Archiv für den Monat: März 2019

20. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

HV Lok Stendal – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

31:25 (16:12)

„Die rote Laterne leuchtet lichterloh!“

20 Saisonspiele sind absolviert. Jeweils drei Siege und Unentschieden stehen zwölf Niederlagen gegenüber. In der Zwischenbilanz stehen magere 9:31 Punkte für uns zu Buche. Das bedeutet, wir sind Stand heute Letzter!

Weiterlesen

19. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – SG Seehausen

24:33 (14:22)

„Im Tabellenkeller wird es dunkel!“

Der Aderlass der ersten Herrenmannschaft des TuS 1860 hat seine Spuren hinterlassen. Neben den Langzeitverletzten Kevin Krause und Tino Kirsten mussten sich zuletzt auch Sebastian Ebel, Stefan Meyer und Clemens Schmelzer verletztungsbedingt abmelden. Als wenn das noch nicht genug wäre, musste kurzfristig auf Robert Linde und Marco Käselitz verzichtet werden. So galt es, im Spiel gegen den Tabellenvierten aus Seehausen eine „Kooperation“ zwischen erster und zweiter Herrenmannschaft zu schließen. Kurzfristige Unterstützung erhielten wir durch Dustin Schaarschmidt, Felix Magalowski und Kai Thiem. Im Gegenzug wird Nico Hoffmann im kommenden Spiel das Tor der zweiten Vertretung hüten. Unterstützung fand dieser Mix aus „Erster“ und „Zweiter“ in den reaktivierten Säulen um Sven Michael und Sebastian Höppner. An dieser Stelle möchten wir allen Menschen, die uns in dieser schweren Phase helfen, einen riesigen Dank aussprechen. Dieses Zusammenrücken tut gut und zeigt, dass bei TuS trotz der vermeintlichen „Grüppchenbildung“ in kritischen Situationen der mannschaftsübergreifende Zusammenhalt gegeben ist.

In der erwähnten Konstellation gestaltete sich die Findungsphase durchaus schwierig. Das erste TuS-Tor wollte erst in der achten Spielminute fallen – bezeichnenderweise durch einen Strafwurf. Aus dem freien Spiel sollte sich keine geordnete oder gar attraktive Offensive entwickeln. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Gäste ihrerseits bereits fünf Tore vorgelegt. Die SG Seehausen kontrollierte das Spielgeschehen nach Belieben und behauptete souverän ihre Führung. In der 24. Spielminute konnten sie ebendiese beim Stand von 8:14 erstmals auf sechs Tore ausbauen. Bis zur Halbzeit bäumten wir uns allerdings auf und verkürzten nochmal auf 11:16.

Ziel der zweiten Halbzeit war, sich so teuer wie möglich zu verkaufen. Dieses Bestreben schien bis zur 40. Spielminute beim 15:20 auch durchaus im Bereich des Möglichen. Zwischenzeitlich konnte man gar vermuten, dass Seehausen zu früh einen Gang zurückschaltete und wir die mangelnde Konzentration der Altmärker auszunutzen wüssten. Doch drei nacheinander vergebene Chancen unsererseits zerstörten die aufkeimende Hoffnung. Im Gegenteil: anschließend zerfielen wir in unsere Einzelteile, was durchaus überraschend war, da bis zu diesem Zeitpunkt gar nichts darauf hindeutete. Seehausen erkannte, dass unser Widerstand gebrochen war und nutzte die sich bietenden Gelegenheiten, um zwischenzeitlich in der 46. Spielminute beim 16:25 auf neun Tore zu enteilen. Warum in diesen besagten sechs Minuten lediglich Kai Thiem den Rückwärtsgang einlegte und durch ein stetes Zurücklaufen versuchte zu verhindern, dass die SG Tor um Tor erzielt und seine Nebenleute aus der vermeintlich ersten Mannschaft diese Kräfte nicht mehr mobilisieren konnten oder wollten, erschließt sich der Redaktion nicht. Seit dem Spiel sind drei Tage vergangen und bis heute fällt uns eine Erklärung schwer. Vielleicht schwanden die Kräfte. Vielleicht setzte eine gewisse Resignation ein, auch in diesem Spiel keine Punkte mitnehmen zu können. Vielleicht schwand der Glaube an sich selbst. Viel schwerer wiegt dann jedoch, dass wir den Frust über unsere individuellen Unzulänglichkeiten nach Außen kehren und ihn am Nebenmann lautstark entladen. Dieser reagiert seinerseits, vollkommen berechtigt, mit Unverständnis und „bölkt“ zurück. In der Retrospektive fällt auf, dass dadurch nur einem geholfen ist – dem Gegner. Dieser lacht sich ins Fäustchen, schnappt sich, während wir noch fleißig meckern und diskutieren, den Ball und verwandelt eiskalt. Dass die SG Seehausen am Ende „nur“ mit 22:30 gewann, lag daran, dass die Gäste ab der 50. Spielminute bereits den Feierabend eingeläutet haben.

Am kommenden Wochenende steigt der „Abstiegsgipfel“ gegen den HV Lok Stendal. Im Auswärtsspiel gegen den direkten Konkurrenten zählt nur ein Sieg, wenn die Klasse gehalten werden soll. Für diesen Sieg muss aber nicht nur konstant gut trainiert, sondern viel mehr am eigenen Verhalten im Spiel gearbeitet werden. Ein jeder muss sich hinterfragen, was bin ich bereit zu geben und was ist meine Aufgabe/Rolle in dieser Mannschaft. Wenn die Rollenverteilung klar definiert ist und die mobilisierten Kräfte in Stendal gebündelt werden, könnte sich dieses Spiel zu unseren Gunsten entwickeln. Lasst uns gemeinsam und nicht im Einzelkampf aus dieser Situation herausarbeiten!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (12), Marek, Wohlfromm (2), Rossbach (1), Heinrichs (1), Höppner (2), Schaarschmidt, Michael, Magalowski (2), Lindert (2), Thiem

18. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

 

SV Eintracht Gommern – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt
31:23 (15:11)

„Quo Vadis TuS? “

Es ist Samstag, 15:15 Uhr irgendwann Anfang März. In manchen Haushalten wird gerade die Fußball Bundesliga angeschaltet, in anderen der Kaffeetisch gedeckt und an einer Magdeburger Tankstelle findet man 12 Männer, die sich herzlich begrüßen, für ein paar Minuten gemeinsam lachen und anschließend mit ihren Autos losfahren, um ein Auswärtsspiel zu gewinnen. In diesen Momenten spüren wir keinen Druck und denken nur an unseren Willen zu siegen. Angekommen in Gommern genießen wir die Stimmung in der Halle. Das aufgeheizte Spiel der zweiten Auswahl ist der ideale Energizer für unsere Erwärmung. Anschließend gibt es noch eine feurige Ansprache des Trainerteams, wir pushen uns gegenseitig und gehen bereit auf das Parkett. Wir haben Bock!

Dann wird das Handballspiel angepfiffen und auf einmal scheint jegliche Leichtigkeit verschwunden. Es gibt diesen Stein der einem vom Herzen fallen kann. Doch bis das passiert, wiegt er massiv in unseren Körpern und Geistern. Anders ist es nicht zu erklären, warum wir neun Minuten lang kein Tor werfen oder jeder Einzelne sich mehrere technische Fehler erlaubt, sodass wir in keiner Phase des Spiels an dem erhofften Auswärtssieg schnuppern konnten. Wir werden hier heute keinen detaillierten Spielbericht schreiben. Wir haben verloren. Wir haben schlecht gespielt. SV Eintracht Gommern war die bessere Mannschaft. Mehr gibt es nicht zu erwähnen.

Quo Vadis TuS? 1:13 aus den letzten sieben Spielen, Punktgleich mit dem Tabellenletzten, sieglos in 2019, mehrwöchiger Ausfall unseres Kreisläufers Clemens Schmelzer (gebrochener Finger) Es scheint aktuell nicht viel für uns zu sprechen und doch wird uns das nicht aufhalten. Vielleicht brauchen wir nur diesen einen magischen Moment oder fünf entscheidende Minuten in einem Handballspiel, die das Match in unsere Richtung drehen. Eins ist gewiss: Wenn unsere TUS-Lokomotive einmal ins Rollen kommt, hält diese bis Saisonende keiner mehr auf!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Feller,Strauß (Tor), Lewin (5), Linde, Rossbach (1), Wohlfromm (2) Meyer (1), Marek (1), Lindert (2), Heinrichs (3), Käselitz (6), Schmelzer (2)

17. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – Glinder HV Eintracht
24:33 (14:22)

„Desolate erste Halbzeit lässt jegliche Hoffnung gegen den Ligaprimus im Keim ersticken“

Ein typischer Spieltag kurz vor der Abfahrt zum Spiel: Die Tasche wird gepackt. Basics wie Finalgon, Schmerztabletten, Traubenzucker, Kniebandage, Duschgel und Kontaktlinsen sind bereits drin. Die Handballschuhe stehen neben der Tasche und warten nur auf ihren Einsatz. Dazu gesellen sich Handtuch, Wechselwäsche, Sportunterwäsche und alles, was man noch so braucht. So langsam steigt der Puls. Im Hintergrund läuft Musik, natürlich irgendetwas aggressives. Dann geht es auch schon los und ehe man es sich versieht steht man bereits in der Halle. Das Outfit suggeriert der Kassiererin, dass es sich hier um einen Spieler handelt. Man schlendert gen Kabine, legt die Tasche ab, begrüßt die Mitspieler und schaut sich noch fünf Minuten der Damenmannschaft an, welche vor dem eigenen Spiel auf dem Parkett stehen. Anschließend geht es zurück in die Kabine, wo der Schalter endgültig umgelegt wird und man die Spielkleidung anlegt.

Jeder Handballer hat dabei seine eigenen Rituale, Eigenheiten und Dinge, die an einem Spieltag nicht fehlen dürfen. Alles verbunden mit dem Ziel, in den 60 Spielminuten das Maximum aus sich heraus zu holen, um zu gewinnen. Wir als Spieler des TuS 1860 stellen dabei keine Ausnahme dar. Doch das mit dem Gewinnen lässt derzeit auf sich warten.

Das Ziel dem Tabellenführer aus Glinde Paroli zu bieten oder womöglich sogar einen Heimsieg anzupeilen wurde leider verfehlt. Insgesamt zogen wir bei der 24:33 Niederlage deutlich den Kürzeren.

Wer jetzt denken könnte, dass sich das folgend Niedergeschriebene so oder so ähnlich doch bereits zugetragen haben könnte, befindet sich nicht im falschen Film. Denn auch im Spiel gegen den Glinder HV begann es (und jetzt setzt der Trommelwirbel ein) wieder einmal ausgeglichen. Nach elf Minuten hielten wir ein 8:8 Unentschieden und waren zumindest im Angriff voll auf der Höhe des Geschehens. Dass ein Spiel jedoch in der Defensive entschieden wird, war die bittere Erkenntnis der darauffolgenden 19 Minuten bis zur Halbzeitpause. In den übrigen zwei Dritteln der ersten Halbzeit verzweifelten wir ein ums andere Mal am Torhüter der Glinder und/oder dessen Vordermännern. Im Gegenzug luden wir den Gegner ein, weiter fleißig Tore zu werfen und öffneten unsere Abwehrlöcher so weit wir nur konnten. Nach der ersten Hälfte lagen wir beim 14:22 bereits deutlich zurück.

Mit gesenkten Köpfen, nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern vielmehr aufgrund der dargebotenen
Selbstzerfleischung, ging es in die Kabine. Für die zweite Halbzeit galt es, eine andere Mentalität an den Tag zu legen.

Bis zur 41. Spielminute konnte dieses Ziel auch umgesetzt werden. Trotzig und fast schon tollkühn wirkend konnte der Rückstand verkleinert werden. Natürlich muss dabei der psychologische Faktor erwähnt werden, dass die Gäste aufgrund der hohen Führung den ein oder anderen Gang heruntergeschaltet haben. Ein weiterer psychologischer Faktor muss aber ebenfalls Berücksichtigung finden. Der der nun beginnenden Nervosität im Zeichen eines kippenden Spiels. Dass das Spiel im Anschluss aber nicht mehr kippte, war zum einen unserer Chancenverwertung und zum anderen dem weiterhin sehr gut aufgelegten Gästekeeper geschuldet. Bis zur 50. Minute schlichen sich die Glinder wieder auf 23:30 davon und machten den vielbesagten Sack damit zu und fuhren einen am Ende hoch verdienten 24:33 Auswärtserfolg ein.

Wir jedoch finden uns ganz unten in der Tabelle wieder, nur noch einen Rang vom drohenden Abstieg entfernt. Hinter uns stehen lediglich die bereits vor der Saison abgestiegenen, da zurückgezogenen Calbenser und der HV Lok Stendal. Wir wollen den Keller so schnell wie möglich verlassen, konzentriert am Klassenerhalt kämpfen und uns gegen die Eintracht aus Gommern am kommenden Wochenende besser aufstellen!

Verzichten müssen wir dabei allerdings auf den Sportsfreund Ebel, welcher sich gegen den Glinder HV verletzte und aufgrund eines Teilrisses der Achillessehne mehrere Wochen pasusieren muss. Gute Besserung Büchse!!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (10), Meyer, Marek, Wohlfromm, Käselitz (6), Rossbach (1), Heinrichs (4), Ebel (1), Linde (1), Schmelzer (1)