Mit viel Kampf zum 3. Sieg in Folge

4. Spieltag | Nordliga Frauen | TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – BSV 93 Magdeburg III 21:18 (10:7)

Am Sonntag kam es in der SH Nachtweide erstmalig in der Nordliga der Frauen zu einem Aufeinandertreffen zweier Drittmannschaften und zu allem Überfluß auch noch zu einem Stadtderby. Während die Gäste aus Neu-Olvenstedt vom BSV 93 personell arg dezimiert antraten, konnten die Neustädterinnen von TuS 1860 aus dem Vollem Schöpfen. Lediglich Schleef und Berger fehlten verletzungsbedingt. Einer vollen Bank und dem personellem Engpass des Gegners gewiss, versuchte man taktisch gesehen, 2 Teams auf die Platte zu schicken. Während die ersten Sieben die einstudierten Kombinationen spielen sollten, war es den 2. Sieben vorbehalten, Würfe aus dem Rückraum und Anspiele über die Kreispositionen erfolgreich unterzubringen. Eins sei vorweg gesagt. Vom Papier her sah es viel einfacher aus, als die TuS-Youngsters es letzlich umsetzten.

Team 1 begann das Spiel. Es dauerte wieder lange, ehe die Neustädterinnen in einen Spielfluss kamen. Viele ausgelassenen Torchancen und unnötige Ballverluste hielten den BSV auf Schlagdistanz. Der BSV selbst wusste seine Chancen zu nutzen. So war man beim ersten Blockwechsel mit 1 Tor im Rückstand (4:5 – 15.). Für den 2. Abschnitt der 1. Hälfte hieß es nun, Feuer frei aus allen Rohren. Dies konnte gut umgesetzt werden, doch leider waren die Würfe zu unplatziert, teils überhastet abgeschlossen und wenig von Erfolg gekrönt. Die Deckung stand nun etwas sicherer. Lediglich 2 Tore musste man in den 15 Minuten bis zur Pause hinnehmen. Hier zeichnete sich bereits ab, dass über die Außenpositionen des BSV zwar viel Gefahr entstand, doch der Weg ins Tor zu selten gefunden wird. Allein 4 Lattentreffer verbuchte der RA (J. Kaiser) in dieser Zeit. Mit 10:7 ging es dann in die Pause.
In der Pause wurde nochmal an alle apelliert, dass dieses Spiel kein Selbstläufer ist. Für den Erfolg muss weiter gearbeitet werden. An der Taktik, nach der Hälfte der Halbzeit komplett zu wechseln, wollte man allerdings festhalten.
So startete Team 2 als erstes und konnte sich auch bis auf 15:10 (39.) absetzen. Doch ein völlig unnötiger Bruch im Spiel der TuS-Damen und eine immer besser aufgelegte Außenspielerin Kaiser auf Seiten des BSV, brachten die Gäste beim 16:15 (52.) wieder auf Tuchfühlung. In dieser Phase fand man schlichtweg keine Mittel gegen eine starke linke Seite der Neu-Olvenstädterinnen. Kaiser und Wuhlers erzielten zwischen der 40. und 55. Minute allein 8 Tore. Eine hektische Schlussphase mit Zeitstrafen auf beiden Seiten und vielen Unterbrechungen machten das Spiel weiter spannend. 5 Minuten vor Schluss erzielte der BSV erneut den 19:18 Anschlusstreffer. Doch die letzten 5 Minuten gehörten den Gastgeberinnen. Die Zeit wurde clever runtergespielt, die Lücken zum sicheren Torabschluss gesucht und am Ende konnte ein hart umkämpfter 21:18 Sieg eingefahren werden. Der 3. Sieg in Serie, womit die TuS-Youngsters nun schon 1 Punkt mehr haben, als in der gesamten letzten Saison.
Ein Lob geht an die gesamte Mannschaft, bei der sich fast jeder in die Torschützenliste eintragen konnte, die sich von der Vorgabe, 2 Teams auf die Platte zu schicken, wenig hat verunsichern lassen hat und am Ende durch eine geschlossene Mannschaftsleistung sich den Siegerkuchen vom Geburtstagskind Alexandra Wernecke hat schmecken lassen.

Am kommenden Samstag kommt es zum schweren Auswärtsspiel in Osterburg. Nicht nur das es nach Osterburg geht, nein auch die Tatsache, dass es bei diesem Spiel um den Einzug in das Halbfinale des Nordcup geht, gibt der Fahrt natürlich zusätzlichen Gesprächsstoff. Schaffen es die jungen Damen aus der Landeshauptstadt, ihre Chancen zu verwerten, sollte die Aufgabe von Erfolg gekrönt sein. Dennoch ist man gewarnt. In der Vergangenheit zeigte es sich immer wieder, dass Spiele im Norden des Landes stets mit sehr viel Kampf und einer nötigen Portion Glück verbunden sind.

TuS: Friebel, Schirmer – Leichtenberger, Happe, Weiland, Schlossarek W., Müller J., Lemme, Müller K., Stadler, Meiner, Witte, Wernecke, Schlossarek F.