Desolate erste Halbzeit macht früh jede Chance auf einen Punktgewinn zunichte!

TuS Herren Team 2014

12. Spieltag Verbandsliga Nord

SG Lok Schönebeck – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

35:25 (24:14)

„Desolate erste Halbzeit macht früh jede Chance auf einen Punktgewinn zunichte!“

Es sollte das Spitzenspiel des 12. Spieltages der Verbandsliga Nord werden. Der Tabellenzweite aus Schönebeck empfing den Tabellenvierten aus Magdeburg-Neustadt. In Abwesenheit der verletzten oder privat verhinderten Magdeburger Michael, Magalowski, Schmelzer, Finke und Meyer erwarteten beide Parteien dennoch ein heiß umkämpftes, knappes Spiel. Am Ende jedoch konnte der Favorit aus Schönebeck das Spiel schnell zu seinen Gunsten entscheiden und gewann mit zehn Toren Differenz, auch in dieser Höhe, verdient gegen die Hauptstädter.

Dabei hatten die Männer des TuS 1860 sogar den besseren Start in das Spiel erwischt. Bis zum 10:9 lag man immer mit einem Tor in Front. Die Angriffsaktionen der Krausholz-Sieben waren erfolgreich und führten zu einfachen Toren. Besonders Erik Lewin zeigte sich während dieser Phase des Spiels besonders stark.

Danach jedoch kippte das Spiel. Einige fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen führten dazu, dass sich die Neustädter ab der 15. Spielminute permanent in Unterzahl befanden, womit die Abwehrreihe der Magdeburger völlig überfordert war. Immer wieder nutzen die Schönebecker, angeführt vom gewohnt starken und treffsicheren Spielmacher Martin Schröder, die sich auftuenden Lücken und münzten so gut wie jede sich bietende Gelegenheit in einen Torerfolg um. Hinzu kam, dass die Angriffsaktionen der TuS´ler vollends verpufften. Über fast zehn Minuten hinweg war lediglich ein Torerfolg zu verbuchen. Die sich bietenden Kontermöglichkeiten wurden dann eiskalt durch Schönebecks Kevin Krause genutzt und so wurde aus einer 10:9 Führung ein 20:11 Rückstand. Die Demütigung der ersten Halbzeit war perfekt, als kurz vor Pausenpfiff die SG Lok einen Kempa-Trick durch die Beine des Magdeburger Torhüters verwandelte. Beim Stand von 24:14 wechselte man die Seiten.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit war den Neustädtern noch einmal anzumerken, dass sie gewillt waren sich dieser Niederlage entgegen zu stemmen. Da aber die eigenen Angriffsaktionen kaum zu Torerfolgen führten und die Schönebecker Ihrerseits gekonnt das Spiel kontrollierten, kamen die 1860er nicht näher als sieben Tore auf den Gegner heran (28:21).

Gegen Ende der zweiten Halbzeit wurde es dann noch einmal vogelwild. Binnen zwei Minuten verteilte das Schiedsrichtergespann drei rote Karten für Undiszipliniertheiten, Meckereien und angebliche Beleidigungen. Dies verdeutlicht, dass sich viele Beteiligte auf Magdeburger Seite kaum mehr auf das eigene Spiel konzentrierten und ihrem Frust freien Lauf ließen. Einerseits verständlich, doch angesichts des Spielstandes unnötig und nicht förderlich in der Kommunikation mit den Unparteiischen. So wird es schwer Spiele erfolgreich zu Gestalten.

Dies war nunmehr das fünfte sieglose Spiel in Folge. Damit relativiert sich der gute Saisonstart des Aufsteigers und man findet sich auf Platz fünf des Verbandsligatableaus wieder. Will man diesen Trend stoppen, sollten alle Beteiligten Ihren Anteil an der Negativserie erörtern und gemeinsam daran arbeiten diese Fehler abzustellen, um Spiele wieder als Sieger zu beenden.

Die nächste Möglichkeit zur Rehabilitation ergibt sich am kommenden Samstag in Oschersleben, wenn es gegen den SV Lok Oschersleben heißt Flagge zu bekennen.

TuS: Donhof, Hoffmann (Tor), Lewin (9), Krause (1), Teichert (1), Ebel, Rinka (1), Käselitz (3), Höppner(1), Heinrichs, Weder (4), Smudzinski (2), Marek (1)