21. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

LSV 90 Klein Oschersleben – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

21:23 (8:12)

„Gewonnen?? Gewonnen!? Gewonnen!!“

Wir schreiben den 10.02.2018. Die HSG Altmark West hieß noch HV Solpke/Mieste, der HSV 2000 Zerbst spielte noch in der Verbandsliga NORD und wir gewannen unser bis dato letztes Auswärtsspiel. Nun sind nicht nur zwei, sondern drei der aufgezählten Punkte nichtig! Knapp 14 Monate nach dem letzten Auswärtssieg haben wir den ersten Erfolg in der Ferne einfahren können! In einem wenig hochklassigen, fast schon „dreckigen“ Spiel konnten wir uns gegen Klein Oschersleben denkbar knapp mit zwei Toren mehr auf der Habenseite durchsetzen – ein elementar wichtiges Lebenszeichen!

Der Sieg ist, wenn wir den kompletten Spielverlauf betrachten, insgesamt verdient. Abstriche in der B-Note erhält die zweite Halbzeit, in der sich der LSV 90 nochmals heranpirschte, wir aber mit einem gesunden Mix aus Glück und Cleverness die Oberhand behalten sollten.

Wie bereits in so vielen zurückliegenden Spielen gestalteten wir auch die Anfangsphase der Partie gegen die Handballer aus Oschersleben zu unseren Gunsten. Nur können wir jetzt schon vorwegnehmen, dass wir über die obligatorischen guten ersten 20 Minuten hinaus das Heft des Handelns in unseren Händen hielten. Über die Stationen 0:3, 3:6 und 4:8 konnten wir uns bis zur Halbzeit einen komfortablen 8:12 Vorsprung erarbeiten. Diese positive erste Spielhälfte und die daraus resultierende Führung basierte auf einer starken Torhüterleistung und einem immer wieder exzellent aufspielenden Alexander Lindert.

In der Halbzeitpause hieß es, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Diese beiden Punkte wollten wir nicht mehr hergeben.

Die ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit war ebendiese Konzentration auch vollends zu erkennen. Neben Alex Lindert warfen Fabi Wohlfromm und Robert Linde uns beim 11:17 sogar mit sechs Toren in Front. Anschließend ergriff Gästetrainer Becker allerdings die Möglichkeit, taktisch umzustellen und agierte nun mit einer offensiveren Deckungsvariante. Letztlich versuchte sich der LSV 90 sogar an drei verschiedenen offensiven Deckungssystemen (von einem 5:1, 4:2 vorgezogen und in Manndeckung bis hin zu einem 3:3), was für kurze Momente auch durchaus Erfolg generierte (der Vorsprung schmolz in der 55. Spielminute zwischenzeitlich auf zwei Tore), aber in uns die Cleverness weckte. Geschickt spielten wir unsere Angriffe variabel herunter und generierten immer wieder verschiedenste Abschlussmöglichkeiten. Wir belohnten uns für unsere Mühen, sodass „Klein O“ nicht näher heranrücken konnte. In den letzten zwei Spielminuten war es dann Oldie Marco Käselitz vorbehalten den „Deckel drauf zu machen“, der mit einem Doppelpack den 21:23 Endstand herstellte.

Vor allem uns selbst haben wir gezeigt, dass wir nach wie vor am Leben sind. Wir sind weiterhin mutig, weiterhin aufmerksam und weiterhin bereit, alles zu geben, um die Klasse zu halten. Wir müssen und werden in den kommenden Spielen auf diesem Aufwärtserfolg aufbauen und konzentriert trainieren, um die dafür notwendigen Punkte einzufahren.

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller, Hoffmann (Tor), Marek (1), Wohlfromm (5), Heinrichs (2), Michael, Lindert (9), Käselitz (3), Linde (3), Meyer20