

Unbenannt