Archiv für den Monat: Februar 2018

SALF – Derbysieg gegen den MSV 90

Die Damen des TuS 1860 Magdeburg gewinnen das Stadtderby in der Magdeburger Bodestraße mit 26:32 (13:18).

Trainer Wollweber kommentierte die Begegnung nach dem Spiel wie folgt: „Es war kein sonderlich hartes Spiel – da sind wir ganz andere Dinge an der Bodestraße gewohnt –  jedoch haben wir den ein oder anderen Pfiff des Schiedsrichtergespanns Müller/Bechler während der gesamten 60 Minuten vermisst. Lassen wir mal die ersten 5 Minuten außen vor war es von uns eine klasse Leistung. Nach der schweren Verletzung von T. Matthei ging ein richtiges „Jetzt erst Recht“ durch die Reihen der Mädels. In der Folgezeit konnten wir unser schnelles Spiel gut aufziehen und nutzten konsequent die sich bietenden Lücken in der Defensive des MSV90. Besonders anzumerken ist, dass sich keine unserer Mädels heute körperlich aus der Affaire gezogen hat, auch wenn es nicht immer leicht war sich auf die Gegebenheiten der Partie einzustellen.“

Nach einem absolut verschlafenem Start musste das Trainerteam Richter/Wollweber frühzeitig reagieren und bei einem Stand von 0:4 in der 5. Spielminute die erste Auszeit der Partie nehmen. Mit Erfolg – in der 12. Minute schafften die Neustädterinnen den 6:6 Ausgleich. In der 13. Minute kam es dann zur schweren Verletzung von T. Matthei, wodurch das Spiel für eine reichliche Viertelstunde unterbrochen werden musste. Bis zur Pause sollte der TuS dann die Oberhand im Spiel gewinnen und gingen mit einer 18:13 Führung in die Kabine.

Beide Teams starteten gleichwertig in die zweite Runde. Die Neustädterinnen konnten aber den in Durchgang 1 erarbeiteten Vorsprung recht konstant halten. Zwar verkürzte A. Kracht in der 40. Minute den Abstand per Strafwurf auf 16:20, doch mit Treffern von Heine, Friese und Petzke konnte bis zu 45. Minute auf 17:24 erhöht werden. Die Damen des TuS nahmen nun immer wieder mal deutlich das Tempo aus der Partie, um dann mit gezielten Nadelstichen zum Torerfolg zu gelangen. Auch eine Auszeit der Heimsieben (50. Minute) konnte M. Petzke mit 3 Treffern in Folge nicht stoppen (Stand 20:28).

Nennenswert ist noch der letzte Treffer von N-K. Eckerardt des MSV90 zum 26:32 Endstand – ein direkt verwandelter Freiwurf locker leicht in den rechten oberen Winkel. Ob der so gewollt war 🙂

 

VN – Erfolg in der Ferne befeuert Magdeburger Treppchen-Ambitionen!

16. Spieltag Verbandsliga Nord 2017/18

Güsener HC – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt 25:29 (12:15)

Erfolg in der Ferne befeuert Magdeburger Treppchen-Ambitionen!

„Auswärtssieg! Auswärtssieg! Auswärtssieg!“ hallt es aus der Jubeltraube der Magdeburger Handballer nach aufreibenden 60 Minuten gegen den Güsener HC. Vor den rund 30 mitgereisten Fans feierten sie ausgelassen die Pluspunkte 20 und 21, die in Güsen eingefahren werden konnten. Die Landeshauptstädter hielten damit ihr kleines Polster auf Rang fünf, den der SV Eintracht Gommern inne hat, aufrecht und verkürzten den Abstand zu Rang drei, auf dem der HSV Haldensleben verweilt. Die Matzat-Sieben hat mit dem Sieg im Jerichower Land zwei ganz entscheidende Punkte im Kampf um die Medaillenränge eingefahren und blickt zuversichtlich in die nächsten Wochen. Dazu aber später mehr.

Zunächst einmal zum Spiel gegen den Güsener HC:
Die Rollenverteilung war von Beginn an fest definiert. Die Neustädter gingen von Tabellenplatz vier als Favorit in die Partie. Die Güsener, ihrerseits Neunter der Gesamtwertung, waren dementsprechend in der Außenseiterrolle, welche durch die Ausfälle der etatmäßigen Rückraumkanoniere Christian und Kevin Haßbargen und weiterer Stammspieler zusätzlich geschwächt wirkten.

Die ersten fünf Spielminuten verdeutlichten die Positionen beider Mannschaften. Gingen die Magdeburger ihrerseits doch zügig mit 3:0 in Front, wobei die Güsener unter die Räder zu kommen schienen. Anschließend jedoch zeigte sich, dass ein taumelnder Boxer mitunter am gefährlichsten ist. Denn nun erwachte der Kampfgeist des GHC, welcher drei Spielminuten später beim Stand von 5:4 (aus Magdeburger Sicht) wieder in Schlagdistanz war. Dieses Aufbäumen unterbanden die 1860er allerdings und erhöhten postwenden den Druck. Über die Stationen 8:5 und 10:6 konnten die Neustädter auf 13:6 nach zwei Dritteln der ersten Halbzeit davonziehen. Damit schalteten die Magdeburger aber wieder in den Verwaltungsmodus und vergaben unnötig viele klare Chancen, die Führung zu halten oder gar auszubeuten. Das wiederrum nutzten die Güsener, um den Rückstand zu verkürzen. Zur Halbzeit schmolz der Vorsprung beim 15:12 auf magere drei Törchen. Letztlich muss an dieser Stelle erwähnt werden, dass der Vorsprung auch hätte geringer ausfallen können, wenn der Magdeburger Torhüter Max Feller nicht ein ums andere Mal die Güsener Torwürfe hätte entschärfen können.

In der Halbzeit wurden die Defizite im Spielaufbau angesprochen und taktische Anpassungen kommuniziert. Die Angriffe sollten geduldiger und spielflussorientierter vorgetragen werden. So das ausgerufene Ziel, welches zunächst auch in greifbarer Nähe erschien. Denn etwa vier Minuten nach Wiederanpfiff konnten die 1860er das Ergebnis auf 18:13 hochschrauben. Doch die Güsener ließen einfach nicht locker. Eine unheimlich starke Performance des Willens, ließ den GHC zu keiner Zeit des Spiels aufgeben. Vor dieser Moral musste man den Hut ziehen! 
Über die Stationen 19:15, 22:19, 24:21 konnten die Handballer aus dem Jerichower Land beim Stand von 24:22 ca. neun Minuten vor Ende der Partie auf zwei Tore verkürzen. Die Magdeburger Führung wackelte, fiel aber nicht, was auch dem zweiten groß aufspielenden Torhüter Nico Hoffmann zu verdanken war. Auch er entschärfte mehrere Großchancen der Gastgeber und hielt die zwei Auswärtspunkte sicher fest! 
Am Ende schraubten die Landeshauptstädter in der letzten Spielminute das Endergebnis auf 29:25, was letztendlich glanzlos wirkte, aber den stets verdienten Auswärtssieg nicht schmälern soll. Der Moral des GHC mussten die TuS’ler erst einmal trotzen. In Güsen zu gewinnen, erscheint nie einfach und verleiht Selbstvertrauen und Kraft für die bevorstehenden Aufgaben.

Am kommenden Wochenende folgt das Spiel gegen den HV Solpke/Mieste, in dem es gilt, die unglückliche Hinspielniederlage gegen die Altmärker vergessen zu machen und den Abstand zum Siebten der Tabelle anwachsen zu lassen. In den darauffolgenden Wochen stehen anschließend richtungsweisende Partien gegen Gommern, Osterburg, aber auch auswärts in Oschersleben und Zerbst auf der Agenda. Partien, die als Gradmesser dienen und mit vollster Konzentration angegangen werden müssen, wenn man am Ende als Überraschungsmannschaft auf dem Treppchen der Gesamtwertung stehen möchte – DAS ist das Ziel!

TuS: Feller, Hoffmann (Tor), Kirsten (2), Meyer, Krause (3), Lewin (13), Heinrichs (4), Ebel, Koch (1), Marek (3), Weder (1), Michael, Wohlfromm (1), Schmelzer (1)

PK-Fr – Frauen ziehen gegen den Favoriten in das Halbfinale ein

Handball, HVSA-Pokal Neustädterinnen mit toller zweiter Spielhälfte

Jenny Friese traf im Pokal elfmal für den TuS.Foto: Eroll Popova

Magdeburg (su) l Die Frauen des TuS 1860 Magdeburg wurden auch im Viertelfinale des Handball-Landespokales ihrer Rolle als Favoritenschreck für den aktuellen Rangzweiten der Sachsen-Anhalt-Liga Dessau-Rosslauer HV gerecht. Nach dem 23:22-Heimerfolg im Kampf um Punkte im Dezember 2017 setzten sich die Neustädterinnen am Dienstagabend in der Sporthalle Nachtweide gegen die Muldestädterinnen gar mit 30:18 (15:13) durch.

Beste Werferinnen in den Reihen der Siegerinnen waren Jenny Friese mit elf sowie Michaela Petzke mit sieben Treffern. Bei den Gästen war Lisa Schwenger mit fünf Toren erfolgreichste Torschützin.

Mit diesem Erfolg komplettieren die TuS-Frauen das Teilnehmerfeld im Semifinale des Wettbewerbes, müssen in diesem am 10. März beim Ligarivalen HC Salzland antreten. Im zweiten Halbfinale hat Stadt- und Liga-Rivale Magdeburger SV 90 Heimrecht gegen den Nordklasse-Spitzenreiter SV Oebisfelde 1895, der im Viertelfinale den amtierenden Landesmeister Fermersleber SV aus dem Pokalgeschehen warf.

In der Neustädter Spielstätte lieferten sich beide Mannschaften bis zur 33. Minute ein ausgeglichenes Spiel. Petzke brachte den Gastgeber mit 2:0 nach vorn, Dessau glich aus (2:2, 5. Minute) und ging in der 8. Minute erstmals in Führung (3:4). Bis zur 17. Minute blieb es eng (8:8), dann setzte sich der TuS erstmals auf drei Tore ab (11:8), führte zur Pause 15:13.

Nach dem Wechsel glich Dessau zunächst aus (15:15, 32.). Doch dann setzte TuS zu einem 12:0 (!)-Lauf an, führte durch Tore von Friese (5), Petzke (3), Leonie Wesslowski (2), Julia Frens, Jana Haegebarth und Janine Müller vorentscheidend mit 27:15.

TuS 1860 Magdeburg: Schulz, Breitkopf – L. Haegebarth, Heine 4, Müller 2, Wesslowski 4, Jura, Matthei 1, J. HaegebarthFriese 11, Petzke 7

Quelle: Volksstimme vom 15.02.2018