Eine Niederlage zum Abschluss

22. Spieltag | Nordliga Frauen | SG Fortschritt Burg – TuS 1860 Magdeburg III 22:18 (12:8)

Am letzten Spieltag ging es für die 3. Damenmannschaft des TuS 1860 Magdeburg noch einmal auf Reisen. Zu Gast war man in der Sporthalle am Schützenplatz in Burg. Das Hinspiel gewann man nach starker Mannschaftsleistung mit 28:25. Doch Burg war ein unbequemer Gegner, der die gesamte Saison mit personellen Engpässen zu kämpfen hatte, sich aber nie aufgab. Am vorletzten Spielwochenende mussten die Fortschrittdamen allerdings gleich 2 Spiele absagen. Und auch das letzte Saisonspiel stand lange auf der Kippe. Doch die Burgerinnen, unterstützt durch die B-Jugend, wollten sich nochmal vom heimischen Publikum verabschieden. So auch die Gäste aus der Landeshauptstadt. Allen Beteiligten war klar, dass dies, nach der Entscheidung der Abteilungsleitung einige Tage zuvor, das letzte Spiel der „WildTuSsiCats“ werden sollte. Mit Anstand wollte man sich von den ca. 30 mitgereisten Fans verabschieden. Auch die Fans wussten vom allerletzten Spiel und sorgten mit einem selbst erstelltem Banner während der Aufwärmphase beider Teams für die ersten Gänsehautmomente.
Doch nun zum Spiel. Mit Anstand und bis zum Schluß kämpfen. So sollten die Fans der Landeshauptstädterinnen sie in Erinnerung behalten. Nach einem verhaltenen Spielbeginn, kam Mitte der ersten Hälfte Bewegung rein. Beim 5:4 gingen die Gastgeberinnen erstmals in Führung und – es sei vornweg genommen – ließen sich diese bis zum Ende nicht mehr nehmen. In dieser Phase haderte man auf Seiten der Gäste mit den Entscheidungen der Schiedsrichter, fand selbst aber wenig Mittel, im Angriff zum Erfolg zu kommen. So schön es doch war, dass man im letzten Spiel endlich den eigenen Kreisläufer entdeckte, um so schwieriger war es für Michelle Weiland die Bälle zu verwerten. Die Burgerinnen kämpften mit harten Bandagen und einer standfesten 6:0-Deckung, sodass man nur noch wenig Zählbares im ersten Abschnitt verbuchen konnte. Mit 12:8 ging es dann in die Pause.
In der Pause wurde nochmal versucht, den Fokus zu schärfen, um am Ende doch noch siegreich sein zu können.
Die ersten beiden Tore gehörte auch den 1860erinnen. Doch danach war irgendwie der Wurm drin. Nichts ging mehr im Angriff. Zahllos viele technische Fehler, aber auch Abspiele direkt in des Gegners Hände. Allen voran Franziska Ullmann, welche am heutigen Tage „nur“ 10 Tore erzielte, konnte die Burgerinnen hier durch Kontertore am Fließband beruhigend in Front werfen. Mit 6 Toren in Folge und einem 18:10 als Zwischenstand schienen die Messen gelesen. Doch die letzten 15 Minuten gehörten den Gästen. Endlich sah man auch mal ein Aufbäumen. Tor um Tor kämpfte man sich ran. Bei 20:17 war man plötzlich wieder in Schlagdistanz. Doch leider war nicht mehr viel Spielzeit übrig, sodass am Ende eine 22:18 Niederlage zu Buche stand.
Am Ende entschied diese Niederlage nur noch über Platz 6 oder 7 in der Liga. Durch den gleichzeitigen Sieg der Gommeranerinnen, muss man sich mit dem 7.Rang in der Endabrechnung zufrieden geben. Man kann durchaus zufrieden sein. Nach 22 Spielen hat man eine ausgeglichene Bilanz von 11 Siegen und 11 Niederlagen. In Erinnerung bleiben die unnötigen Niederlagen gegen Osterburg (19:24) und Oebisfelde (21:22), aber auch die schlechten Leistungen gegen die eigene Zweite (16:30 und 17:31) sowie das Rückspiel in Irxleben (13:28). Für Überraschungen sorgten man in der Hinrunde allerdings auch, als man gegen Biederitz (21:14), selbst ersatzgeschwächt in Solpke/Mieste (25:23) und zum Hinrundenabschluß gegen Burg (28:25) erfolgreich vom Feld gehen konnte.

Persönlich bleibt in Erinnerung, dass man in den letzten 2 Jahren aus einer B-Jugend Mannschaft, ein Damenteam geformt hat, welches, wenn sie sich auf ihre mannschaftliche Geschlossenheit besinnt, jedem Gegner das Leben schwer machen kann. Betrachtet man die Leistung einer jeden Spielerin, so bleibt festzuhalten, dass sich alle zum Positiven entwickelt und jede Einzelne zum Endresultat etwas beigetragen haben.
Sicherlich verfügt hat man über 3-4 Spielerinnen, die ein Spiel alleine entscheiden können, doch waren es vor allem in den knappen Spielen, die Spielerinnen, auf denen nicht unbedingt der Fokus lag, die das Heft des Handelns in die Hand genommen haben und die Mannschaft mitgezogen haben. Am Ende war man wirklich nur so stark, wie das schwächste Glied in der Kette. Funktionierte auch nur 1 Teil der Mannschaft nicht, musste man sich meist geschlagen geben.

Im Namen der Mannschaft möchten wir uns bei den vielen Zuschauern bedanken, die uns über die letzten Monate hinweg unterstützt haben. Wir hoffen, wir sehen euch auch in der Saison 16/17 wieder in heimischen Gefilden, bzw. bei unseren Partien in der Ferne. Die „WildTuSsiCats“ wird es so zwar nicht mehr geben, dennoch wird die ein oder andere wilde Katze in der 1. bzw. 2. Mannschaft der runden Klisterkugel hinterherjagen.

In der Saison 2015/2016 waren für die „WildTuSsiCats“ aktiv:
Lea Schirmer, Sandy Friebel – Jenny Leichtenberger, Janine Modler, Jennifer Happe, Michelle Weiland, Wiebke Schlossarek, Janina Müller, Charlene Lemme, Kristina Müller, Mareike Stadler, Lisa Meiner, Luisa Witte, Sandra Berger, Frauke Schlossarek, Rebekka Schleef, Alexandra Wernecke
Trainerteam: Marco Lindau, Gina Lindau

Unbenannt