Arbeitssieg der Frauen im Harz

SpG Stahl Thale / Westerhausen gg. TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 16:32 (8:15)

Am frühen Sonntagmorgen führte es die Bezirksliga Damen von TuS nach Thale zur SpG Stahl Thale / Westerhausen. Beim Blick in die Runde, kurz vor 9 Uhr an der heimischen Humboldt-Halle, schaute das Trainergespann Pußel/Richter in viele verschlafene Gesichter unter denen jedoch kein etatmäßiger Kreisläufer zu finden war. So hieß es im Angriff und im Deckungsverbund zu improvisieren.

Das Hinspiel gewann TuS mit 49:10, was aber auch dem Fakt geschuldet war, dass die SpG Stahl auf 3 wichtige Rückraumspielerinnen verzichten musste. Die Trainer mahnten vor dem Spiel den Gegner nicht zu unterschätzen, bei dem mit  Doreen Torge eine erfahrene Oberligaspielerin im Tor steht.

Die Neustädterinnen kamen nur sehr schleppend in die Partie. In der Abwehr bekamen die Damen keinen wirklichen Zugriff auf die Aufbauspielerinnen der Gastgeber, welche sowohl selbst torgefährlich waren, als auch ihre Mitspieler gut einzusetzen wussten. Und als man dachte, die eine Aufbauspieler im Griff zu haben, wechselte Stahl geschickt und TuS stand vor dem gleichen Problem wie zu Beginn der Partie. Aber auch im Angriff konnten die Damen aus der Ottostadt Magdeburg nicht wie gewohnt überzeugen. Im Positionsangriff wurde oftmals zu schnell abgeschlossen, ohne sich vorher eine richtige Chance erarbeitet zu haben.

Erst mit der Umstellung auf eine 2-Linienabwehr und somit dem frühzeitigeren Stören des Aufbauspiels der Gastgeberinnen konnten Fehler erzwungen und in Gegenstöße umgesetzt werden. Weiterhin führte die Hereinnahme von J. Haegebarth im Angriff zu mehr Struktur und Ruhe. In der neuen Formation konnten sich die Neustädterinnen vom 5:6 über 6:11 (21. Minute) bis zur Halbzeit auf 8:15 absetzen.

Die Halbzeitpause nutzten Pußel/Richter, um die schwache Abschlussquote anzusprechen und monierten das zu frühe Abschließen der Angriffe.

Zwar konnten die Gastgeber aus dem Harz mit ihrem Anwurfsrecht, den ersten Treffer der zweiten Halbzeit markieren, doch der TuS stellte erst mit einem 3 und dann mit einem 8 Torelauf die Zeichen auf Sieg. Beim Stand von 10:26 schalteten die Damen aus der Landeshauptstadt spürbar einen Gang zurück.

Die letzten Minuten gestalten sich recht ausgeglichen und ohne nennenswerte Aktionen. Das Spiel endete 16:32 und kann unter dem Titel „Arbeitssieg“ verbucht werden.

TuS: Schulz, Schirmer – Heine (Tore 2), Kersten (2), Kirsten (6), Böhme (1), J. Haegebarth (3), Arens (4), Petzke (9), Popko, Schlecht (4)

 

Etwas überraschend aber nicht zum Unvorteil des TuS 1860 gaben die Frauen vom TSV Niederndodeleben am Wochenende einen Punkt beim HV Ilsenburg (Endstand 27:27, HZ 15:14) ab. Somit haben die Neustädterinnen nun 3 Punkte Vorsprung auf den Konkurrenten aus der Börde, der weiterhin auf Platz 2 rangiert.