Am Ende reicht die Kraft nicht

9. Spieltag | Nordliga Frauen | TuS 1860 Magdeburg Neustadt III – SV Irxleben 1919 21:27 (9:9)

Am Nikolaustag kam es zum Aufeinandertreffen der beiden – theoretisch – A-Jugend-Mannschaften in der Nordliga der Frauen. Zu Gast in der Nachtweide waren die Irxleber-Damen, welche aus den letzten Jahren hinreichend bekannt waren. Bisweilen waren es stets enge Spiele, geprägt vom Glück bzw. Pech der anderen. Doch beide Teams lernten in den letzten Monaten dazu. Dies machte sich vor allem in der ersten Halbzeit bemerkbar. Gegen eine aggressive und sichere Deckung wussten die Damen aus der Börde nur wenig Konstruktives anzustellen. Lediglich 3 Treffer aus dem Spiel heraus ließ man aus Sicht der Gastgerberinnen zu. Einzig über Anspiele an Kreis und den daraus resultierenden Strafwürfen gelang es, die Torfrau der TuS-Damen zu überwinden. Das eigene Angriffsspiele wirkte phasenweise, wie so oft in den letzten Spielen, ideenlos. Zwar spielte man die bekannten Dinge runter, doch gelang es meist nur durch Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Zum Ende der 1. Halbzeit verlor man etwas die Konzentration und musste die Führung mit dem Pausenpfiff aus der Hand geben. 9:9 stand es in einem auf dieser Spielebene guten Partie, bei der noch kein Sieger ermittelt werden konnte.

Mit Beginn der 2. Hälfte, starteten die Gäste wacher und konnten sich durch 4 schnelle Konter absetzen. Nun hieß es wieder, noch mehr Kräfte mobilisieren und einen Rückstand aufholen. Die TuS-Youngsters besannen sich wieder auf das Wesentliche und konnten durch einfache Tore bis auf 15:17 verkürzen. Dies zwang die Gäste zu einer Auszeit, in der scheinbar die richtigen Worte gefunden wurden. Während man auf Seiten der Magdeburgerinnen zwar den Antrieb und Spielfluss der Irxleberinnen durch eine Manndeckung gegen Jana Kortz unterbinden konnte, trumpften nunmehr die Außenspielerinnen der Bördespielerinnen auf. Tor um Tor musste man über sich ergehen lassen. Die Deckung war schlichtweg zu passiv und ließ das Unheil passieren. Im Angriff ließ dann auch nur noch wenig Zählbares zusammen. Auch die Umstellung im Angriff und einen Angriff/Abwehrwechsel, brachten nicht ganz den gewünschten Erfolg.
9 Minuten vor Schluss nahm man selbst nochmal die Auszeit. Beim Stande von 18:23 waren die Messen gelesen und man gab allen die Möglichkeit, Spielzeit zu erhalten. Scheinbar mit Wut im Bauch, oder was auch immer, kam man plötzlich wieder ran. Noch 4 Minuten und nur noch 2 Tore hinten. Doch die Konzentration ließ ndann doch schlagartig nach, sodass man sich viele technische Fehler leistete, welche die Irxleberinnen mit einem Konter nach dem anderen bestraften. Am Ende musste man sich mit 21:27 geschlagen geben. Die Niederlage geht auf Grund der Passivität in Halbzeit 2 in Ordnung, die Höhe spiegelt allerdings nicht den Spielverlauf wieder und ist dann doch etwas zu hoch ausgefallen.
Bemerkenswert ist allerdings auch, dass die Gäste allein 10 Tore (13 Versuche) via Strafwurf erzielten, während auf Seiten der 1860erinnen lediglich 3 Strafwürfe standen. Ebenso spiegelt die Anzahl der Zeitstrafen ein ungleiches Bild wieder. Demnach mussten die Heimdamen 12 Minuten in Unterzahl spielen, davon gar 2 Minuten in doppelter Unterzahl, während die Irxleberinnen grad mal die Hälfte der Strafminuten erhielten. Das Spiel war keineswegs sportlich unfair. Es war ein von beiden Seiten aggressiv aber fair geführtes Spiel, wobei die Gäste bei den sogenannten 50/50-Entscheidung doch einmal mehr den Vorteil hatten.
Nun gut. Sei es drum. Mit dieser Niederlage ist man erstmal raus aus dem Kampf um die Podiumsplätze. Da allerdings in dieser Saison scheinbar jeder jeden schlagen kann, heißt es nun dran bleiben, keine weiteren unnötigen Punkte abgeben um dann am Ende doch noch weiter oben zu stehen. „Am Ende kackt die Ende…“ Und mit diesem Motto geht es am Samstag zum letzten Spiel in diesem Jahr nach Oebisfelde.

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