JupiterCup 2016

Die Ostertage verbrachten die 3. Frauen in Franeker (Holland) beim 25. JupiterCup. Ursprünglich war die Teilnahme am Turnier in Kooperation mit den Irxleber-Damen geplant, doch machten diese 2 Wochen vor Abfahrt einen Rückzieher. Aber egal. Eine von 50 auf 25 Personen geschrumpfte Delegation machte sich Karfreitag um 10:00 Uhr auf den Weg in das 500km entfernte Franeker. Die Stimmung in allen 3 Bussen, welche von der FR Autovermietung in der Mittagsstraße Magdeburg zur Verfügung gestellt wurden, war prächtig. Man machte sich in freudiger Erwartung auf dem Weg zu neuen Ufern – im wahrsten Sinne des Wortes. So liegt Franeker wenige Autominuten von der Nordsee entfernt. Nach 120 km kam es dann wie es kommen musste. Der erste Stau erwischte uns. Aber dies tat der Stimmung keinen Abbruch und für die Fahrer war es ein guter Zeitpunkt kurz durchzuatmen. Doch so schnell wie der Stau kam, war dieser auch wieder verschwunden. Lediglich 15 Minuten büßte man ein. Am Rasthof Allertal dann die erste große Pause, bei der das „Buffet“ eines amerikanischen Schnellrestaurant geplündert wurde. 370 km standen noch auf dem Navi. Ohne weitere Staus ging es weiter Richtung Ziel. Die Fahrt wurde nun allerdings immer häufiger durch notwendige „Erleichterungen“ unterbrochen. Die Dringlichkeit wurde bereits in Steigerungsgraden unterschieden. „Ich muss jetzt Pippi wie ein Pony, Pferd und Elefant.“ Allein daran merkte man, dass trotz langer Fahrt die Stimmung weiter ausgelassen war. Ausgelassen werden musste aber ein letzter Stopp – zum Unmut fast aller Mitfahrerinnen – wenige Minuten vor dem Ziel. Unbeschreibliche Szenen in Bussen, da die Fahrer einfach nicht anhalten wollten. Und dann, noch 1 Kreisverkehr, dann rechts abbiegen und da stand sie. Die Sporthalle des Sportkomplex „De Trije“.

Kaum auf dem Parkplatz angekommen, wurde die Halle auf der Suche nach einem „stillen Örtchen“ gestürmt.Warum schreib ich das? Ganz einfach. Wir kamen ca. 17:30 in Franeker an. Ca. 18:30 Uhr kam ein großer Reisebus mit deutschem Kennzeichen an. Alle waren natürlich auf die Mitbürger gespannt. Die Türen öffneten sich und… Ja dann, passierte erstmal nichts. Kein Stürmen der Halle oder ähnliches. Unsere „Freunde“ aus der Heimat – wie sich später herausstellte die Damen und männliche B-Jugend des SF Schwaikheim (Raum Stuttgart) und unsere Schlafnachbarn in der Halle – ließen auf sich warten. Und dann, plötzlich ein Lebenszeichen. Beine auf der Bustreppe. Doch es stieg keiner aus. Die Spannung stieg und dann, kamen die ersten beiden Jungs raus. Mit tosendem Beifall wurden diese beklatscht. Nach und nach leerte sich deren Bus und unsere Flaschen. Nachdem wir dann offiziell angemeldet waren, erhielten wir Eintrittskarten für die Willkommen- und Abschlussparty am Freitag bzw. Sonntag. Übernachtet wurde in einer Sporthalle, die direkten Zugang zu der größeren mit 3 Handballfeldern bestückten Haupthalle hatte. Wir sahen bereits einige Personen, die ihre Matratzen und Schlafsäcke ausgebreitet haben. Geschätzte 200 Personen schliefen in einer Halle, die die Größe eines Handballfeldes zzgl. einer ausreichenden Auslaufzone hatte. Platz war somit für alle gegeben. Als nächstes hieß es nunmehr fertigmachen für die Willkommenparty in der Bar, welche innerhalb des Sportkomplexes integriert war. Man feierte ausgelassen und schloß erste Freundschaften.

Samstagmorgen, 7:00 Uhr, Weckapell. Was sich drastisch anhört, war es auch. Eine düstere Halle, welche nur durch die Notausgangbeleuchtung erhellt wurde, erstrahlte von 0 auf 100 in voller Pracht und für einige/alle deutlich zu hell. Nebst der Helligkeit gab es einen „angenehmen“ Ton, welchen viele als das Läuten zum Pausenende und -beginn aus der Schule kennen. Und zu allem Überdruss natürlich nicht nur 1x, sondern solange, bis auch die letzte Tote wieder zum Leben erwachte. Nun hatten alle etwa 90 Minuten Zeit, zu frühstücken und den Schlafplatz zu räumen, da um 09:00 Uhr die ersten Spiele in der Übernachtungshalle anstanden. Selbst startete man erst gegen Mittag in das Turnier.
Zu den Spielberichten geht es am Ende.
Nachdem das letzte Spiel in der Übernachtungshalle gespielt war, hieß es, Schlafplatz wieder beziehen. Da man aber etwas zu langsam war, musste man von seinem Hallendrittel ein kleines Stück für ca. 10 Personen abgeben. Tja, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Weiterhin war die Stimmung trotz der anstrengenden Spiele ausgelassen. Und so machte man den Abend zum Tag. Erst gab es ein ausreichendes Abendbrot in Form von Nudeln mit Tomatensoße, sowie Würstchen und Frikadellen. Vielen Dank hier an die Familie von Hendrik, welche in der Nähe wohnt und die Zutaten frisch und warm servierte. Nachdem man wohlgenährt und frischgeduscht war, ging es in der Halle über zum lustigen Beisammensitzen und Völkerverständigung. Man näherte sich den Freunden aus Stuttgart an und kam in das ein oder andere Gespräch. Auch das ein oder andere Spielchen wurde abgehalten. Auch Flunkyball muss gelernt sein =D Irgendwann zwischen 02:00 und 06:00 am Sonntagmorgen endete dann auch der zweite Tag in Franeker.

Und täglich grüßt das Murmeltier. Sonntagmorgen 07:00 Uhr – Weckappell. In der Hoffnung, den längeren Atem beim Nichtaufstehen zu haben, musste man nun nebst Schulklingeln auch sowas wie bayrische Jodelgeräusche ertragen. Alle nahmen dies aber mit Humor und standen demnach mehr oder weniger freiwillig auf. Und auch diesmal musste bis 08:45 Uhr die Halle geräumt werden. Mit einem Hauch Routine geschah dies sehr schnell. Dieses Mal ging es auch etwas eher los mit dem ersten Spiel. Die A-Jugend hatte noch 3 Spiele zu bestreiten und die beiden Frauenteams je 2 Spiele. Zu den Spielberichten geht es am Ende.

Um 17:00 Uhr fand das Finale der Damen statt. Leider verpasste unsere beiden Teams das Finale deutlich, aber egal. Darum ging es nicht. Angeführt von den „Sternse Slotlanders“ eine Drumline betraten die Damen das Feld. Die Drumline spielte nun noch ein Solo von ca. 10 Minuten. Mit großem Applaus wurden diese dann verabschiedet. Nun starteten die letzten 25 Minuten für die Damen. Man sah ein gutes Frauenspiel auf technisch hohem Niveau. Am Ende setzten Sich die Damen vom SVZC (NL) gegen die Damen von Westlandia (NL) mit 14-7 durch.
Es dauert nicht lang und schon kamen erneut die „Sternse Slotlanders“ und begleiteten die beiden Männerteams zum Finale. Und hier sah man alles was das Herz begehrt. Schöne Spielzüge, schnelles Umschaltspiel, gar Trickwürfe und Kempa-Tricks waren zu sehen. Denkbar knapp setzten sich die Männer von VZV mit 8:7 gegen die Aristos-Männer durch.
Bei der anschließenden Siegerehrung kannte die Freude bei den Teams natürlich keine Grenzen. Vorab wurde die Verantwortlichen des Turniers, allen voran Nellie und Johann Deelstra, für ihre Verdienste ausgezeichnet.
Sonntagabend, Abschlussdisco. Und was sah man als erstes? Eine pinke Blaskapelle. Ja genau. Männer gekleidet in pinken Shirts mit Trompeten und Posaunen. Was wie ein jugendlicher Albtraum klingt, gestaltete sich als Werbung für eine als Altersheimmusik verpönte Stilrichtung. Nebst Nirvana und Scooter, konnte man auch Evergreens von Liquido oder auch aktuelle Popsongs in der Trompetenversion hören. Und alle bestätigen „richtig geile Bläser“ (O-Ton). Nach ca. 2 Stunden brauchten die Jungs aber eine Pause und die eigentliche Disco startete. Ausgelassen wurde der letzte Abend sowohl in der Disco, als auch in der Schlafhalle, gefeiert. Und auch am letzten Abend machte man nochmal was für die Völkerverständigung. Es Bedarf nicht vieler Worte, wenn man ein Tor, einen Ball und ein Radarmessgerät hat. So dauerte es nicht lang, dass man nicht nur die eigenen Damen den Ball auf das Tor hämmern sah, sondern auch die Schwaikheimer Jungs, sowie viele holländische Teilnehmer kamen auf das Feld und versuchten den Highscore aufzustellen, bzw. zu knacken. Jeder Wurf wurde frenetisch bejubelt oder höhnisch beklatscht. Am Ende zeigte das Radargerät 108 km/h bei gleich 2 Jungs an. Die Stimmung war großartig. Während die Fahrer irgendwann zwischen Mitternacht und vor dem Wecker klingeln ins Bett gingen, genossen die Spielerinnen die letzten Stunden.

Und dann. Montagmorgen. Es blieb wie es war. Licht an, Schulglocke, bayrisches Gejodle. Zu allem Überfluss, erklang nunmehr gar die „deutsche“ Nationalhymne aus den Hallenlautsprechern. Der Unwissenheit sei es geschuldet, dass die Security der Holländer die 1. Strophe (Deutschland, Deutschland über alles) spielten. Aber genau das kehrte die morgendliche Miesepeterstimmung um. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es ca. 09:00 Uhr wieder gen Heimat. Mit nur wenigen Pausen und deutlich ruhigeren Passagen – auch die jungen Hühner zeigten nun Aderlass nach „3 Tage wach“, war man um 16:00 Uhr wieder im schönen Magdeburg angekommen. Den Abend ließ bei einem gemeinsamen Abendessen im Restaurant Delphi ausklingen, welches uns ein fabelhaftes und üppiges Buffet zur Verfügung stellte. Auch zeigte sich das Restaurant im Vorfeld großzügig und übernahm einen Großteil der Kosten, der eigens für das Turnier durch flyeragent.de entworfenen, Trikots. Auch hier vielen Dank an Andon Plakalli und sein Team vom Restaurant Delphi, sowie an das Team vom flyeragent.de – die Trikots sind der Hammer.
Ein besonderer Dank geht an Sabine Schlossarek, die nebst eine großen finanziellen Unterstützung, vor allem für das leibliche Wohl beim Turnier gesorgt hat, aber auch als Trainerin des Spaßteams das Letzte aus den Damen herausgeholt hat.
Danke auch an Michael Witte, der sich ebenso finanziell an den Kosten für die Trikots beteiligt hat, aber auch für das Festhalten der Ereignisse in Farbe verantwortlich zeigte.
Auch das „Reiseland“ soll nicht unerwähnt bleiben, welche sich finanziell an den Trikots beteiligten, sowie Andy Zimpel, der die Teilnehmer mit großen Getränkespenden versorgt hat.

Nun zu guter Letzt, ein paar Zeilen zum Sportlichen.
Wir traten mit einem Team in der weiblichen A Jugend und mit gleich 2 Teams bei den Frauen an. Das 2.Frauenteam war auf Grund der Absage der Irxleber Damen aus der Not heraus geboren und diente eigentlich nur dem Zweck, dass der vom Veranstalter erstellte Spielplan nicht „umgebaut“ werden musste.
Bereits im ersten Spiel mussten wir feststellen, dass die Regeln doch abweichender sind, als wir gedachte haben. Bei Anwurf reicht es, wenn man sich im Anwurfkreis befindet. Auch muss man bei einem Gegentor und dem nun folgenden Anwurf nicht zwingend in der eigenen Hälfte stehen. Auch die Auslegung von technischen Fehlern (Fuß, Ausführung Einwurf, betreten vom 6m-Kreis etc.) waren für uns schon eine große Umstellung. Auch die Spielzeit war für uns anfangs sehr unverständlich. Ausgeschriebene 25 Minuten starten direkt im Anschluss des vorherigen Spiel. Aber so wie es nun mal ist, hatten wir nie eine Spielzeit von 25 Minuten, meist waren bereits 1:30 Minuten vergangen, ehe der Anpfiff erfolgte.
Die A-Jugend traf in Hin- und Rückspiel am Samstag und Sonntag auf 3 holländische Teams. Das erste Spiel verloren wir mit 14:7. Bis ca. 7 Minuten vor Schluss, hielten wir hier gegen den späteren Turniersieger von JHC gut mit und lagen bis zum 6:6 stets in Führung. Doch gefrustet durch die anderen Handballregeln, fing man an, sich gegenseitig anzuzicken. Ja, man haderte dich deutlich mit den Entscheidungen der Schiedsrichter, da man dies schlichtweg nicht gewohnt war. Aber was soll’s, das war Spiel 1 von 6. Weiter geht’s. Im zweiten Spiel trafen wir auf Aristos. Die Leistung war weiterhin gut, das Angezicke konnte man einstellen, doch leider gab es wieder – aus deutscher Sicht – nicht nachvollziehbare Pfiffe und man musste sich denkbar knapp mit 8:7 geschlagen geben. Im letzten Spiel am Samstag erwischte man einen guten Start gegen Velo und setzte sich am Ende verdient mit 12:10 durch. Da war er endlich, der erste Sieg. In der Zwischentabelle stand man nunmehr auf Platz 3.

Am Sonntag ging es dann mit den Rückspielen weiter. Gleich zu Beginn traf man auf JHC und verlor mit 18:8. Da JHC alle Spiele am Samstag deutlich gewonnen hatte, schenkte man dem Spiel weniger Achtung bei. Dennoch war es ärgerlich, dass man bis zum 12:1 im Angriff keinerlei Akzente setzen konnte und auch in der Deckung eine gegnerische Trefferquote von 100% hinnehmen musste. Der erste Fehlwurf der JHC-Spielerinnen wurde gar frenetisch bejubelt. Die letzten 10 Minuten drosselte der Turniersieger sein Tempo und versuchte nunmehr über Kombinationen zum Erfolg zu kommen. Hier konnten wir dann wieder gut mithalten und schafften es auch im Angriff erfolgreich zu sein. Den letzten Abschnitt konnten wir gar mit 7:6 gewinnen. Nun kam es wieder zum Duell mit Aristos. Klar war, dass man sich für die knappe Niederlage im „Hinspiel“ revanchieren wollte. Es gestaltete sich ein äußerst spannendes Spiel. Keine Mannschaft schaffte es, sich abzusetzen, geschweige denn, erfolgreich zu sein. Das Spiel bestimmten die Abwehrreihen und Torfrauen. Am Ende hieß es 4:4 Remis und man wusste, dass man Platz 2 nicht mehr aus eigener Kraft schaffen konnte. Im letzten Spiel gegen Velo war das Minimalziel, den aktuellen 3. Platz zu verteidigen. Dazu benötige man aber min ein Remis. Man spielte aber auf Sieg. Wie auch schon am Vortag war es ein offenes Spiel zweier Mannschaften, welches durch viele Nickligkeiten unterbrochen wurde. Am Ende musste man den 9. Gegentreffer zum 9:9 mit dem Schlusspfiff hinnehmen. Somit stand allerdings fest, dass man nicht mehr vom 3. Platz verdrängt werden konnte und freute sich, mit einem Pokal – also etwas greifbarem – nach Hause fahren zu können.

Unsere beiden Frauenteams belegte am Ende Platz 13 und 14, was bedeutet, dass beide die besten Vierten aller Gruppen waren. Das sogenannte Spaßteam, bestehend aus Betreuern und Zuschauern der Mannschaft und entstand aus der Not heraus, um den Wegfall der Irxleber Mannschaft zu kompensieren, bzw. den Veranstalter nicht vor organisatorische Misslichkeiten zu stellen. Das erste Spiel verloren die „WildTuSsiCats“ sehr deutlich mit 2:17 gegen den späteren 3. des Turnier – JHC, doch der Jubel über jedes einzelne erzielte Tor glich einer Entscheidung zugunsten der Meisterschaft. Im Spiel 2 war es dann schon nicht mehr ganz so deutlich und man musste sich lediglich 5:10 die Damen von Aristos geschlagen geben. Auch im letzten Vorrundenspiel gegen die Hausdamen vom HV Jupiter 1 steckte man eine 4:8 Niederlage ein, doch konnte man erhobenen Hauptes vom Feld gehen, schließlich konnte man sich gut und gerne als „Anti-Handball“ bezeichnen. Allein die Tatsache, dass wahrscheinlich 1 „richtiger“ Spieler gefehlt hat, um bereits in der Vorrunde Punkte einfahren zu können, zeigt doch, dass man selbst gar nicht so schlecht war, wie das 1. Spiel erahnen ließ.

Das reguläre Frauenteam musste sich in ihrem ersten Spiel mit 7:12 geschlagen geben. Auch hier schaffte man es lange mitzuhalten, doch der Kräfteverschleiß auf Grund mangelnder Alternativen sowie der Doppelbelastung in den Spielen der A-Jugend war noch nicht zu kompensieren. Gegen Nijenrodes, den späteren Turnier-4. unterlag man mit 12:7. Im 2. Spiel gegen die Damen des FHC verlor man 10:8, dies aber nicht begründet durch eine schlechte Leistung, sondern vielmehr durch die unterschiedlichen Regeln. Kleinigkeiten machten am Ende die Niederlage aus, welche doch vermeidbar gewesen wäre. Sei es drum, Spiel 3 ließ nicht lange auf sich warten. Während auf Feld 2 die WildTuSsiCats gegen die 1. Mannschaft des Gastgebers spielten, spielten die Frauen parallel gegen die 2. Mannschaft vom HV Jupiter. Und hier hatten die Schiedsrichter – was fast schon selbstverständlich schien – etwas dagegen, dass die Gastgeber als Verlierer vom Platz gingen. Klar akzeptierte man mittlerweile, dass die Regelauslegung in einem fremden Land anders ist, als zu Hause. Doch Stoßen und Reißen gehört unserer Meinung nach eher in den Kampfsport, als auf das Handballfeld. Der Frust saß demnach sehr tief, als man sich mit 7:8 nach 25 Minuten geschlagen geben musste und wie auch das Spaßteam nur Platz 4 in der Gruppenphase erreichen konnte.

Am Sonntag ging es dann in die Platzierungsspiele. Beide Teams hatten die Chance, im letzten Spiel des Turniers, aufeinander zu treffen. Die Rechnung war denkbar einfach. Beide verlieren bzw. gewinnen ihr nächstes Spiel. Da aber keiner zurückstecken wollte und unbedingt gewinnen wollte, mussten die Frauen gegen Cometas II vorlegen. Scheinbar beflügelt und gut erholt – es gab Samstagabend schließlich keine Party, schoss man sich den Frust von der Seele und siegte mit 10:4. Somit stand man als erste Mannschaft im Spiel um Platz 13 fest. Im Spiel der WildTuSsiCats traf man auf den französischen Vertreter von US Melun Dammarie. Leider mussten die Franzosen vor der Anreise eine Absage einer Spielerin hinnehmen, sodass die Mannschaft mit nur 6 Spielerinnen anreiste. Entsprechend fair nahm auch Sabine Schlossarek, als Trainerin des Spaßteams, eine Spielerin vom Feld. Die Mannschaft zeigte phasenweise gar richtig ansehnlichen Handball und schaffte es, sich selbst mit einem 9:6 Sieg gegen die Französinnen für ihre Leistung zu belohnen. Damit war der Wunsch nach dem eigenen „Traumendspiel“ perfekt. Die Partie lautete offiziell WildTuSsiCats vs. TuS 1860 Magdeburg. Im Vorfeld hat man sich bereits abgesprochen, kein reguläres Spiel zu absolvieren, sondern einfach ein bisschen Gaudi zu machen und die Zuschauer zu unterhalten. Der Einlauf der Gladiatorinnen erfolgte via Raupe. Ein Bild für die Götter. Den Beginn der Spielzeit nutze man, um ein paar Bilder für die Ewigkeit zu schießen. Die Schiedsrichter waren zwar gerieft, dennoch haben sie es nicht wahrgenommen, dass 18 (!!!) Spielerinnen auf dem Feld standen und zudem alle (inkl. TW) in dem gleichen Trikot spielten. Das Spiel entwickelte sich durch Spielzüge wie „Kreis“, „Obstsalat“ oder „Deckung“ zu einer wahren Slapsticknummer, welche den immer mehr überwechselnden Zuschauern Tränen in die Augen zauberte.
Da es aber um ein reguläres Platzierungsspiel ging, erzwang man die Entscheidung im Siebenmeterwerfen. Hier konnten sich die „WildTuSsiCats“ mit 3:2 durchsetzen und stehen somit offiziell mit einem Endstand von 21:20 als 13. des Damenturniers fest. Am Ende feierte man sich selbst mit einem ganz großen „Auswärtssieg“-Kreis.
Am Abend gab es dann noch die Siegerehrung, bei der die Damen zwar leer ausgingen, aber immerhin die A-Jugend den Pokal für den dritten Platz mit nach Hause nehmen konnten. Schlussendlich war man aber vor allem „Sieger der Herzen“.
Eine große Ehre wurde allen Teilnehmern weit nach Turnierende zuteil. Mit dem obigen Bild, zierte man das Titelbild der Tageszeitung „Franeker Actueel“, und war damit Bildüberschrift zum Bericht der 25. Ausgabe des Jupiter-Cup.

Wir möchten uns nun nochmal bei den Veranstaltern bedanken, welche ein tolles Turnier auf die Beine gestellt haben. Sprachbarrieren waren vorhanden, aber es gab immer einen der einen irgendwie verstanden hat. Unvergessliche 4 Tage waren so schnell vorbei. Und noch schneller ereilt die Damen des TuS 1860 Magdeburg Neustadt der Alltag.

Mit dabei waren: Alexandra Wernecke (Chayenne), Charlene Lemme, Frauke Schlossarek, Gina Lindau (GinTheMachine), Hendrik de Boer, Janina Müller, Jenny Leichtenberger, Jule Moll (Juliane Christina Jessica Magic Moll), Juliane Schröder (Doreen), Kristina Müller, Lea Schirmer, Lisa Meiner, Luisa Witte, Luise Friedrichs, Marco Lindau, Michael Witte, Michelle Birkholz, Michelle Weiland, Paula Mattulat, Ronja Schlossarek, Sabine Schlossarek, Sandra Berger, Sandy Friebel, Sophie Brinkmann, Tim Teifel