Der schmale Grat zwischen Krampf und Kampf

11. Spieltag | Nordliga Frauen | TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – SG Fortschritt Burg
28:25 (11:16)

Zum Abschluss der Hinrunde und zum Start ins neue Jahr, begrüßte die 3. Damenmannschaft des
TuS Magdeburg, den amtierenden, aber personell arg dezimierten, Nordligameister aus Burg.
Mit der Erfahrung der letzten Jahre und ewig währenden heißen Duellen, wusste man um die
individuelle Klasse der Burgerinnen. Doch den beginn starteten die jungen Magdeburgerinnen
vielversprechend. Schnell konnte man sich auf 4:1 absetzen. Doch man vermochte nicht,
diesen Vorsprung weiter auszubauen, oder wenigstens zu halten. Immer wieder war es die
Aufbauspielerin Ullmann der Burgerinnen, die sich selbst oder ihre Mitspieler, vor allem
über die Kreispositionen, gekonnt in Szene setzte. Viel zu passiv aggierte man und musste
druch Nachlässigkeiten Tor um Tor hinnehmen. Im Angriff selbst spielte man die
Kombinationen und Laufwege gewohnt sicher, doch fehlte wieder der letzte nötige Schritt zur
Entschlossenheit. Mitte der ersten Hälfte wurde versucht, der Burger Angriffsdrang durch
eine Auszeit zu unterbrechen. Von 7:9 sah man sich nun mit 8:12 im Hintertreffen. Man
schaffte es, den Schwung des Gegners rauszunehmen und in der Deckung besser zu stehen. Doch
nach wie vor fehlte im Angriff der eine wichtige Schritt. Zur Pause musste man dann mit
einem 5-Tore Rückstand sich ernste Gedanken machen, ob das noch was wird. Bisweilen machten
die TuS-Youngsters nicht den Anschein, gewillt zu sein, sich dem drohenden Debakel
entgegenzustellen.
Mit Beginn der 2. Halbzeit gelang es, durch einfache Tore aus dem Rückraum, den Rückstand
auf 14:16 zu verkürzen. In der Folge ließen die Burgerinnen aber nicht nach. Bis zum 20:23
rannte man dem Rückstand hinterher. Doch plötzlich schien sich das Blatt zu wenden. Burg
musste zunehmends rotieren. Immer mehr sah man den Spielerinnen die schwindene Kraft an,
wodurch einige technische Fehler aber auch unvorbereitete und schlussendlich zu ungenaue
Würfe provoziert werden können. In den letzten 8 Minuten platzte der Knoten. Die
Landeshauptstädterinnen schalteten – warum auch immer erst jetzt – 2 Gänge hoch, ließen dem
Gegner im Angriff keine Chance und starteten Angriffswelle um Angriffswelle. Ließ man diese
Torchancen in den letzten Spielen meist fahrlässig liegen, war man nunmehr eiskalt vor dem
Tor und erzielte ein Treffer nach dem anderen. 5 Minuten vor Schluss konnte man den
vielumjubelten Ausgleich zum 24:24 erzielen. Doch Burg schlug im direkten Gegenangriff
zurück und setzte sich wieder in Front. Doch die letzten Minuten gehörten den
„WildTuSsiCats“. Mit einer geschlossen Mannschaftsleistung, einem reinem Abwehrbollwerk und
den bislang vermissten entscheidenen Schritt Entschlossenheit, konnte man noch 4 Tore
erzielen und siegte am Ende einer sehr kampfbetonten aber überaus fairen Partie (3
Zeitstrafen) mit 28:25. Der Start ins neue Jahr war geglückt. Doch der schmale Grat
zwischen Krampf und Kampf wurde von allen durchweg beschritten. Rutschte man in der 1.
Hälfte doch einmal öfters auf die Seite des Krampfes, so bewegte man sich in der 2. Hälfte
fast ausschließlich auf der Seite des Kampfes. Der Sieg ist ein klares Zeichen gewesen,
dass die Mannschaft als solche funktioniert und gewillt ist, die noch lange andauernde
Rückrunde erfolgreich zu bestreiten. Durch die Niederlage des FSV gegen die Irxleberinnen,
ist man auch nur 2 Siege vom Treppchenplatz entfernt. Doch nun heißt es ersteinmal „Januar
der Entscheidungen“. Am nächsten Sonntag trifft man in heimischer Halle auf die eigene 2.
vertretung. Gleich zu Saisonbeginn setzte es eine 14:30-Klatsche, bei der die jungen Damen
aus der 3. ihre bislang schlechteste Saisonleistung zeigte. Wiedergutmachung, oder „Same
Procedure“? Am 24.01. kommt es dann im Halbfinale des Nordpokal zu einem echten Kracher.
Die 2. Mannschaft des TSV Niederndodelben gastiert in der Nachtweide. Alles andere als ein
klarer Sieg für die Gäste wäre eine Überraschung. Zum Abschluss des Januar geht es nach
Biederitz. Hier gewann man das Hinspiel noch deutlich mit 21:14, doch die letzten
Ergebnisse zeigen, dass sich die Mannschaft gefunden hat und von Sieg zu Sieg eilt und
aktuell Tabellenzweiter ist.
Doch mit der gezeigten Leistung aus Halbzeit 2, ist gegen alle 3 Teams was zählbares zu
holen – wenn man eben diesen einen entscheidenen Schritt geht…..

Vielen Dank an unsere Fans, die uns auch im neuen Jahr treu geblieben sind und uns
lautstark unterstützt haben.

TuS: Friebel, Schirmer – Leichtenberger, Weiland, Müller J., Lemme, Müller K., Stadler,
Meiner, Witte, Berger, Schlossarek F., Wernecke

Unbenannt