6. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

Glinder HV Eintracht – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

31:23 (14:12)

„TuS 1860 zeigt eine Leistungssteigerung und doch verlieren wir“

Selbst Michael Jordan wusste, dass jede Niederlage auch einen Sinn ergibt: „In meiner Laufbahn habe ich mehr als 9.000 Würfe verschossen. Ich habe fast 300 Spiele verloren. 26 Mal war ich derjenige, der das Spiel gewinnen konnte und ich habe daneben geworfen. Ich bin immer und immer wieder gescheitert. Und genau deshalb bin ich erfolgreich.“
Wenn wir diesem Beispiel folgen, gewinnen wir 2025 die Champions League! Es würde aber auch schon ausreichend sein, aus den zuletzt gemachten Fehlern in dem Maß zu lernen, dass in der Verbandsliga wieder Spiele gewonnen werden, ohne den ganz großen Sprung in den Profi-Handball anzustreben.

Ein Sieg war uns am letzten Wochenende noch nicht vergönnt. Eine Leistungssteigerung war jedoch zu erkennen. Nichts desto trotz stand am Ende des sechsten Saisonspiels die vierte Saison-Niederlage fest. Gegen den Glinder HV Eintracht musste eine am Ende deutliche 23:31 Schlappe konstatiert werden. Dabei sah es lange Zeit nach einem besseren Ergebnis aus!

Das Spiel begann ausgeglichen. Über die Stationen 2:2 und 4:4 konnten wir in der 12. Spielminute mit 7:6 durch Fabi Wohlfromm in Führung gehen und diese direkt auf 8:6 durch Alex Lindert erhöhen. Danach jedoch übernahm Glinde wieder das Heft des Handelns und konnte sich bis zur Halbzeit auf 12:14 leicht absetzen.

Bereits in der ersten Halbzeit war ein Glinder kaum in den Griff zu bekommen, welcher uns anschließend in der zweiten Halbzeit dann noch einige weitere Tore einschenkte und mit insgesamt 14 Torerfolgen maßgeblich unsere Niederlage besiegelte: Micha Kreyenberg.
Hinzu kam, leider zum wiederholten Male, dass wir den Start in die zweite Halbzeit verpassten. Der Glinder HV seinerseits war prompt da, nutzte unsere Schwächephase und enteilte bis zur 42. Spielminute auf 15:20. In den folgenden acht Minuten konnten wir uns zwar stabilisieren, den Rückstand aber nicht mehr entscheidend abbauen.

Ab der 50. Spielminute konnten die Hausherren den Vorsprung dann weiter ausbauen, was teilweise der Unkonzentriertheit und einer gewissen Resignation unserer Spieler geschuldet war. Am Ende fiel die Niederlage mitunter um einige Tore zu hoch aus, da die gezeigte Leistung einer Steigerung gegenüber dem Vorwochenende gegen den Post SV entsprach, aber die nötige Cleverness auch gegen den Glinder HV fehlte.

Gegen einen der Staffelfavoriten wäre ein Punktgewinn ein Nadelstich gegenüber der direkten Konkurrenz um die Mittelfeldplätze gewesen, was uns leider nicht gelang. In den nächsten beiden Wochen geht es zunächst im Landespokal gegen den höherklassigen BSV Magdeburg, anschließend zuhause gegen die Eintracht aus Gommern und darauffolgend gegen die SG Seehausen im Auswärtsspiel in der Altmark. Keine leichten Gegner, was zu der Vermutung führt, dass auch in den Folgewochen eher magere „Breaking News“ von uns folgen werden. Jedoch halten wir es da mit Michael „Air“ Jordan und versuchen an unseren Niederlagen zu wachsen, den Geschmack des Bitteren zu kosten, um dadurch zusammenzurücken, den Lerneffekt mitzunehmen und wieder erfolgreich sein. Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Mehrwert aus Niederlagen so schnell wie möglich zu erzielen und sind kampfeslustig bereits gegen die drei vor uns liegenden Gegner Punktgewinne einzufahren!

In diesem Sinne:

1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß, Feller (Tor), Lewin (6), Heinrichs, Käselitz (6), Ebel (1), Meyer, Wohlfromm (3), Marek, Lindert (5), Schmelzer (1)