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Erst pfui, dann hui

2. Männer | Nordpokal Achtelfinale | TuS 1860 Magdeburg II – SG Fortschritt Burg 29:24 (9:15)

Nachdem man in der ersten Runde im ligagleichen Duell die 2.Mannschaft der SG Seehausen besiegte, musste man nun im Achtelfinale gegen die Ligahöhere Fortschritt-Männer aus Burg bestehen. Die Favoritenrolle war klar auf Seiten der Gäste, die in der 1.Nordliga aktuell den 4. Platz einnehmen und einer der Podiumskandidaten zum Saisonende sind. Zwar mussten die Burger auf einige Kräfte verzichten, doch die Schlüsselspieler waren mit an Board. Auf Seiten der Dietze-Sieben konnte man eine volle Bank sehen. Leider hat man auch die Qual der Wahl und musste 2 Spielern die Teilnahme am heutigen Spiel versagen, zu groß der Kader zum Pokalspiel.
Das Spiel ging los und die Gäste erzielten das 0:1. Postwendend der Ausgleich. Doch das war es dann erstmal mit dem schnellen Spiel. Es entwickelte sich ein zähes Spiel, was scheinbar daran lag, dass die Burger versuchten, die Kräfte etwas zu schonen und bis zum Vorwarnzeichen ihre Angriffe ausspielten. Aus Sicht der Gastegeber entwickelte sich das Spiel schon fast wie gewohnt. Zu viele einfache Fehler im Spielaufbau und das Auslassen klarer Chancen brachten bis zur 12. Minuten ein mageres 4:4 auf die Anzeigetafel. Dies war auch der letzte Ausgleich für eine lange Zeit. Mit einem 7:0 Lauf zeigten die Fortschritt-Männer den Ligaunterschied und bestraften jeden einzelnen Fehler knallhart. Bei 4:11 musste die Auszeit her. Klare Ansage. Fehler Abstellen, Chancen nutzen. Bis zur Pause konnte man dann noch etwas Ergebniskosmetik betreiben und sah sich einem 6-Tore Rückstand (9:15) gegenüber.
Auch in der Pause war die Stimmung nicht zwingend negativ. Man sah sich zwar klar im Rückstand, wusste aber um die eigenen Stärken und erkannte auch, dass die Burger auch nur Handball spielen.
Zum Wiederanpfiff erzielten die Gäste das erste Tor, doch mit einem eigenen 7:0-Lauf glich man plötzlich auf 16:16 auf. Was war passiert? Dies sah man klar in den eigenen, aber auch in des Gegners Augen. Während die Burger Mannen sich in der Deckung die Zähne ausbiss, dabei sei gesagt, dass die heimischen Torhüter nicht den besten tag erwischten, gelang es im eigenen Angriff endlich konsequent und mit einer sehr niedrigen Fehlerquote zu agieren. Tor um Tor holte man somit auf und ging, trotz Auszeit der Gäste, beim 18:17 erstmals in Führung. Langsam aber sicher spielte man sich in einen Rausch und erhöhte beim 26:21 erstmals auf 5 Tore. Doch so Recht ließ sich der Gegner nicht abschütteln. Beim 27:24 – 3 Minuten vor dem Ende, war der berühmte Sack noch immer nicht zu. Mit allen Mitteln wurde nun versucht, das Angriffsspiel der Neustädter zu stören. Am Ende sah man sich gar einer dreifachen Manndeckung gegenüber. Doch in der zweiten Halbzeit stand die Abwehr einfach felsenfest. Kein Gegentor und selbst noch 2 erfolgreiche Angriffe summierten sich auf das Endergebnis von 29:24 aus Sicht der Gastgeber.
Das Spiel war ein Musterbeispiel dafür, dass im Handball kein Spiel als verloren gilt, solange die Spielzeit noch nicht abgelaufen ist. Nach einer eher mäßigen 1. Halbzeit zeigte die Mannschaft des TuS 1860 Magdeburg-Neustadt im 2. Abschnitt eine geschlossene Teamleistung, die vor allem über einen knallharten Abwehrriegel und sicheren, aber konsequent und zielstrebig, vorgetragenden Angriffen, die mit dem Einzug ins Viertelfinale des Nordpokals belohnt wird.

Am Wochenende fand bereits die Auslosung für das Viertelfinale statt. Demnach trifft man in einem Auswärtsspiel am Wochenende 04./05.02. auf die 2.Vertretung des HSV Haldenleben. In der Liga gab es dieses Duell zuletzt am 25.09.2016, welches die Landeshauptsädter mit 27:21 für sich entscheiden konnten. Aber wie heißt es so schön: „Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“.

Wir verabschieden uns nun in die Weihnachtspause und wünschen unseren Fans und deren Familien besinnliche Feiertage und einen guten Start ins neue Jahr. Für uns geht es am 07.01.2017 beim Gastspiel in Colbitz weiter. Wir zählen auf euch.

TuS: Schulze, Lindau – Weiß (3/2), Hoppe (1), Patzschke (2), Lück, Baake (1), Rugies (5), Nestler, Teichert (4), Finke (6), Scharschmidt (1/1), Magalowski (4), Marek (2)

Burg: Büngs – Wöhe (4), Scholz (9), Lange (4), Weigel (2), Wucherpfennig, Bleeck (4), Schulz (1), Wegner

Zeitstrafen:
TuS: 3
Burg: 4

Siebenmeter
Tus: 3/4
Burg: 4/4

Ohne Abwehr keine Punkte

6. Spieltag | 2. Nordliga Männer | Möckeraner TV 1921 – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt II 33:22 (16:11)

Nach 3-wöchiger Spielpause, mussten die Dietze-Schützlinge zum schweren Auswärtsspiel beim Möckeraner TV antreten. Allen war klar, dass es nur etwas Zählbares mitzunehmen gilt, insofern alle an einem Strang ziehen und von Beginn an Präsens zeigen. Doch genau da fing das Unheil an und nahm seinen Lauf. Konnte man bis zum 2:2 noch mithalten, setzten sich die Gastgeber mit einem 5:0-Lauf ab. Die entsprechende Auszeit, um den Spielfluss zu stoppen und die Mannen nochmal neu einzustellen, ließ nicht lange auf sich warten. Nach 16 Minuten standen tatsächlich erst 2 Tore auf der Gästeseite. Dies war allerdings nicht einem überragenden Torhüter oder einer bärenstarken Abwehr geschuldet. Lediglich 4 Würfe gingen bis zu diesem Zeitpunkt auf des Gegners Gehäuse. Die eigenen Angriffe verpufften in schlechten Zuspielen und passivem Spiel. Zu fahrlässig ging man mit den wenigen Chancen um. Auch vom Siebenmeterpunkt gab es nichts zu holen. Lediglich 1 von 6 Versuchen konnte man im gesamten Spiel erfolgreich unterbringen. Und wenn man im Angriff schon nichts reißt, dann muss man die Kohlen eben in der Abwehr aus dem Feuer holen. Doch scheinbar waren die gegnerischen Kohlen zu heiß. Quasi ohne Gegenwehr konnten die Rückraumleute in der ersten Halbzeit einnetzen. Keiner der Abwehrspieler kam in einen Zweikampf. Der Körperkontakt wurde nicht gesucht. Und wenn man es dann doch schaffte, die Hand an den Gegenspieler zu kriegen, vergaß man die Abstimmung in der Deckung, sodass der Kreisspieler die Geschenke dankbar annahm.
Welch ein Wunder, stand es zur Pause allerdings nur 16:11. Schon fast etwas ungläubig schaute man auf die Anzeigetafel. Gefühlt lag man mit 15-20 Toren hinten. Somit war die Devise in der Pause klar. Endlich Zugriff in der Deckung erlangen und im Angriff die Möglichkeiten konsequent ausspielen, sowie auf Konter lauern.
Der Plan ging die ersten Minuten gingen dank einer 2-Mann-Manndeckung auch gut auf. Viele unvorbereitete Würfe kamen nun auf das Gäste-Tor, welche entschärft werden und zum Gegenstoß verwandelt werden konnten. Durch unnötige Zeitstrafen brachte man sich dann selbst wieder auf das Abstellgleis. Wieder war es so, dass man einfach nicht in den Zweikampf kam und sich die wurfstarken Spieler außerhalb der Nahwurfzone ungehindert in Szene setzen. Bis Mitte der 2.Hälfte konnte man die Erhöhung des Rückstandes vermeiden, was die Gäste nunmehr zu einer Auszeit zwang. Die letzten 15 Minuten sind schnell erzählt. Die Landeshauptstädter zeigten nunmehr kaum noch Gegenwehr, die Gastgeber des MTV sahen sich als sicheren Sieger, sodass es beiderseits in der Abwehr etwas ruhiger zuging. Jedoch haderten die TuS-Mannen erneut mit der Chancenverwertung, sodass der Rückstand in den letzten Minuten anwuchs und am Ende eine 33:22 Niederlage zu Buche steht.
Über das gesamte Spiel betrachtet, ist die Höhe der Niederlage fast noch schmeichelhaft. In der ersten Hälfte fehlte es sowohl im Angriff, aber vor allem in der Deckung an der nötigen Gegenwehr. Trainer Tim Dietze fasste nach Spielende betreffend zusammen: „Die Abwehr war scheiße, vorn haben wir zu viel liegengelassen“. Er verwies aber direkt auf den nächsten Gegner: „Die Punkte hier wären OnTop gewesen. In 2 Wochen kommt Wolmirstedt zu uns, und da kommt es dann drauf an. Die Punkte gehören uns. Abhaken und weitermachen.“

Da die direkten Kandidaten am Wochenende punkteten, hat man nun die theoretische „Rote Laterne“ inne. Theoretisch daher, da der Regelabsteiger durch den Rückzug der SoMi-Mannen bereits fest steht.

MTV: Zarter – Rechenberger (1), Kremser (2), Binias (9), Peine, Holm (6), Pooch, Specht (1), Weigel (4), Schwaderer (1), Ehret (3), Fechner (5), Söder (2)

TuS: Schulze, Lindau, Schönegge – Weiß (0/0), Thiem, Hoppe (1), Patzschke (1), René Baake (5), Robin Baake (4), Lück, (3), Knoche, Gärtner (1), Teichert (6/0), Schaarschmidt (1/0)

7m:
MTV: 2/5
TuS: 1/6

Zeitstrafen
MTV: 5
TuS: 4

Am Ende fehlten Kraft und Fortune

4. Spieltag | 2. Nordliga Männer | MTV Weferlingen II – TuS 1860 Magdeburg II 29:28 (13:14)

Nach 4 Wochen war die 2.Männermannschaft aus der Landeshauptstadt endlich wieder aktiv. Zu Gast in Weferlingen, traf man auf ein Team, welches ebenso erst 1 Spiel in der Liga gewinnen konnte und gewillt war, das Punkteverhältnis auszugleichen. Die Gastgeber bestückten mit dem ein oder anderen Spieler der 1. Mannschaft, sodass man wusste, dass es ein schweres Stück Arbeit werden sollte. Doch kampflos sollten die Punkte nicht überlassen werden.
Und so entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe. Bis zum 7:6 aus Sicht der Gäste, konnte man stets vorlegen, während die MTVler nachzogen. Kurze Zeit später musste man erstmals einen Rückstand aufholen. Langsam aber sicher schienen sich die Weferlinger Spieler, angetrieben vom 8-Tore Mann Maik Elmanowski, sich absetzen zu können und lagen 5 Minuten vor dem Pausentee mit 13:10 in Front. Doch ohne Auszeit und mit dem Besinnen auf die eigenen Stärken, konnte die Dietze-Sieben den Rückstand bis zur Pause egalisieren und mit dem Schlusspfiff den 14:13 Halbzeitstand aus Sicht der Elbestädter herstellen.
In der Pause sprach man die zu passive Deckung und den mangelnden Zug zum Tor an. Man sollte weiter an den einfachen Dingen arbeiten, um so die Führung bis zum Schluss behalten zu können und die Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Und die 2.Hälfte begann, wie die 1. begann. TuS legte vor, MTV legte nach. Doch aus einer sicherer stehenden Abwehr heraus und klug ausgespielten Angriffen, schaffte man es, den Vorsprung langsam auszubauen. Beim 19:16 sah man sich erstmals 3 Tore in Front, was den Gastgeber zu einer Auszeit bewegte. Dies tat dem Spielfluss anfangs keinen Abbruch, konnte man sich gar bis auf 21:17 absetzen. Wer nun dachte, dass man den Willen der MTVler gebrochen hatte, wurde eines besseren belehrt. Mit einem schnellen 3:0 – Lauf war die beruhigende Führung wieder hin und man musste nun selbst wieder mehr Gas geben. Bis zum 26:23 ca. 10 Minuten vor Schluss konnte man die Führung behaupten. Im letzten Abschnitt sah man allerdings, dass die Kraft und Konzentration zunehmend schwand und bei 26:26 wieder den Ausgleich hinnehmen musste. Die entsprechende TuS-Auszeit 6 Minuten vor Schluss kam prompt und man versuchte, die letzten Kräfte zu mobilisieren, um den zeitweilig sicheren Doppelpunktgewinn am Ende auch einzutüten. Mit Hilfe einer doppelten Manndeckung, versuchte man die treffsicheren Rückraumschützen aus dem Spiel zu nehmen, um so selbst in Ballbesitz zu kommen. Doch 2 schnelle Kontergegentore erschwerten dieses Vorhaben.
Zu Beginn der letzten Spielminute konnte man den Anschluss herstellen (29:28) und war nun gezwungen, irgendwie an den Ball zu kommen. Doch die Gastgeber spielten die Sekunden clever runter, nahmen selbst noch die 3. Auszeit und schlossen 5 Sekunden vor Schluss ohne Torerfolg ab. Zu wenig Zeit, um selbst ernstzunehmend in Angriff zu gelangen, mussten sich die Männer aus der Magdeburger Neustadt mit 28:29 geschlagen geben. Ein Remis wäre am Ende sicher gerecht gewesen. Mit mehr Gegenwehr in der Deckung und etwas mehr Konzentration im Abschluss in den entscheidenen Momenten, wäre ein auswärtiger Doppelpunktgewinn möglich gewesen.

TuS: Lindau, Schönegge – Weiß (5/5), Thiem (4), Re. Baake (1), Lück, Ro. Baake (7), Hoppe (2), Teichert (6), Schaarschmidt, Finke (3)

MTV: Kuthe, Mannche – Elmanowski (8), Hackert (2), Rohlender, Stövesandt (5/1), Pflügner (2), Westphal (4), Jakisch (2), Siemann (4), Hever, Drevenstedt (2), Kraul

Zeitstrafen
TuS: 1
MTV: 3

Strafwürfe:
TuS: 5/6
MTV: 1/3

2. Herren sichern Punkt nach 9 Tore Rückstand

TuS 1860 Magdeburg Neustadt 2 gelingt ein Unentschieden nach zwischen zeitlichen 9 Tore Rückstand.

Anfangs sah es nach gleichwertigen Kräfteverhältnissen beider Mannschaften aus. Jedoch gelang es TuS mit 1:2 nur ein einziges Mal in Führung zu gehen. Die Gastgeber dagegen, hielten die TuS-Mannen immer wieder auf Distanz.

Beim Stand von 10:8 verlor TuS den berühmten roten Faden im Spiel. Vor allem die Abwehr zeigte deutliche Schwächen im 1 gegen 1 Verhalten. Für die Colbitzer war es ein leichtes, durch leichte Täuschungen am Gegenspieler vorbei zu gehen. Bis zur Halbzeit konnte sich der Heidesportverein, scheinbar mühelos, ein 19:12 Vorsprung Herausspielen.

19 Gegentore zur Halbzeit waren natürlich viel zu viel und Wiedersprach dem, was sich die TuS-Spieler vorgenommen hatten. Gerade weil Stammtorhüter Nico Hoffmann beim letzten Spiel 2-Spieltage gesperrt wurde und mit Kai Thiem ein Ambitionierter Feldspieler ins Tor musste, wollte man eine sichere und starke Abwehr zeigen.

Dies gelang nach Anfangsschwierigkeiten und nach einem 22:13 Rückstand in der zweiten Hälfte. Die Abwehr wirkte mit Adrian Hoppe auf der Halbrechten Abwehrseite, deutlich Stabiler und verbessert.

Torhüter Kai Thiem bekam auch mehr und mehr Zugriff auf das Spiel und zeigte besonders bei Würfen von den Außenpositionen gute Paraden. Es war Spürbar, dass Colbitz langsam aber sicher die Kondition ausging. TuS nutzte diese Situationen immer wieder mit schnellen Gegenangriffen. Kai Thiem konnte ca. 2 Minuten vor Ende der Partie sogar einen Siebenmeter parieren. Jedoch bekam Colbitz 1½ Minuten vor Schluss einen erneuten Siebenmeter und TuS sogar eine Zweiminuten Strafe. Das Spiel schien damit Entschieden.

Doch es war wieder Kai Thiem, der mit einer weiteren Siebenmeter Parade und einen parierten Wurf 50 Sekunden vor Ende glänzen konnte. 5 Sekunden vor dem Schlusssignal konnte dann Christoph Teichert in Unterzahl den Entscheidenden Wurf zum 28:28 Unentschieden erzielen.

Allein durch die Tatsache, dass sich die Neustädter nie aufgegeben haben und einen 0:4 Lauf zum Ende der Partie zeigten, macht dieses Unentschieden zu einem Gefühlten Sieg und Punktgewinn.

TuS Magdeburg Neustadt 2 Männer: Kai Thiem (TH), Adrian Hoppe (3), Christoph Teichert (6), Jan Weiß, Thomas Lück (2), Dustin Schaarschmidt, Stefan Meyer (4), Paul Reith-Koch (7), Philipp Rugies (2), Toni Richter (4), Philipp Knoche

Trainer: Tim Dietze

Spielfilm:

1.Hbz.:  1:2  4:2  6:5  9:6  10:8  15:9  16:12  19:12

2.Hbz.:  20:13  22:13  22:16  25:19  27:22  28:24  28:28