Ein verrücktes Spiel mit glücklichem Ende

SV Eiche 05 Biederitz – Tus 1860 Magdeburg Neustadt 24:24

Am vergangen Sonntag traf man sich zum nächsten Spitzenspiel in Biederitz. Die SVE-Damen auf Platz 2 und die Tus-Damen auf Platz 3. Es hätte demnach ein durchweg spannendes Spiel auf Augenhöhe werden können, hätten die Neustädterinnen nicht einen grandiosen Fehlstart hingelegt. So stand es nach 15 min 8:1 und eine Besserung war nicht in Sicht. Im Angriff gelang es nicht, die 6-0-Formation der SVE in Bewegung zu bringen, so dass man überwiegend über Rückraumwürfe zum Torerfolg kommen wollte/musste, die aber entweder schlecht platziert geworfen oder gut gehalten wurden. Die Biederitzerinnen machten es im Angriff deutlich besser und zogen die Tus-Deckung immer wieder auseinander, so dass sie über den Kreis oder Strafwürfe zum Torerfolg kamen. Ratlosigkeit machte sich breit. Trainer Pußel stellte in der Konsequenz die Mannschaft um, was zumindest das Angriffsspiel etwas belebte und in der Abwehr gelang es über kurze Manndeckungen den gegnerischen Angriffsdurchmarsch zu unterbinden. Die Magdeburgerinnen fanden endlich ins Spiel (10:2, 12:4, 13:7). Mit 14:8 ging man in die Halbzeitpause.

Hier galt es in erste Linie Aufbauarbeit zu leisten und weniger taktische Finessen auszupacken. Trainer und Betreuerinnen gaben sich alle Mühe und so ging es getreu dem Motto „Wir haben eh nichts mehr zu verlieren.“ ab in die nächsten 30 Minuten.

Diese begannen deutlich besser als die ersten (15:9, 16:12). Als sich die Rückraumspielerin J. Lange dann auch noch zeitig selber aus dem Spiel nahm (rote Karte nach Kopftreffer beim 7m) und sich eine weitere Rückraumspielerin verletzte und eine leichte Verunsicherung bei der SVE-Sieben deutlich wurde, hätte die Tus-Reserve den Abstand weiter verkürzen können. Aber hätte hätte …, es gelang nicht. Dies lag vor allem an Abspielfehlern im Angriff, die vom gegnerischen Team sofort bestraft wurden (18:12, 20:13, 23:15). Nun waren noch knapp 15 Minuten zu spielen und in der Auszeit war allen klar „Wir haben nun so überhaupt gar nichts mehr zu verlieren.“.
Verrückterweise begann jetzt für die Tus-Reserve, ganz zaghaft, die beste Spielzeit. Den Biederitzerinnen gelang trotz des komfortablen Vorsprungs nur noch wenig im lang vorgetragenen Angriff. Die Neustädterinnen hingegen legten vor allem über die Außenpositionen einen Zahn zu und Tor um Tor fand man den Anschluss (24:17, 24:20, 24:23). Und abschließend schlug die „Glücksbombe“ so richtig ein. 30 verbleibende Sekunden, Tus im Ballbesitz, Franzi Reichel steigt hoch und TOR!!! Die Bank war außer Rand und Band, noch 10 Sekunden Spielzeit, Abpfiff. 24:24 Endstand. 🙂

7m: Tus 6/6, SV Biederitz 7/9
Zeitstrafen: Tus: 5, SV Biederitz: 1
Rote Karte: Tus: /, SV Biederitz: 1

Tus: Beckers, Pußel (Tor), Jura (3), Köhler (7), Kumstel, Lemme (4/2), Popko (1), Reichel (4), Simon (5/4), Holze, Rosenau