Auftaktsieg verpasst

1. Spieltag | Bezirksklasse Frauen | TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – HC Salzland III 21:22 (13:8)

Am ersten Spieltag empfingen die im Durchschnitt 16,5 Jahre alten Spielerinnen aus der Magdeburger Neustadt, die Gäste aus Staßfurt, vom HC Salzland III, welche einen Altersdurschnitt von 22 Jahren aufweisen konnten. Unter diesen Voraussetzungen war allen Beteiligten klar, dass es nur über schnelles Handballspiel zum Erfolg gehen konnte. Nach eine längeren Abtastphase (1:1 nach 8 min), ging es dann Schlag auf Schlag. Bis zur 15. Minute erzielten beide Teams sehenswerte Tore. Keiner der beiden vermochte es aber, sich entscheidend abzusetzen, sodass die Führung bis zum 7:7 stets wechselte. Nach einem unglücklichem Zusammenprall mit ihrer Gegenspielerin, musste Mittelfrau Janina Müller angeschlagen das Feld verlassen. Da auch der Backup, Jennifer Happe, gesundheitlich angeschlagen in das Spiel gegangen ist, war man gezwungen, das Angriffsspiel umzustellen. Fortan agierte man mit 2 Kreisspielerinnen. Zur Überraschung aller, gelang dies richtig gut. Sowohl Wiebke Schlossarek, als auch Michelle Weiland, konnten die Rückraumschützen Charlene Lemme und Kristina Müller durch exzellente Sperren in Szene bringen. Tor um Tor konnten die „Jungschen“ nun davonziehen. Auch in der Deckung verstanden es die Magdeburgerinnen, sich gut zu bewegen und technische Fehler und Steals zu provozieren. In dieser Phase merkte man den Gäste bereits einen leichten Kräfteverschleiß und den verletzungsbedingten Ausfall ( ca. 20.) von Katja Appelt an. Mit einer komfortablen Führung von 13:8 ging es aus Sicht des Gastgebers in die Pause.
In der Halbzeitpause appelierte man alle, dass das Spiel noch nicht gewonnen sei. Es gab wenig zu beanstanden, doch ahnte man bereits, was in Halbzeit 2 kommen würde.
Weiter ohne Mittelfrau agierend, begann die 2. Hälfte. Aus unerklärlichen Gründen, musste man zusehen, wie der Vorsprung langsam aber sicher schwand. An dieser Stelle muss man sagen, und auch respektieren, dass die Gäste mit der wiedergenesenen und ältesten Spielerin (25 Jahre) Katja Appelt den Wendepunkt im Spiel einläuteten. Immer wieder gelang es der HC-Spielerin Tore über die linke Außenposition oder vom 7m Punkt zu erzielen. Im Gegenzug verpassten die TuS-Damen es, dem gleichzutun. Sowohl Frauke Schlossarek, als auch Carolin Strecker, hatten auf der Rechtsaußenposition etliche Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Doch anstelle den Ball im Tor unterzubringen, konnte sich die Torfrau der Salzländer über viele Paraden im 2.Durchgang freuen. Eiskalt bestraften die Gäste nun die Unachtsamkeit der jungen Neustädterinnen. Nach 50 Minuten kippte das Spiel erstmals wieder und man rannte einem Rückstand hinterher. Nach 17:18 stand es nur wenige Minuten später 17:21 aus Sicht der Heimsieben. Wer nun dachte, das Spiel ist 6 Minuten vor Schluss entschieden, sah sich getäuscht. Janina Müller wurde fortan wieder auf die Mittelposition gesteckt und das Angriffsspiel wurde wieder variabler. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und einer guten Sandy Friebel im Tor der „TuSis“ egalisierte man den Rückstand 1:30 Minuten vor Schluss und glich auf 21:21 aus. Den gegnerischen Gegenangriff konnte man abwehren, im Gegenzug verpasste Michelle Weiland in aussichtsreicher Position das entscheidene Tor. Im letzen Angriff der Gäste musste man sich der Erfahrung geschlagen geben. Clever spielten die HC-Spielerinnen ihren Stil runter und holten 40 Sekunden vor Schluss einen 7m raus. Katja Appelt, mit ihrem 11. Tor an diesem Tage, erzielte den letzten Treffer der Partie. Zwar konnten die jungen Neustadt-Damen noch einen Angriff spielen, doch merkte man nun die Hektik in der Schlussphase und die fehlende Erfahrung, mit solch einer Situation umzugehen.
Am Ende musste man sich, in einem Spiel, welches keinen Sieger verdient, mit einer höchst unglücklichen 21:22 Niederlage zufrieden geben. Enttäuschung über den bzw. die verpassten Punkte konnte man bei allen Beteiligten, sowohl auf dem Feld, als auch außerhalb beobachten. Nachdem der erste Enttäuschung überwunden war, überwog die Freude und Erkenntnis bei den Trainer, dass man sich mit dieser Leistung in der Bezirksklasse als jüngstes Team der Liga nicht verstecken brauch. Auch die anderen Ergebnisse zeigten, dass jeder jeden schlagen kann und 1 Tor am Ende entscheiden kann.

Vor dem Spiel wurde Anke Thürmann als jahrelange Trainerin von der Mannschaft gebührend verabschiedet.

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TuS: Friebel – Meiner (3), Lemme (6/3), Müller J., Müller K. (6/2), Strecker (3), Schlossarek W.(3), Schlossarek F., Weiland, Happe, Leichtenberger