Ohne Abwehr keine Punkte

6. Spieltag | 2. Nordliga Männer | Möckeraner TV 1921 – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt II 33:22 (16:11)

Nach 3-wöchiger Spielpause, mussten die Dietze-Schützlinge zum schweren Auswärtsspiel beim Möckeraner TV antreten. Allen war klar, dass es nur etwas Zählbares mitzunehmen gilt, insofern alle an einem Strang ziehen und von Beginn an Präsens zeigen. Doch genau da fing das Unheil an und nahm seinen Lauf. Konnte man bis zum 2:2 noch mithalten, setzten sich die Gastgeber mit einem 5:0-Lauf ab. Die entsprechende Auszeit, um den Spielfluss zu stoppen und die Mannen nochmal neu einzustellen, ließ nicht lange auf sich warten. Nach 16 Minuten standen tatsächlich erst 2 Tore auf der Gästeseite. Dies war allerdings nicht einem überragenden Torhüter oder einer bärenstarken Abwehr geschuldet. Lediglich 4 Würfe gingen bis zu diesem Zeitpunkt auf des Gegners Gehäuse. Die eigenen Angriffe verpufften in schlechten Zuspielen und passivem Spiel. Zu fahrlässig ging man mit den wenigen Chancen um. Auch vom Siebenmeterpunkt gab es nichts zu holen. Lediglich 1 von 6 Versuchen konnte man im gesamten Spiel erfolgreich unterbringen. Und wenn man im Angriff schon nichts reißt, dann muss man die Kohlen eben in der Abwehr aus dem Feuer holen. Doch scheinbar waren die gegnerischen Kohlen zu heiß. Quasi ohne Gegenwehr konnten die Rückraumleute in der ersten Halbzeit einnetzen. Keiner der Abwehrspieler kam in einen Zweikampf. Der Körperkontakt wurde nicht gesucht. Und wenn man es dann doch schaffte, die Hand an den Gegenspieler zu kriegen, vergaß man die Abstimmung in der Deckung, sodass der Kreisspieler die Geschenke dankbar annahm.
Welch ein Wunder, stand es zur Pause allerdings nur 16:11. Schon fast etwas ungläubig schaute man auf die Anzeigetafel. Gefühlt lag man mit 15-20 Toren hinten. Somit war die Devise in der Pause klar. Endlich Zugriff in der Deckung erlangen und im Angriff die Möglichkeiten konsequent ausspielen, sowie auf Konter lauern.
Der Plan ging die ersten Minuten gingen dank einer 2-Mann-Manndeckung auch gut auf. Viele unvorbereitete Würfe kamen nun auf das Gäste-Tor, welche entschärft werden und zum Gegenstoß verwandelt werden konnten. Durch unnötige Zeitstrafen brachte man sich dann selbst wieder auf das Abstellgleis. Wieder war es so, dass man einfach nicht in den Zweikampf kam und sich die wurfstarken Spieler außerhalb der Nahwurfzone ungehindert in Szene setzen. Bis Mitte der 2.Hälfte konnte man die Erhöhung des Rückstandes vermeiden, was die Gäste nunmehr zu einer Auszeit zwang. Die letzten 15 Minuten sind schnell erzählt. Die Landeshauptstädter zeigten nunmehr kaum noch Gegenwehr, die Gastgeber des MTV sahen sich als sicheren Sieger, sodass es beiderseits in der Abwehr etwas ruhiger zuging. Jedoch haderten die TuS-Mannen erneut mit der Chancenverwertung, sodass der Rückstand in den letzten Minuten anwuchs und am Ende eine 33:22 Niederlage zu Buche steht.
Über das gesamte Spiel betrachtet, ist die Höhe der Niederlage fast noch schmeichelhaft. In der ersten Hälfte fehlte es sowohl im Angriff, aber vor allem in der Deckung an der nötigen Gegenwehr. Trainer Tim Dietze fasste nach Spielende betreffend zusammen: „Die Abwehr war scheiße, vorn haben wir zu viel liegengelassen“. Er verwies aber direkt auf den nächsten Gegner: „Die Punkte hier wären OnTop gewesen. In 2 Wochen kommt Wolmirstedt zu uns, und da kommt es dann drauf an. Die Punkte gehören uns. Abhaken und weitermachen.“

Da die direkten Kandidaten am Wochenende punkteten, hat man nun die theoretische „Rote Laterne“ inne. Theoretisch daher, da der Regelabsteiger durch den Rückzug der SoMi-Mannen bereits fest steht.

MTV: Zarter – Rechenberger (1), Kremser (2), Binias (9), Peine, Holm (6), Pooch, Specht (1), Weigel (4), Schwaderer (1), Ehret (3), Fechner (5), Söder (2)

TuS: Schulze, Lindau, Schönegge – Weiß (0/0), Thiem, Hoppe (1), Patzschke (1), René Baake (5), Robin Baake (4), Lück, (3), Knoche, Gärtner (1), Teichert (6/0), Schaarschmidt (1/0)

7m:
MTV: 2/5
TuS: 1/6

Zeitstrafen
MTV: 5
TuS: 4