Archiv für den Monat: November 2015

Unentschieden gegen den Tabellenführer, Punktgewinn oder –verlust?

8. Spieltag Verbandsliga Nord

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – SV Wacker 09 Westeregeln

29:29 (16:10)

Abpfiff – Endstand 29:29. Man ist erleichtert und gleichzeitig enttäuscht, glücklich und gleichzeitig gefrustet. Einerseits sieht man freudige und gleichzeitig deprimierte Gesichter auf Seiten des TuS 1860. War es nun ein Punktgewinn oder –verlust gegen den Aufsteiger aus dem Salzlandkreis?

Doch zunächst einmal zum Spielverlauf. Der Start hätte für die Neustädter nicht besser verlaufen können, gingen die Krausholz-Schützlinge doch schnell mit 3:0 in Führung, ehe die Gäste aus Westeregeln ihr erstes Tor werfen konnten. Danach schloss Wacker Tor um Tor zu den Magdeburgern auf, welche ihrerseits immer wieder eine knappe Führung für sich behaupten konnten. Über die Stationen 4:3, 5:5 und 8:7 konnten die Gäste die Abwehr des TuS 1860 ein ums andere Mal düpieren. Daraufhin konzentrierten sich die Neustädter in der Abwehr und zwangen Westeregeln dazu, unvorbereitet abzuschließen. Daraus entwickelten sich immer wieder Tempogegenstöße oder die zweite Welle, welche erfolgreich abgeschlossen wurden und eine 13:8 Führung zur Folge hatte. Zur Halbzeit hielt man den Gegner auf Abstand und ging mit einer 16:10 Führung in die Pause.

In der zweiten Halbzeit wollte man dementsprechend dort weitermachen, wo man aufgehört hat und an der gezeigten Leistung anknüpfen. Es kam jedoch anders, als erhofft!

Die Gäste erwischten den besseren Start, ließen keine Tore der Magdeburger zu und verkürzten den Rückstand beim 16:15 auf lediglich ein Tor.

Die Partie war wieder offen, wodurch sich das Trainergespann Krausholz-Michael gezwungen sah, frühzeitig zur Auszeit zu greifen. Diese erzielte ihre erwünschte Wirkung, woraufhin die Neustädter wieder das Spiel an sich rissen und sich über die Stationen 19:17 und 21:18 beim Stand von 24:20 erneut ein Torepolster erarbeitet hatten. Westeregeln ließ sich davon allerdings nicht beeindrucken und behielt weiterhin kühlen Kopf, verkürzte erneut, sodass beim Stand von 26:25 die Situation wieder durchaus ausgeglichen gestaltet war.

Damit brachen die letzten drei Minuten an. Es stand 28:26 für die Magdeburger, welche Souveränität zeigen und den Sieg einfahren wollten. Es kam aber erneut anders als geplant. Westeregeln glich eine Minute vor Spielende zum 28:28 aus und konnte daraufhin erstmalig in dieser Partie mit 29:28 in Führung gehen.

Es waren nur noch wenige Sekunden zu spielen, da nahm sich Lewin ein Herz, warf auf das Tor von Wacker, verwandelte und sicherte TuS 1860 einen Punkt.

Dieser Punkt kann aufgrund der bisher starken Saison der Männer des SV Wacker 09 einerseits als Punktgewinn, anhand des Spielverlaufs andererseits als Punktverlust verbucht werden.

Die zwischenzeitlichen Führungen der Neustädter wurden leichtfertig verspielt, was nicht passieren darf, aber dennoch einem sportlichen Phänomen entspricht und immer wieder auftritt.

Dieses Spiel gilt es aufzuarbeiten und sich gezielt auf die kommenden Aufgaben vor dem Jahreswechsel vorzubereiten.        

TuS: Donhof, Tischmeyer (Tor), Magalowski (4), Kirsten (8), Richter, Marek, Lewin (7), Krause (2), Ebel, Finke, Käselitz (4), Weder, Schmelzer (4)

Fahrkarten 2.0

8. Spieltag | Nordliga Frauen | HSG Osterburg – TuS 1860 Magdeburg Neustadt III 24:19 (13:10)

Am letzten Novemberwochenende mussten die Magdeburgerinnen ihre vorletzte weite Auswärtsfahrt in dieser Saison antreten. Der Weg zum Gegner sollten allen Beteiligten noch bekannt sein, schließlich fuhr man erst vor 6 Wochen zum Gegner nach Osterburg. Damals hieß es Pokal, diesmal hieß es Liga. Damals ein Sieg, und diesmal? Nach der Niederlage gegen FSV und dem mäßigem Auftritt in der letzten Woche gegen Gommern wollte man zeigen, dass man die Zeit unter der Woche genutzt und wieder zurück in die Spur gefunden hat, um die Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Die ersten 10 Minuten waren auch vielversprechend. Flüssige Kombinationen, sichere Deckung, eiskalt im Abschluss. Doch dann fiel man zurück in alte, längst vergessene, Verhaltensweisen. Getreu dem Motto „…und täglich grüßt das Murmeltier“ sahen die mitgereisten Fans eine über weite Strecken viel zu passive Deckung sowie einen harmlosen Angriff. Während man in der Mitte sicher stand und Anspiele an den gegnerischen Kreis durch gutes Stellungsspiel verhindern konnte, ließ man den Rückraumspielerinnen zu viel Platz. Ohne jegliche Gegenwehr wurden die Osterburgerinnen zum munteren Torewerfen eingeladen. Und diese nahmen das Geschenk dankend an. Bis zur 20. Minute (7:7) konnte man das Spiel noch offen gestalten, doch man fand keine Mittel gegen die Werferinnen der HSG. Zur Pause stand es aus Sicht der Gäste völlig unnötig 10:13.
In der Pause wurde die Passivität, ja teils Lethargie, angesprochen. Auch das ideenlose Angriffsspiel musste sich deutlich steigern, um die Punkte doch noch zu holen. Noch war nichts verloren und man hatte das Heft des Handelns schließlich selbst in der Hand.
Wieder starteten die TuS-Youngsters gut in die 2 Hälfte. Der Vorsprung verschwand langsam – leider zu langsam. Zwar konnte man in der 42. Minute wieder ausgleichen (16:16), doch in den restlichen Minuten gelang den Damen aus Magdeburg nur noch magere 3 Tore. Das Tor war wie vernagelt. Da von den Rückraumpositionen an diesem Tage so gut wie keine Gefahr ausging, versuchte man immer wieder von den Außenpositionen zum Erfolg zu kommen. Doch hier konnte sich die Torhüterin der Gastgeberinnen immer wieder auszeichen. Allein Kristina Müller scheiterte 7mal von aussichtsreicher Wurfposition. Aber auch alle anderen Spielerinnen blieben schlichtweg zu blass im Angriff. Wieder fehlte die letzte Konsequenz, diese letzte Stück Entschlossenheit und auch ein gewisses Maß an Egoismus. Am Ende ließ man das Spiel über sich ergehen. Keine Anzeichen eines Aufbäumen oder eines Stemmens gegen die drohende Niederlage. In den letzten 30 Sekunden kam man gar noch 2x in den Angriff. Der erste Wurf verpuffte im Nirgendwo. Dann noch ein abgefangenen Ball und Konter. Doch anstatt den letzten Ball in die Maschen zu hauen, segelte dieser in aller Seelenruhe der Hallenuhr entgegen. Dieses eine Tor wäre nicht spielentscheidend gewesen, doch spiegelte es das Spiel der Landeshauptstädterinnen wieder und bleibt daher auch im Gedächntnis.
Die HSG Osterburg freut sich über die ersten Saisonpunkte beim 24:19-Sieg über eine Mannschaft, die es nicht schaffte, die spielerische Klasse – welche sie zweifelsohne hat und phasenweise auch zeigte – in Tore umzuwandeln. Passive Abwehr und ideenloser Angriff sind das Fazit dieser unnötigen Auswärtsiederlage.
Am 06.12. gastieren die jungen Damen des SV Irxleben in der Nachtweide. Die Irxleberinnen gewann ihr Spiel am Wochenende mit 42:16. 42 Tore!!! Der Gegner hat sich auf alle Fälle warm geschossen. Es bedarf einer enormen Leistungssteigerung, um nicht am Nikolaus-Tag selbst Geschenke zu verteilen und gar arg unter die Räder zu kommen.

TuS: Friebel, Schirmer – Leichtenberger, Happe, Weiland, Müller J., Lemme, Müller K., Stadler, Meiner, Witte, Berger, Schlossarek F., Wernecke

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männliche D – TuS 1860 Magdeburg gegen Barleber HC

In den ersten Minuten sah es so aus, als würde der Barleber HC das Spiel machen.
Doch dann wurden wir wach und zauberten ein traumhaftes Spiel aufs Parkett. Ab der ersten Halbzeit führten wir das Spiel an und der Barleber HC hatte Schwierigkeiten nachzuziehen. Wir bewiesen eine tolle Mannschaftsleistung, Teamgeist und tolle Einzelarbeit…… Es wurden tolle Pässe gespielt und in super Tore umgewandelt.
Lennard, unser Torwart, hat die Bälle super gehalten….. Großes Lob. er schmale Janne hat super schmale Bälle ins Tor geworfen.

Jedoch gibt es bei den ein oder anderen noch kleine Probleme beim Bälle fangen.

Endstand 19: 17

Dustin Ha. 

SALF – Frauen zu harmlos im Angriff

Am vergangenen Samstagnachmittag erwartete die Damenmannschaft von TuS 1860 mit dem HC Salzland einen der Topgegner in der Sachsen-Anhalt-Liga. Die Voraussetzungen vor der Saison können nicht Unterschiedlicher sein, als bei den beiden Mannschaften. Der TuS als Aufsteiger aus der Bezirksliga Nord/West und die Wild Chicks als Zwangsabsteiger aus Liga 3. Dennoch sind die Ziele recht ähnlich: den Platz in der Liga finden und sich in der oberen Tabellenhälfte etablieren. Schaut man auf den Saisonverlauf, so eilten die Damen aus Magdeburg von Punktgewinn zu Punktgewinn und sind nun etwas ins Stocken geraten, bei den Aschersleberinnen ist es umgekehrt. Das Publikum konnte sich also auf einen spannenden Vergleich freuen.

TuS legte in heimischen Gefilden auch gleich gut los und erwischte den besseren Start. Nach dem 1:0 baute man den Vorsprung auf 3:1 aus. Doch dann kamen die Wild Chicks besser ins Spiel. Vor allem das Spiel über den Kreis funktionierte in der ersten Hälfte gut und so konnten die Gäste in der 9. Minute mit 4:5 in Führung gehen.

Von diesem Führungswechsel erholten sich die Neustädterinnen nur schwer, so dass man 7 Gegentore in Folge einstecken musste, ehe wieder ein eigener Treffer bejubelt werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt stand es 5:9. Über die Stationen 7:11 (19. Minute) und 10:14 (25. Minute) ging es mit 11:15 in die Pause.

Den Start in Halbzeit 2 verliefen die Magdeburgerinnen dann komplett. Ohne den letzten Willen in der Deckung und dem nötigen Zug zum Tor überlies der TuS den Gästen das Feld, welche über schnelle Angriffe auf 12:18 davon zogen. Doch die Neustädterinnen besannen sich in der Deckung und erkämpften in der Abwehr Ball um Ball. Leider belohnten sich die Gastgeberinnen für ihren Einsatz nicht gebührend. Viel zu wenige Bälle wurden zielgerichtet Richtung Tor des HC Salzland befördert. Einfachste Fehler und viele Ungenauigkeiten luden den HC immer wieder zu Gegenstoßtoren ein. Bis auf 18:28 bauten die Gäste ihren Vorsprung aus. Zum Schluss konnte der TuS noch etwas Ergebniskosmetik zum 22:29 betreiben, was aber auch daran lag, das der HC einen Gang heraus nahm.

 

TuS: Schulz, Seifried – Thürmann, L. Haegebarth, Heine, Kirsten, Damboldt, J. Haegebarth, Arens, Kietz, Schlecht, Wesslowski, K. Müller, J. Müller