Nervenaufreibendes Spiel endet mit knappen Auswärtssieg

HV Ilsenburg – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 28:30 (16:13)

Der vierte Spieltag der Verbandsliga Nord führte die TuS´ler in den Harz zum HV Ilsenburg. Eine schwere Auswärtshürde hieß es zu erklimmen, gelten die Ilsenburger doch allgemeinhin als sehr heimstark.

Die Krausholz-Sieben wollte über eine aggressive Deckung von Beginn an zeigen, dass man mehr als nur mitspielen will. Dies glückte nur teilweise. Zu oft fand der Ball den Weg durch die Abwehr, und am Torhüter vorbei ins Tor. Weiterhin mangelte es an der nötigen Durchschlagskraft im Angriffs- und Umkehrspiel. Zu selten fanden die Neustädter das richtige Mittel gegen die robuste Abwehr der Heimmannschaft. Dementsprechend enteilte Ilsenburg auf 5:1. Trainer Hannes Krausholz reagierte und nahm die Auszeit. Unter anderem übernahm nun Christoph Teichert das Ruder auf der Spielmachposition für den am heutigen Tage unglücklich agierenden David Finke. Die Auszeit und die personellen Umstellungen zeigten Ihre Wirkung und TuS 1860 glich zum 5:5 aus. Bis zum 8:8 gestaltete sich eine ausgeglichene Partie. Danach jedoch legte der Gastgeber einen kleinen Zwischenspurt ein und kam über die Stationen 10:8 und 12:9 auf den Halbzeitstand von 16:13.

In der zweiten Halbzeit waren die Neustädter nun gewillt im Umkehrspiel schneller zu agieren und über Konter und die zweite Welle zu einfachen Abschlüssen zu gelangen. Grundlage sollte auch hier wieder eine stabile Abwehrformation sein. Jedoch war der Beginn der zweiten Hälfte ähnlich verschlafen, wie der der ersten Spielhälfte. Beim Stand von 20:14 aus Sicht der Harzstädter nahm Trainer Krausholz erneut eine Auszeit. Diese erzielte eine ähnliche Wirkung wie zu Beginn des Spiels und die Neustädter kämpften sich erneut zurück in die Partie. Die Abwehr stand nun robust und falls einmal ein Ball den Weg in Richtung Tor fand, waren die Abschlüsse oftmals zu harmlos. Der TuS-Express kam ins Rollen und nun konnten die konditionellen Vorteile im Tempospiel ausgenutzt werden. Erik Lewin, Marco Käselitz, Sebastian Marek und der bärenstarke Kevin Krause kamen immer wieder zu einfachen Torabschlüssen, was letztlich zum zwischenzeitlichen 23:23 führte. Nun folgte eine extrem spannende und teilweise überhart geführte Schlussphase. Die Ilsenburger versuchten ihre konditionellen Defizite nun durch Physis wett zu machen. Ein ums andere Mal wusste sich der Gastgeber nur mit dem Foulspiel zu helfen. Diesem robusten Abwehrspiel konnte allerdings auch die TuS-Sieben folgen. Angriffe der Ilsenburger wurden zügig unterbunden und beim Stand von 29:28 gelang erstmals die Führung. Danach folgte eine Parade durch Torhüter Felix Donhof und ein schneller Konterabschluss über Sebastian Marek, welcher den Endstand zum 30:28 besiegelte.

Danach wurde der Auswärtssieg gebührend mit den mitgereisten Fans gefeiert.

An dieser Stelle auch noch einmal ein großer Dank für die Unterstützung!