„Dieses Unentschieden ist eine gefühlte Niederlage“

TuS Herren Team 2014

10. Spieltag Verbandsliga Nord

BSV 93 Magdeburg – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

29:29 (15:13

Und wieder ein Derby und wieder kein Sieg für die Neustädter. Im zweiten von insgesamt drei aufeinanderfolgenden Spielen gegen Gegner aus Magdeburg führte es die Krausholz-Sieben nach Olvenstedt zum BSV 93. Beide Mannschaften hatten zuvor Niederlagen hinnehmen müssen (zwei Niederlagen in Folge für die Neustädter, fünf derweil für den BSV) und wollten in diesem Spiel den Bock umstoßen. Dementsprechend umkämpft war der Spielverlauf, in dem sich keine der beiden Mannschaften mit einem entscheidenden Vorsprung absetzen konnte und fast folgerichtig Unentschieden endete. Jedoch kam es für die TuS´ler anhand der letzten zehn Minuten einer gefühlten Niederlage gleich.

Doch beginnen wir mit der ersten Halbzeit:

Die 1860er wurden von Trainer Krausholz gut auf die offensive 3-2-1-Deckungsformation des BSV 93 eingestellt und wollte von Beginn an versuchen, diese ein um´s andere Mal auszuhebeln. Doch es kam anders als geplant. Die eigene Abwehrreihe ließ sich zu oft düpieren und so führte die Heimsieben schnell mit 4:1. Über die Stationen 6:2 und 10:6 hielten die Hausherren diesen Vorsprung. Danach stellte Trainer Krausholz um, woraufhin Markus Rinka eingewechselt wurde. Dieser Wechsel sollte wirken und die Neustädter konnten den Rückstand Tor um Tor verkürzen. Auffälligster Mann der ersten Halbzeit war neben Markus Rinka, der überzeugende Erik Lewin, der immer wieder zu Torerfolgen kam. Insgesamt boten die TuS´ler aber eine zu schwache Leistung, um noch während der ersten Spielhälfte den verschlafenen Beginn wieder wett zu machen. So stand es zur Halbzeit 15:13 aus Sicht des BSV 93.

Im zweiten Spielabschnitt waren die Gäste gewillt das Spiel zu drehen. Der Rückstand wurde beim 16:16 erstmals egalisiert und in eine eigene Führung umgemünzt. Die Neustädter drückten dem Spiel nun ihren Stempel auf und setzten sich, angetrieben vom überzeugenden Spielmacher Christoph Teichert und einem starken Rückhalt im Tor durch Andreas Tischmeyer, über die Stationen 19:17, 23:20, 25:21 zum zwischenzeitlichen 29:26 ab. Damit schien der Wille der Gastgeber gebrochen und TuS versuchte diesen Vorsprung zu verwalten. Bis dahin lief die zweite Spielhälfte genau nach Plan. Was allerdings dann geschah, kann man nur mit fehlender Routine oder Unkonzentriertheit erklären.

Die Krausholz-Sieben dezimierte sich selbst und spielte die letzten Spielminuten permanent in Unterzahl. Der BSV nutze den sich gebotenen Platz und langsam schmolz der Vorsprung dahin. Die Heimsieben konnte Tor um Tor gut machen und erzielte in der letzten Spielminute folgerichtig den Ausgleich. Kurz vor Abpfiff bot sich den Gastgebern noch die Möglichkeit den Spielverlauf der zweiten Hälfte auf den Kopf zu stellen und in Führung zu gehen. Jedoch wurde diese Möglichkeit nicht genutzt, sodass am Ende ein 29:29 die Anzeigetafel zierte.

Nach Abpfiff sah man den Gesichtern der 1860er an, wie entsetzt man über den Verlauf der letzten Spielminuten war. Aus diesem Spiel muss man lernen, um im nächsten Spiel gegen den FSV Magdeburg erfolgreicher aufzutreten. Dann nämlich heißt es Derby drei von drei in der Vorweihnachtszeit für den TuS 1860 Magdeburg Neustadt.

TuS: Donhof, Naumann, Tischmeyer (Tor), Finke, Lewin (8), Krause (3), Michael (2), Teichert (4), Rinka (5), Käselitz (3), Höppner (4), Marek, Ebel, Smudzinski