Archiv des Autors: Ulricke Simon

Spannung bis zum letzten Spieltag

TuS 1860 Magdeburg Neustadt – HV Solpke/Mieste 25:21

Zur Brisanz des letzten Spiels: Vor dem letzten Spieltag stand der 3. Platz für die TuS-Damen nach einer der besten Saisons in den letzten Jahren bereits fest. Nur wenn die ersten beiden Teams aus Irxleben (gegen FSV 2) und Biederitz (gegen BSV 3) in ihrem letzten Spiel straucheln würden, wäre eine weitere Verbesserung möglich gewesen. Davon war eigentlich nicht auszugehen, aber es gab eine Überraschung. Während die SVI-Spielerinnen souverän ihr letztes Spiel gewannen (37:20) und damit die Meisterschaft für sich entschieden, verloren die SVE-Spielerinnen knapp (25:24). Die Tür zur Vizemeisterschaft am letzten Sonntag stand also offen.

Das Hinspiel ging trotz einer Aufholjagd in der 2. Halbzeit mit 22:20 verloren, aber die Neustädterinnen glaubten an ihre Chance. Mit einer gewissen Nervosität startete man ins Spielgeschehen. Dies lag auch an der Verletzung von Torhüterin Lea Beckers, die während der Erwärmung unglücklich auf einen Ball trat und dann den Weg ins Krankenhaus antreten musste. Den Gegnerinnen war das erste Tor vorbehalten, TuS glich aus und legte vor (2:1, 4:2). Die Altmärkerinnen ließen sich nicht beeindrucken und egalisierten (4:4). TuS konnte durch eine bewegliche Deckung immer wieder Bälle stehlen, aber nicht alle im Tor unterbringen. Der Angriff glich erneut einem Arbeitstag, aber die Hausherrinnen setzten sich leicht ab (5:4, 8:5, 10:6). Dann nutzten die Damen aus Solpke/Mieste die ihnen gebotenen Lücken in der Deckung sowie die technischen Fehler der Neustädterinnen und verkürzten den Abstand erneut (11:7, 11:9, 12:10). Es blieb bis zur Halbzeit weiter spannend, die Mannschaften spielten auf Augenhöhe (13:11, 14:12, 14:13 Hz-Stand).

Die 2. Spielhälfte bot den Zuschauern ein ähnliches Bild. Es war ein Schlagabtausch bei dem es zunächst nicht nach einem klaren Sieger aussah (14:14, 15:15, 18:15, 19:18). Vor allem die schwache Wurfquote und Manndeckung von Rückraumspielerinnen durch Solpke/Mieste machten den TuS-Damen das Leben schwer. Aber aufgesteckt wurde nicht. Da die Gegnerinnen durch unglückliche Aktionen Zeitstrafen erhielten, nutzte man die Breite des Spielfeldes besser. Gute Würfe von außen und gelungene Anspiele an den Kreis trugen zur erneuten Führung bei (22:20, 24:20, 24:21). Torhüterin Melanie Pußel konnte sich durch entscheidende Paraden auszeichnen und hielt den Vorsprung fest. Mit 25:21 wurde das letzte Spiel der Saison beendet.
Damit haben die Neustädterinnen eine fast perfekte Rückrunde gespielt (10 Siege und 1 Unentschieden) und beenden die Saison 2015/2016 überraschend als Vizemeister (34/10 Punkte) hinter den Damen des SVI 1919 (36/8 Punkte). Glückwunsch nach Irxleben zu dieser überzeugenden Leistung.

Ein Dank geht an dieser Stelle an die Spielerinnen, die die Spielzeit aufgrund von Schwangerschaft oder Verletzung nicht zu Ende bringen konnten, wieder zurück in die 1. Frauenmannschaft gingen, sich uns erst im Laufe der Saison angeschlossen haben oder wegen der guten alten Zeit aushalfen. Auf Keine hätte verzichtet werden können, genauso wenig wie auf unseren engagierten Trainer.

Abschließend wünschen wir allen Spielerinnen, Trainern/innen und Betreuern/innen der Nordliga gute Erholung über den Sommer, den Verletzten eine schnelle Genesung und eine erfolgreiche Vorbereitung für die kommende Saison.

7m: TuS 4/6, HV Solpke/Mieste 5/6
Zeitstrafen: TuS: 3, HV Solpke/Mieste: 5
TuS: Beckers, Pisal, Pußel (Tor), Holze, Jura (6), Köhler (4), Kumstel (6), Lemme (1), Popko (1), Rosenau (3), Simon (4), Weber

Ein verrücktes Spiel mit glücklichem Ende

SV Eiche 05 Biederitz – Tus 1860 Magdeburg Neustadt 24:24

Am vergangen Sonntag traf man sich zum nächsten Spitzenspiel in Biederitz. Die SVE-Damen auf Platz 2 und die Tus-Damen auf Platz 3. Es hätte demnach ein durchweg spannendes Spiel auf Augenhöhe werden können, hätten die Neustädterinnen nicht einen grandiosen Fehlstart hingelegt. So stand es nach 15 min 8:1 und eine Besserung war nicht in Sicht. Im Angriff gelang es nicht, die 6-0-Formation der SVE in Bewegung zu bringen, so dass man überwiegend über Rückraumwürfe zum Torerfolg kommen wollte/musste, die aber entweder schlecht platziert geworfen oder gut gehalten wurden. Die Biederitzerinnen machten es im Angriff deutlich besser und zogen die Tus-Deckung immer wieder auseinander, so dass sie über den Kreis oder Strafwürfe zum Torerfolg kamen. Ratlosigkeit machte sich breit. Trainer Pußel stellte in der Konsequenz die Mannschaft um, was zumindest das Angriffsspiel etwas belebte und in der Abwehr gelang es über kurze Manndeckungen den gegnerischen Angriffsdurchmarsch zu unterbinden. Die Magdeburgerinnen fanden endlich ins Spiel (10:2, 12:4, 13:7). Mit 14:8 ging man in die Halbzeitpause.

Hier galt es in erste Linie Aufbauarbeit zu leisten und weniger taktische Finessen auszupacken. Trainer und Betreuerinnen gaben sich alle Mühe und so ging es getreu dem Motto „Wir haben eh nichts mehr zu verlieren.“ ab in die nächsten 30 Minuten.

Diese begannen deutlich besser als die ersten (15:9, 16:12). Als sich die Rückraumspielerin J. Lange dann auch noch zeitig selber aus dem Spiel nahm (rote Karte nach Kopftreffer beim 7m) und sich eine weitere Rückraumspielerin verletzte und eine leichte Verunsicherung bei der SVE-Sieben deutlich wurde, hätte die Tus-Reserve den Abstand weiter verkürzen können. Aber hätte hätte …, es gelang nicht. Dies lag vor allem an Abspielfehlern im Angriff, die vom gegnerischen Team sofort bestraft wurden (18:12, 20:13, 23:15). Nun waren noch knapp 15 Minuten zu spielen und in der Auszeit war allen klar „Wir haben nun so überhaupt gar nichts mehr zu verlieren.“.
Verrückterweise begann jetzt für die Tus-Reserve, ganz zaghaft, die beste Spielzeit. Den Biederitzerinnen gelang trotz des komfortablen Vorsprungs nur noch wenig im lang vorgetragenen Angriff. Die Neustädterinnen hingegen legten vor allem über die Außenpositionen einen Zahn zu und Tor um Tor fand man den Anschluss (24:17, 24:20, 24:23). Und abschließend schlug die „Glücksbombe“ so richtig ein. 30 verbleibende Sekunden, Tus im Ballbesitz, Franzi Reichel steigt hoch und TOR!!! Die Bank war außer Rand und Band, noch 10 Sekunden Spielzeit, Abpfiff. 24:24 Endstand. 🙂

7m: Tus 6/6, SV Biederitz 7/9
Zeitstrafen: Tus: 5, SV Biederitz: 1
Rote Karte: Tus: /, SV Biederitz: 1

Tus: Beckers, Pußel (Tor), Jura (3), Köhler (7), Kumstel, Lemme (4/2), Popko (1), Reichel (4), Simon (5/4), Holze, Rosenau

Revanche geglückt

Tus 1860 Magdeburg Neustadt schlägt Bsv 93 Magdeburg 3 24:19

Das Hinspiel endete mit einer Punkteteilung, da zum einen die Wurfeffektivität schwach war und zum anderen die Deckung Schwachstellen vor allem in der direkten Verteidigung gegen Birthe Wohlers zeigte.
Die Zielsetzung von Trainer Pußel am vergangenen Sonntag war wie immer einfach, 1 Zähler mehr sollte am Ende für die Hausherrinnen auf der Anzeigentafel stehen.

Wie schon so oft in dieser Saison, gestaltete sich das Vorhaben schwieriger als gedacht. Ähnlich den Spielen gegen Burg und Irxleben begann die erste Halbzeit ausgewogen. Das erste Tor war Bsv vorbehalten, Tus zog nach. Erst nach einer gefühlten Ewigkeit konnte man einen 3-Tore-Vorsprung herausarbeiten (8:5), obwohl man laut Zuschauermeinung die klar bessere Mannschaft war. Gut herausgespielte freie Würfe wurden nicht im Tor untergebracht und in der Deckung stimmte die Abstimmung noch nicht 100%ig, so dass in der Konsequenz Strafwürfe folgten. Dadurch wurde es den Gegnerinnen leicht gemacht, nicht den Anschluss zu verlieren (10:7, 11:9). Allerdings hatte man die torgefährliche B. Wohlers dieses Mal besser im Griff, so dass sie kaum zum Zug kam. Mit 13:10 ging man in die Halbzeitpause.
Die Analyse zeigte ein linkslastiges Angriffsspiel der Tus-Reserve, so dass man sich in seiner Beweglichkeit einschränkte und ausrechenbar wurde.
Die 2. Halbzeit begann dann aber im Gegensatz zu den letzten Spielen sehr dynamisch und erfolgreich. Franzi Reichel setzte die Gegnerinnen mit einem Hattrick unter Druck, was den Tus-Damen eine gewisse Leichtigkeit im Spiel verlieh (16:11) und rückblickend als Vorentscheidung gesehen werden kann. Nun gelangen auch wieder die einfachen Dinge auf dem Parkett und der Vorsprung wurde weiter ausgebaut (19:12, 21:14). Das gegnerische Trainergespann stellte daraufhin auf eine 4-2 Deckung um, worauf sich die Hausherrinnen nicht sofort einstellen konnten. Tore mussten nun wieder mit mehr Aufwand erarbeitet werden. An diesem Tag schien aber auch der Substanzverlust größer, was möglicherweise an der gefühlt „tropischen Hitze“ in der Halle gelegen haben kann. Die Bsv-Damen konnten den Abstand zum Ende hin noch verkürzen, aber nicht mehr entscheidend (22:17, 23:18). Mit 24:19 hatte man letztlich mehr als einen Zähler plus, aber auch die Erkenntnis, dass die 3. Vertretung des Bsv den Neustädterinnen nicht sonderlich liegt.

7m: Tus 3/4, Bsv 5/6 Zeitstrafen: Tus:3, Bsv: /
Tus: Beckers, Pußel (Tor), Jura (1), Köhler (6), Kumstel (4), Lemme (2), Popko (1), Reichel (4), Simon (5), Holze (1)

2 Punkte gegen Burg erarbeitet

Tus 1860 Magdeburg Neustadt gegen SG Fortschritt Burg: 35:23

Nach zuletzt 2 unerwarteten Siegen gegen den Tabellenersten Irxleben (27:17) und aus der größten Personalnot heraus in Oebisfelde (14:22), standen die 2. Damen des Tus 1860 Magdeburg Neustadt heute der Vertretung der SG Fortschritt Burg gegenüber. Das Hinspiel konnte deutlich mit 11:24 gewonnen werden, allerdings waren die Gegnerinnen stark dezimiert.

Die Voraussetzungen heute waren ausgeglichen und so begann eine erwartet umkämpfte 1. Halbzeit. Tus traf zum 1:0, Burg glich aus. Die Hausherrinnen legten zum 3:1 vor, Burg zog nach. Über 4:2, 6:3, 8:4, 10:6 konnte man sich in kleinen Schritten auf 4 Tore absetzen, die Gäste aber niemals beruhigend auf Distanz halten. So fanden sie immer wieder Lücken in der Deckung bzw. waren die Tus-Damen zu spät an den Gegnerinnen, so dass diese über 7m-Treffer den Anschluss hielten. Allerdings konnte Lea Beckers im Tor das ein und andere Mal mit guten Paraden glänzen und verhinderte einen Ausgleich. Im eigenen Angriff agierte man noch zu statisch und musste sich Tor für Tor erarbeiten. Es war phasenweise Jaqueline Lemme über erfolgreich verwandelte Strafwürfe und Marianne Kumstel durch gute Einzelaktionen vorbehalten, den Vorsprung zu halten. Der weitere Verlauf 11:9, 13:10, 14:11 zeigte die Ausgewogenheit der Leistungen, so dass Tus lediglich mit einer 3-Tore-Führung (15:12) in die Halbzeitpause ging.

Die Ansprache für das Team fiel kurz aus, Trainer Pußel musste dieses Mal individuell korrigieren und nachjustieren.

Die 2. Halbzeit begann wie die erste aufhörte, so dass sich die Gastgeberinnen bis zum 20:16 weiterhin schwer taten. Nach 15 Minuten fand man dann aber zur gewohnten Abwehrstärke und konnte Bälle herausspielen, die über schnelle Konter in Zählbares umgemünzt wurden. Und so wie sich die eigene Wurfquote besserte, sank sie bei den Burgerinnen. Dies ermöglichte über 21:17 ein vorentscheidendes Absetzen auf 25:17. Den Vorsprung gab man bis zum Ende nicht mehr aus der Hand, baute ihn z.B. Dank der Treffsicherheit von Marie-Christin Jura noch weiter aus (26:19, 29:21, 30:22). Der 35:23 Endstand spiegelte zwar nicht den gesamten Spielverlauf wieder, spricht aber für die mannschaftliche Geschlossenheit und Kampfbereitschaft der Tus-Reserve.

7m: Tus 7/8, Burg 4/7                                   Zeitstrafen: Tus-2, Burg-1

Tus: Beckers, Pußel (Tor), Jura (7/2), Kumstel (6), Lemme (6/4), Popko (1), Reichel (4), Richter (4), Simon (7/1), Weber