Frauen erarbeiten sich 2 Punkte in Aschersleben

HC Salzland 06 II gegen TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 27:35 (12:18)

Einen wahrlichen Arbeitssieg fuhren die Frauen von TuS, beim bereits aus dem HVSA-Pokal bekannten Gegner dem HC Salzland II, ein. Ohne die weiterhin verletzten D‘Agostino und L. Haegebarth, dafür aber mit den in der A-Jugend spielenden Müller-Zwillingen, reisten die Magdeburgerinnen nach Aschersleben in die Sporthalle „Am Ascaneum“.

TuS legte einen Start nach Maß hin. Mit einer agilen Abwehr konnten die heimischen Wild Chicks immer wieder gut unter Druck gesetzt und so zu technischen Fehlern gezwungen werden. Die daraus resultierenden Ballgewinne wurden mit Überblick in der ersten und zweiten Welle abgeschlossen. Wenn es auch etwas Treffsicherheit fehlte, konnte sich TuS schnell über die Stationen 1:4, 2:9 bis hin zum 4:15 nach 20 Minuten absetzen.

Doch mit den ersten Wechseln geriet das Spiel der Magdeburgerinnen merklich ins Stocken. In der Abwehr fehlte die Leidenschaft und die Bereitschaft zusammen den Gegner im Zaum zu halten. Aus einem stabilen Abwehrverband wurden 6 Einzelkämpfer. Im Angriff verstrickte man sich in direkten Zweikämpfen, ohne die meist besser postierte Nebenfrau mit einzubeziehen. Darüber hinaus war man das ein oder andere Mal unglücklich über die Schiedsrichterentscheidung im Angriff und so vergaß man den eigenen Rückzug, was die jungen Mädels des HC zu nutzen wussten.

Auch eine Auszeit, in der besonders auf den Teamgedanken hingewiesen wurde, brachte nicht die erhoffte Besserung ins Spiel und so ging es mit 12:18 in die Pause. In die zweite Halbzeit startete TuS wieder deutlich konzentrierter und konnte sich bis zur 42. Minute auf 15:25 absetzen. Den Rest des Spiels verwalteten die Damen aus der Landeshauptstadt ihren Vorsprung und so plätscherte die Partie vor sich hin und endete schließlich 27:35.

Das Trainergespann Pußel/ Richter war mit dem eigenen Spiel nicht zufrieden, fehlte doch in der Defensive der letzte Wille und wurde im Positionsangriff viel zu kompliziert agiert. Nach etwas Abstand fasste Richter das Spiel folgendermaßen zusammen: „Nicht schön, aber auch solche 2 Punkte muss man sich erst einmal erarbeiten.“

Am kommenden Freitag erwarten die Handballerinnen von TuS 1860 im Viertelfinale des HVSA-Pokal den MSV 90 um 19 Uhr in der Humboldt-Halle in der Nachtweide. Um gegen die Mannschaft aus der Sachsen-Anhalt-Liga bestehen zu können, brauch TuS eine deutliche Leistungssteigerung.

TuS 1860 Magdeburg: Schulz, Schirmer (Tor) – Thürmann (1 Tor), Heine (4), Kirsten (11/7), Böhme(4), J. Haegebarth (2), Arens (6), Petzke (7), Haberland, Schlecht, J. Müller, K. Müller