7. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – SV Eintracht Gommern

23:28 (11:9)

„Würden Handballspiele über 30 Minuten ausgetragen, wäre TuS 1860 Magdeburg ein Top-Team“

…und wenn Schweine Flügel hätten, könnten sie fliegen!
Da aber beide Konjunktive nicht der Realität entsprechen, bleiben Schweine auf dem Boden des Stalls und wir auf dem Boden der Tatsachen.
Tatsache ist, dass wir gegen den SV Eintracht Gommern ein weiteres Mal bewiesen haben, dass wir zunächst gut mithalten können und bis zur Halbzeitpause entweder in Führung liegen, es Unentschieden steht oder unser Gegner maximal einen knappen Vorsprung erzielen konnte. Tatsache bleibt aber auch, dass wir bisweilen erst ein Spiel gewinnen konnten.

Der aufmerksame Leser stellt sich jetzt die Frage nach dem Warum. Warum ist der TuS 1860 nicht in der Lage eine Führung über 60 Minuten zu behaupten?

Das Spiel gegen den Gast aus Gommern, welcher als Tabellenfünfter leicht favorisiert ins Spiel startete, begann zunächst ausgeglichen. Bis zum 4:4 in der zehnten Spielminute konnten wir die Führung der Eintracht immer wieder egalisieren. Beim Stand von 7:6 in der 17.Spielminute sogar in Führung gehen und diese bis zum Halbzeitpfiff behaupten, gar leicht auf 11:9 ausbauen.
In der Abwehr standen wir kompakt, ließen den Rückraum der Eintracht aus Gommern, welche mit Sicherheit ähnlich starke Probleme wie wir ohne Haftmitteleinsatz verspürte, die gewohnte Wirkungskraft nicht entfalten und spielten im Angriff mitunter passabel.

Die zweite Halbzeit allerdings ließ dann aufblitzen, was zu vermuten war: Es fehlte nach dem Pokalspiel am zurückliegenden Donnerstag einfach die Kraft!
Hinzukam, dass neben dem Langzeitverletzten Kevin Krause auf Marco Käselitz, Fabi Wohlfromm und Tino Kirsten verzichtet werden musste.
Es fehlten schlichtweg die Alternativen, um die schwindenden Kräfte unsererseits zu kompensieren. So gelang es den Gästen aus Gommern den Rückstand beim 14:14 in der 37. Spielminute schnell abzubauen. Daraufhin bäumten wir uns nochmal gegen das drohende Kippen des Spiels auf und hielten die Partie bis zum 19:19 in der 47. Spielminute ausgeglichen. Die letzten 13 Minuten jedoch gingen dann klar an die Gommeraner Eintracht, welche durch einen flinken 3:0-Lauf auf 19:22 enteilte und daraufhin das Spiel vollends an sich riss und letztlich verdient mit 23:28 beide Punkte aus unserer Halle entführte.

Nun stecken wir tief im Schlamassel. Sind mit 3:11 Punkten auf Platz 12 von 14 in der Tabelle gelandet und „dürfen“ in der kommenden Woche nach Seehausen gegen das Spitzenteam der dort ansässigen SG antreten.
Wir müssen uns fragen, was wir wollen: Wollen wir spaßig mitkegeln und uns locker flockig das erfrischende Kaltgetränk am Ende eines jeden Spiels einverleiben oder attraktiven Handball darbieten? Um attraktiven Handball zu spielen, muss neben der körperlichen auch die mentale Physis optimiert und durchaus auch an der Einstellung gedreht werden. Denn wenn man diese Faktoren nicht verbessert, finden wir uns ganz schnell eine Liga tiefer wieder und können dann getrost den „Schongang“ einstellen, um die Maxime „beer first“ zu propagieren.

Die Frage bleibt nur: Will man das?

Last but not least möchten wir als Mannschaft einen großen Dank an das „provisorische Trainergespann“ des Wochenendes aussprechen:
Nachdem sowohl Trainer Matzat als auch Co-Trainer Dietze privat bedingt absagen mussten, sind unser ehemaliger Mitspieler Sven Michael und unser Langzeitverletzter Kevin Krause in die Bresche gesprungen und haben uns als Mannschaftsverantwortliche unterstützt -> Männers, habt Dank!!!

In diesem Sinne:

1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß, Hofmann (Tor), Lewin (10), Heinrichs (3), Ebel (4), Meyer (1), Marek (1), Lindert (1), Weder (2), Schmelzer (1)