20. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

HV Lok Stendal – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

31:25 (16:12)

„Die rote Laterne leuchtet lichterloh!“

20 Saisonspiele sind absolviert. Jeweils drei Siege und Unentschieden stehen zwölf Niederlagen gegenüber. In der Zwischenbilanz stehen magere 9:31 Punkte für uns zu Buche. Das bedeutet, wir sind Stand heute Letzter!

Auf ebendiesen letzten Platz sind wir abgerutscht, da auch das zurückliegende Spiel gegen das bisherige Schlusslicht HV Lok Stendal nicht gewonnen werden konnte. Im Gegenteil. Bei der 31:25 Niederlage wurde deutlich aufgezeigt, mit welchen Defiziten wir derzeit zu kämpfen haben. Zwischenzeitlich lagen wir sogar mit neun Toren zurück, wobei uns gegen Spielende ein Stück weit Ergebniskosmetik gelang.

Dabei begann auch dieses Spiel, wie so viele zuvor durchaus vielversprechend. Nach einer ausgeglichenen
Anfangsphase konnten wir uns in der 22. Spielminute erstmals leicht absetzen und mit 8:10 in Führung gehen. Dieses kleine Polster hatte allerdings nur für weitere zwei Minuten Bestand. Ab der 25. Spielminute drehten die Stendaler ihr Heimspiel und konnten beim 12:11 ihre eigene Führung erzielen, welche sie bis zum Spielende nicht mehr abzugeben vermochten. Kurz vor dem Pausenpfiff lief es besonders ungünstig. Das Momentum schien gänzlich gegen uns zu sein, da sich zunächst elf Sekunden vor Halbzeitpfiff Sven Michael und wenige Sekunden später Erik Lewin mit einer 2-Minuten-Strafe verabschieden durften. Zu allem Überfluss gab es für die letzte dieser beiden Strafen zusätzlich einen 7-Meter gegen uns, welcher vom HV souverän verwandelt wurde. Auf einmal stand es 16:12. In dem Wissen, den Anfang der zweiten Halbzeit einen schweren Kredit von knapp zwei Minuten in doppelter Unterzahl zu tragen.

Dieser Verbindlichkeit konnten wir nicht mehr gerecht werden. Zwar konnte Stendal die doppelte Überzahl nur bedingt nutzen und lediglich um ein Tor erhöhen (18:13). Doch im weiteren Verlauf der ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit drehten die Hausherren vollends auf. Bis zur besagten 45. Spielminute erhöhte der HV auf 24:17. Das Spiel war entschieden und daran änderte auch die Auszeit von Trainer Matzat nichts mehr. Wir ergaben uns in unser Schicksal und ließen die Hausherren gewähren, sodass in der 52. Spielminute beim 28:19 ein Debakel drohte. Die drohende Kernschmelze wurde zwar gebannt, indem wir in den letzten acht Minuten des Spiels auf 31:25 verkürzen konnten. Das niederschmetternde Endresultat jedoch war für uns wie in Stein gemeißelt.

„Ich geh‘ mit meiner Laterne und meine Laterne mit mir. Dort oben leuchten die Sterne, und unten, da leuchten wir. Mein Licht ist aus, ich geh‘ nach Haus, rabimmel, rabammel, rabum.“

Selten waren die Worte eines aus dem 19. Jahrhundert stammenden Kinderliedes für uns treffender als in der derzeitigen Situation. Will man nach dem 24. Spieltag nicht ebendiesen Liedtext im Ohr hören, gilt es, bei noch ausstehenden vier Spielen möglichst acht Pluspunkte zu erkämpfen. Mutig und unwahrscheinlich, aber nicht unmöglich! Diese Chance werden wir erst recht nicht kampflos hergeben!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (7), Marek, Wohlfromm (4), Rossbach (3), Heinrichs (4), Michael (1), Lindert (2), Käselitz (4), Linde, Meyer