18. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

 

SV Eintracht Gommern – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt
31:23 (15:11)

„Quo Vadis TuS? “

Es ist Samstag, 15:15 Uhr irgendwann Anfang März. In manchen Haushalten wird gerade die Fußball Bundesliga angeschaltet, in anderen der Kaffeetisch gedeckt und an einer Magdeburger Tankstelle findet man 12 Männer, die sich herzlich begrüßen, für ein paar Minuten gemeinsam lachen und anschließend mit ihren Autos losfahren, um ein Auswärtsspiel zu gewinnen. In diesen Momenten spüren wir keinen Druck und denken nur an unseren Willen zu siegen. Angekommen in Gommern genießen wir die Stimmung in der Halle. Das aufgeheizte Spiel der zweiten Auswahl ist der ideale Energizer für unsere Erwärmung. Anschließend gibt es noch eine feurige Ansprache des Trainerteams, wir pushen uns gegenseitig und gehen bereit auf das Parkett. Wir haben Bock!

Dann wird das Handballspiel angepfiffen und auf einmal scheint jegliche Leichtigkeit verschwunden. Es gibt diesen Stein der einem vom Herzen fallen kann. Doch bis das passiert, wiegt er massiv in unseren Körpern und Geistern. Anders ist es nicht zu erklären, warum wir neun Minuten lang kein Tor werfen oder jeder Einzelne sich mehrere technische Fehler erlaubt, sodass wir in keiner Phase des Spiels an dem erhofften Auswärtssieg schnuppern konnten. Wir werden hier heute keinen detaillierten Spielbericht schreiben. Wir haben verloren. Wir haben schlecht gespielt. SV Eintracht Gommern war die bessere Mannschaft. Mehr gibt es nicht zu erwähnen.

Quo Vadis TuS? 1:13 aus den letzten sieben Spielen, Punktgleich mit dem Tabellenletzten, sieglos in 2019, mehrwöchiger Ausfall unseres Kreisläufers Clemens Schmelzer (gebrochener Finger) Es scheint aktuell nicht viel für uns zu sprechen und doch wird uns das nicht aufhalten. Vielleicht brauchen wir nur diesen einen magischen Moment oder fünf entscheidende Minuten in einem Handballspiel, die das Match in unsere Richtung drehen. Eins ist gewiss: Wenn unsere TUS-Lokomotive einmal ins Rollen kommt, hält diese bis Saisonende keiner mehr auf!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Feller,Strauß (Tor), Lewin (5), Linde, Rossbach (1), Wohlfromm (2) Meyer (1), Marek (1), Lindert (2), Heinrichs (3), Käselitz (6), Schmelzer (2)

17. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – Glinder HV Eintracht
24:33 (14:22)

„Desolate erste Halbzeit lässt jegliche Hoffnung gegen den Ligaprimus im Keim ersticken“

Ein typischer Spieltag kurz vor der Abfahrt zum Spiel: Die Tasche wird gepackt. Basics wie Finalgon, Schmerztabletten, Traubenzucker, Kniebandage, Duschgel und Kontaktlinsen sind bereits drin. Die Handballschuhe stehen neben der Tasche und warten nur auf ihren Einsatz. Dazu gesellen sich Handtuch, Wechselwäsche, Sportunterwäsche und alles, was man noch so braucht. So langsam steigt der Puls. Im Hintergrund läuft Musik, natürlich irgendetwas aggressives. Dann geht es auch schon los und ehe man es sich versieht steht man bereits in der Halle. Das Outfit suggeriert der Kassiererin, dass es sich hier um einen Spieler handelt. Man schlendert gen Kabine, legt die Tasche ab, begrüßt die Mitspieler und schaut sich noch fünf Minuten der Damenmannschaft an, welche vor dem eigenen Spiel auf dem Parkett stehen. Anschließend geht es zurück in die Kabine, wo der Schalter endgültig umgelegt wird und man die Spielkleidung anlegt.

Jeder Handballer hat dabei seine eigenen Rituale, Eigenheiten und Dinge, die an einem Spieltag nicht fehlen dürfen. Alles verbunden mit dem Ziel, in den 60 Spielminuten das Maximum aus sich heraus zu holen, um zu gewinnen. Wir als Spieler des TuS 1860 stellen dabei keine Ausnahme dar. Doch das mit dem Gewinnen lässt derzeit auf sich warten.

Das Ziel dem Tabellenführer aus Glinde Paroli zu bieten oder womöglich sogar einen Heimsieg anzupeilen wurde leider verfehlt. Insgesamt zogen wir bei der 24:33 Niederlage deutlich den Kürzeren.

Wer jetzt denken könnte, dass sich das folgend Niedergeschriebene so oder so ähnlich doch bereits zugetragen haben könnte, befindet sich nicht im falschen Film. Denn auch im Spiel gegen den Glinder HV begann es (und jetzt setzt der Trommelwirbel ein) wieder einmal ausgeglichen. Nach elf Minuten hielten wir ein 8:8 Unentschieden und waren zumindest im Angriff voll auf der Höhe des Geschehens. Dass ein Spiel jedoch in der Defensive entschieden wird, war die bittere Erkenntnis der darauffolgenden 19 Minuten bis zur Halbzeitpause. In den übrigen zwei Dritteln der ersten Halbzeit verzweifelten wir ein ums andere Mal am Torhüter der Glinder und/oder dessen Vordermännern. Im Gegenzug luden wir den Gegner ein, weiter fleißig Tore zu werfen und öffneten unsere Abwehrlöcher so weit wir nur konnten. Nach der ersten Hälfte lagen wir beim 14:22 bereits deutlich zurück.

Mit gesenkten Köpfen, nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern vielmehr aufgrund der dargebotenen
Selbstzerfleischung, ging es in die Kabine. Für die zweite Halbzeit galt es, eine andere Mentalität an den Tag zu legen.

Bis zur 41. Spielminute konnte dieses Ziel auch umgesetzt werden. Trotzig und fast schon tollkühn wirkend konnte der Rückstand verkleinert werden. Natürlich muss dabei der psychologische Faktor erwähnt werden, dass die Gäste aufgrund der hohen Führung den ein oder anderen Gang heruntergeschaltet haben. Ein weiterer psychologischer Faktor muss aber ebenfalls Berücksichtigung finden. Der der nun beginnenden Nervosität im Zeichen eines kippenden Spiels. Dass das Spiel im Anschluss aber nicht mehr kippte, war zum einen unserer Chancenverwertung und zum anderen dem weiterhin sehr gut aufgelegten Gästekeeper geschuldet. Bis zur 50. Minute schlichen sich die Glinder wieder auf 23:30 davon und machten den vielbesagten Sack damit zu und fuhren einen am Ende hoch verdienten 24:33 Auswärtserfolg ein.

Wir jedoch finden uns ganz unten in der Tabelle wieder, nur noch einen Rang vom drohenden Abstieg entfernt. Hinter uns stehen lediglich die bereits vor der Saison abgestiegenen, da zurückgezogenen Calbenser und der HV Lok Stendal. Wir wollen den Keller so schnell wie möglich verlassen, konzentriert am Klassenerhalt kämpfen und uns gegen die Eintracht aus Gommern am kommenden Wochenende besser aufstellen!

Verzichten müssen wir dabei allerdings auf den Sportsfreund Ebel, welcher sich gegen den Glinder HV verletzte und aufgrund eines Teilrisses der Achillessehne mehrere Wochen pasusieren muss. Gute Besserung Büchse!!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (10), Meyer, Marek, Wohlfromm, Käselitz (6), Rossbach (1), Heinrichs (4), Ebel (1), Linde (1), Schmelzer (1)

16. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

Post SV Magdeburg – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt
32:29 (17:16)

„Die goldenen Früchte scheinen unerreichbar“

Heureka, was waren wir frisch! Heureka, was waren wir motiviert! Heureka, was waren wir heiß, im Derby am Favoritenbaum zu schütteln, um den Post SV herunterzuwerfen! Heureka, wir haben’s (mal wieder) vermasselt!

Nach 60 Minuten war all die Motivation, all der Ehrgeiz und all die Hoffnung einer unendlich wirkenden Leere gewichen. Am Ende der Leere wartete auf uns die Ernüchterung aufgrund der erneuten Niederlage. Die Ernüchterung hatte einen guten Freund an ihrer Seite. Der Freund hieß Erkenntnis und sagte uns leise flüsternd in unsere Ohren folgenden schmerzhaften Satz: „Es reicht nicht, die goldenen Früchte hängen für euch zu hoch!“
Mit diesem Satz ging ein Zucken durch unsere Körper einher. Dieses Zucken drängte den Blick vom Boden an die Anzeigetafel. Zu sehen war eine 32 für den Post SV und eine 29 für den TuS 1860. Der Schmerz wurde dadurch nicht gelindert, er potenzierte sich und entlud sich in grummligem Frust. Lachend hat keiner von uns das Spielfeld verlassen.

Dabei begann auch dieses Spiel verheißungsvoll und ausgeglichen. Der aufmerksame Verfolger unserer Saison wird aber schnell feststellen, dass unsere Spiele recht häufig ausgeglichen und verheißungsvoll beginnen, jedoch nur selten zu Punktgewinnen führen. Und so starteten wir auch gegen den Post SV mit einer schnellen Führung, bei der wir in der fünften Spielminute mit 4:2 in Front lagen. Daraufhin entschieden sich auch die Gastgeber am Spielgeschehen aktiv teilnehmen zu wollen und konnten sich ihrerseits beim 6:8 in der 13. Spielminute eine Zwei-Tore-Führung erarbeiten. In den weiteren 17 Minuten bis zum Halbzeitpfiff wog das Spiel hin und her. Keine der beiden Mannschaften konnte sich entscheidend absetzen, was folgerichtig zu einem knappen Halbzeitergebnis führte. Mit einem hauchdünnen 16:17 konnte Post die Oberhand für sich behaupten.

Dieser Trend fand mit Beginn der zweiten Spielhälfte seine Fortsetzung. Fünf Minuten nach Wiederbeginn war beim 18:18 kein kommender Sieger zu erkennen. Danach begann jedoch das Pendel zu unseren Gunsten auszuschlagen. So nutzten wir eine leichte Schwächephase der Hausherren zur 21:19 Führung. Alles schien sich optimal zu entwickeln. Die Heimsieben des Post SV hatte allerdings entschieden etwas dagegen, dass sich diese Entwicklung fortsetzt. Post drehte wieder auf, glich aus und ging seinerseits bis zur 50. Minute erneut mit zwei Toren in Front. Doch statt nun wieder auszugleichen, unterliefen uns genickbrechende Fehler. Fehlwürfe aus der zweiten Reihe durch Erik Lewin oder liegen gelassene „Hunderprozentige“ von Clemens Schmelzer waren der Nährboden für die Heimmannschaft, um die Führung zu erhöhen. Über die Stationen 25:28 und 27:30 führte es zur letztendlichen 29:32 Auswärtsniederlage.

Am kommenden Wochenende stellt sich der Ligaprimus aus Glinde in der Humboldthalle vor. Auch dieses Spiel beginnt ausgeglichen beim Stand von 0:0. In der derzeitigen Situation scheinen aber die Chancen auf einen Sieg gen 0 zu tendieren. Doch solange auch nur die minimalste Möglichkeit besteht, werden wir weiter alles dafür geben, um erfolgreich zu sein!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (12), Meyer, Lindert (5), Marek (1), Wohlfromm (1), Käselitz (1), Rossbach, Heinrichs (5), Strätz, Schmelzer (3), Rinka (1 -> der „Rückkehrer“ hat ohne eine Spielminute das Kunststück vollbracht, sich in die Torschützenliste einzutragen. DAS kann nur ein Markus Rinka!)

15. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – HSV Haldensleben

25:32 (14:16)

„TuS 1860 bleibt 2019 weiterhin sieglos“

TuS 1860 gegen den HSV Haldensleben, das heißt Tabellenachter gegen Tabellenzweiter. Die Ausgangslage war also klar – die Favoritenrolle lag bei den Haldenslebern. Dieser wurden die Gäste aus der Ohrestadt letztlich auch gerecht und konnten einen am Ende ungefährdeten 32:25 Auswärtserfolg einfahren. Für uns bleiben die Füße damit ganz klar auf dem Boden der Tatsachen und im Abstiegskampf!

Dabei begann jedoch auch dieses Spiel wieder ausgeglichen, nach 10 Minuten führten wir mit 5:4 und konnten den Gegner ein ums andere Mal zu überhasteten Abschlüssen zwingen. Im Anschluss jedoch verloren wir den Bezug zum Spiel und unsere Linie. Kaum 7 Minuten später lagen die Gäste des HSV beim Stand von 6:10 erstmals deutlich vorn. Diesem Rückstand sollten wir das komplette Spiel hinterherlaufen und erreichten bis zur Halbzeit lediglich ein Verkürzen des Rückstands auf 14:16.

Während des Genusses des Pausentees wurde analysiert, dass der Druck aus dem Rückraum erhöht werden muss und in der Defensive die Abwehrarbeit auch jenseits des Mittelblocks stattzufinden hat.

Doch wie so oft blieb es bei der Erkenntnis über die eigenen Defizite. Ein Lerneffekt aus ebendieser war im Verlauf der zweiten 30 Spielminuten selten zu erkennen. Haldensleben nutzte dies schamlos aus und spielte konzentriert auf Sieg. Bereits in der 37. Minute führte der Tabellenzweite mit nunmehr fünf Toren und führte die Abwehr der Heimsieben ein uns andere Mal vor. In der 45. Minute drohte beim Stand von 17:23 eine deutliche Schlappe auf uns zuzukommen. Diese konnte, begünstigt dadurch, dass der HSV sich eine kleine kreative Schaffenspause gönnte, zeitlich verschoben werden. In den folgenden drei Minuten konnten wir auf 21:24 verkürzten. Es roch ganz kurz danach, als würde der HSV uns wieder mitspielen lassen. Für einen kleinen Moment keimte nochmals Hoffnung bei den anwesenden Heimfans auf, welche jedoch schnell im Keim erstickt wurde. Zwischen der 48. und 56. Spielminute drehten besonders Alexander Distelberg und Hannes Kruse zu Gunsten des HSV Haldensleben nochmals vollends auf und führten uns beim Stand von 24:29 an unsere Grenzen. Die anschließenden Minuten nutzten die Gäste dann, um ihr Torepolster noch etwas aufzufrischen, sodass am Ende eine deutliche 25:32 Heimschlappe verbucht werden musste.

Mit lediglich einem überdurchschnittlich agierenden Feldspieler (Anm. d. Redaktion: Stefan Heinrichs erzielte 7 Tore) kann man den Tabellenzweiten nicht in Verlegenheit bringen. Am kommenden Wochenende folgt nun das Derby gegen den Post SV Magdeburg. Auch hier sind wir weit davon entfernt, die Favoritenrolle einzunehmen. Allerdings gelten in Derbys andere Regeln. Wenn unbedingter Wille auf Leidenschaft und Torhunger treffen, ist eine überdurchschnittliche Leistung von mehr als einem aus unseren Reihen möglich. An diesem Ziel arbeiten wir und sind am kommenden Samstag bereit für Post!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (5), Meyer, Lindert (4), Marek, Wohlfromm (2), Käselitz (1), Rossbach, Ebel (4), Heinrichs (7), Schmelzer (2)