Der letzte Schritt fehlte

10. Spieltag | Nordliga Frauen | SV Oebisfelde 1895 II – TuS 1860 Magdeburg Neustadt III 22:21 (13:9)

Das letzte Spiel im Jahr 2015 war für die 3. Mannschaft des TuS 1860 Magdeburg Neustadt nochmal eine kleine Reise durch das Land. Zu später Stunde gastierte man bei der 2.Vertretung des SV Oebisfelde, welche einen guten Saisonstart hinlegten, doch, ebenso wie die Landeshauptstädterinnen, die letzten 4 Spiele nicht punkten konnten. Umso mehr war man gewarnt, schließlich wollten beide Teams einen positiven Jahresabschluss erzielen.
Den besseren Start erwischten dabei die Gastgeberinnen. Nach 5 Minuten konnte man aus Sicht der Gäste erstmalig zum 1:4 einnetzen. Doch der Bann schien nicht gebrochen. Immer wieder gelang es den Oebisfelderinnen Tore aus dem Rückraum oder durch Anspiele an den Kreis zu erzielen. Im Gegenzug spielten die Magdeburgerinnen einen guten Ball im Angriff, ließen aber den letzten entschlossenen Schritt vermissen, wodurch der Vorsprung leider nicht schrumpfte. Erst mit der Auszeit der Gäste beim Stande von 8:4 und dem damit verbundenen deutlichen Apell an alle, dass die Punkte nur über eine deutliche Steigerung der Einsatzbereitschaft und des Kampfgeistes geholt werden können, belohnte man sich mit sehenswerten Toren. Beim 9:8 stand man kurz vor dem Ausgleich. Doch Gevatter Schlendrian half den Oebisfelderinnen in den Folgeminuten, wodurch man mit einem 4-Tore Rückstand in die Pause ging.
Wie im gesamten Spiel, so auch in der Pause, war es auf Seiten der Gästetrainer sehr ruhig. Gradezu still. War man es gewohnt, dass die Mannschaft lautstark von außen „dirigiert“ wurde, vermutete man einen anderen TuS-Trainer oder gar in einem anderem Spiel. Der ZWeck war es schlichtweg, dass die Verantwortung durch die Spieler selbst übernommen werden sollte, ohne ein lautstarkes dirigieren von der Bank. Leider ging dies im ersten Abschnitt nicht vollends auf.
Der 2. Abschnitt begann ähnlich wie die 1. Hälfte verlief. Die Damen um Spielertrainerin Abagat zeigten im Angriff den einen entscheidenen Schritt mehr Entschlossenheit und spielten so ihr überschaubares Reportoire runter. 53 Minuten vor dem Ende kam dann aber plötzlich doch nochmal Hektik auf. Beim Stande von 20:19 waren die Gäste wieder dran. Selbst im Angriff, konnte man den vielumjubelten Ausgleich erzielen. Doch die Gastgeberinnen wirkten an diesem Tage einfach etwas frischer und wacher und konnten postwendend die Führung wieder erlangen. In den letzten Minuten versuchte man nun „Alles oder Nichts“. Vollständige Manndeckung, in der Hoffnung, einen technischen Fehler zu provozieren um selbst die Punkte einheimsen zu können. Doch Jennifer Aderman mit einem ihrer 7 Tore zum 22:20 Zwischenstand stellte die Weichen 30 Sekunden vor Schluss auf Heimsieg. Mit dem Schlusspfiff gab es noch einen Strafwurf für die Magdeburgerinnen, welcher durch Rebekka Schleef erfolgreich verwandelt wurde und so Ergebniskosmetik zum 22:21 Endergebnis betrieben werden konnte.
Bedrückte Gesichter auf Seiten der TuS-Damen, Jubelgesänge auf seiten der Heimdamen. Unterschiedlicher können die Sekunden nach dem Abpfiff nicht sein. Auf Seiten der Gäste konnte man auch Tage danach nicht den genauen Grund für die Niederlage finden. Schlussendlich zog sich Trainer Marco Lindau den Schuh an, der durch seine ungewohnt ruhige Art nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Mannschaft verunsicherte.
Es sollte an diesem Tage einfach nicht sein. Nun geht es in die Weihnachtspause. Am 06.01.16 versammelt sich die Mannschaft zum ersten Training mit abschließendem Testspiel/Turnier (Gegner stehen noch nicht fest). Am 10.01.16 gastiert der amtierende Nordligameister der SG Fortschritt Burg in der Nachtweide. Die Burgerinnen haben eine ganz schwere Halbserie hinter sich. Einige Abgänge, wichtige Spielerinnen verletzt und die „Lieblingskrankheit“ der Frauen – welche unsere 1.damen vor einigen Jahren erwischte – Schwangerschaft. Dennoch ist man gewarnt. So verfügt Burg doch noch immer über die nötige Erfahrung und über starke Einzelspieler. Doch schon jetzt ist klar, dass man zu Hause die Punkte nicht einfach so hergeben will.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Zuschauer und deren Familien für die Unterstützung in den letzten Monaten bedanken. Ohne euch ständen wir nicht da, wo wir jetzt stehen. Vielen Dank dafür. Wir wünschen allen ein besinnliches Fest und einen guten Start ins neue Jahr. Wir sehen uns am 10.01. – 14:00 Uhr =D

TuS: Friebel, Schirmer – Leichtenberger, Weiland, Müller J., Lemme, Müller K., Meiner, Witte, Berger, Schlossarek F., Schleef, Wernecke