3. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – HSG Altmark West

20:26 (12:13)

„Was erhältst du, wenn du zu einer Hochzeit eine ordentliche Portion erfrischender Kaltgetränke addierst und ausreichend Schlaf abziehst? Richtig, ein schlechtes Handballspiel!“

Eigentlich hatten es alle Beteiligten erwartet, doch so richtig wahrhaben wollte es nach dem Abpfiff dann doch niemand. 60 Minuten Handball liegen hinter uns, in denen der ein oder andere etwas mehr geschwitzt haben wird als normal üblich. Grund war nicht der angenehm warme Septembersonntag oder das enorme Tempo des Gegners, welchem man Stand halten musste. Vielmehr war es die Abendgestaltung von so gut wie jedem von uns, welche uns zum Schwitzen brachte.

Vielleicht sollten die Kinder unter den Lesern jetzt aufhören diesen Artikel zu verfolgen, denn wir gehen über in den Teil, in dem die großen Männer zu kleinen Kindern werden.

Wenn ein Ehemaliger aus unseren Reihen einlädt, seine Hochzeit, den magischsten Moment unter den Momenten im Leben mit ihm zu feiern, lassen wir uns nicht zwei Mal bitten und sind natürlich dabei, wenn es feucht-fröhlich zu Sache geht.
Dumm nur, dass die Vernunft bis zur vierten Kaltschale sagt: „Mach langsam, du willst morgen fit sein, um Handball zu spielen!“. Danach aber ebenselbige la Paloma pfeifen geht, alle Manieren über Bord geworfen werden und der Übermut nur noch „Olé olé! Olé olé!“ vor sich her brüllt!

Mutti hat immer gesagt, dass man die Feste feiern soll, wie sie fallen!
Dementsprechend hat jeder einzelne von uns genossen, diesen Moment mit Sarah (Ja, wir meinen Sarah Kossmann…ähh…Rinka, diese atemberaubend gute Fotografin, deren Studio in der Bleckenburgstraße 29 in 39104 Magdeburg zu finden ist und seit einigen Jahren unsere Mannschaftsfotos schießt) und Markus (diesen elegant aufspielenden Halbrechten, der uns viele Jahre mit seinen genialen Momenten auf dem Parkett verzaubert, seit einiger Zeit aber die Handballstiefel endgültig gegen den beruflichen Lackschuh getauscht hat) zu zelebrieren und ausgiebig zu feiern.

Dass gegen die HSG Altmark West, die sich neu aus dem HV Solpke/Mieste und der SG Neuferchau/Kunrau heraus gebildet hat, am Ende des Sonntags eine 20:26 Niederlage zu Buche stand, war wie eingangs erwähnt zu erwarten. Allerdings wollte es keiner von uns so wirklich wahrhaben, da so viel mehr möglich gewesen ist.
Zwar war tatsächlich niemand von uns so wirklich auf der Höhe (wer hätte es gedacht), doch gegen die Gäste aus der Altmark hatten wir mehr als nur ein Mal die Möglichkeit das Spiel zu unseren Gunsten zu entscheiden. Nur nutzen wollte diese Möglichkeit wohl keiner von uns so richtig.
So beispielsweise begann das Spiel ordentlich. Über die Stationen 3:1 und 5:3 erzielten wir in der 15. Spielminute beim 7:4 die erste 3-Tore-Führung. Diese sollte die einzige Führung in dieser Größenordnung bleiben, denn im Anschluss haben wir den sprichwörtlichen roten Faden verloren. Fehlende Konsequenz im Abschluss, überhastet getroffene Entscheidungen und schwindende Konzentration ließ das Spiel kippen, sodass bis zum Halbzeitpfiff die HSG Altmark West mit 13:12 in Führung ging.

Die zweite Spielhälfte sollte, so der Plan, nach dem Ausschwitzen des berüchtigten Restalkohols besser werden. Das Gegenteil jedoch war der Fall.
Die Gäste wirkten frischer und vor allem zielstrebiger. Wollten diesen Auswärtssieg unbedingt mitnehmen und ließen die Hoffnungen auf eine Besserung im Spiel der Neustädter stets im Keim ersticken. Bis zum Abschluss des Spiels zogen die Altmärker dann auch folgerichtig auf 26:20 davon.
Bedröppelte Mienen auf der einen und jubelnde Gesichter auf der anderen Seite ließen vermuten, dass trotz der Tatsache, dass man vorab wenig „Hoffnung“ auf einen Heimsieg hegte, die Enttäuschung groß und die Unzufriedenheit über sich selbst noch viel größer war.

Am kommenden Wochenende müssen wir gegen den HSV Haldensleben auf Wiedergutmachung pochen, im Training Vollgas geben und zielstrebig am Auswärtssieg arbeiten. Gegen den Tabellenführer aus der Ohrestadt kein einfaches Unterfangen, doch da halten wir es wieder mit Muttis Weisheit: Man muss die Feste ja schließlich feiern, wie sie fallen!

In diesem Sinne:

1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß, Hoffmann, Feller (Tor), Kirsten (5), Lewin (7), Heinrichs (2), Käselitz (3), Ebel, Weder (2), Meyer, Wohlfromm, Schmelzer (1)