2. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

SV Oebisfelde II – TuS 1860 Magdeburg-Neustadt

25:25 (15:7)

„Schiedlich-friedlich, Unentschieden…beim Fusball langweilig, beim Handball immer wieder Spannung pur!“

Der zurückliegende Spieltag führte uns gleich zu Beginn der Saison an einen für die meisten von uns neuen Spielort. Der Terminkalender hielt die Auswärtspartie gegen den SV Oebisfelde II für uns parat. Ein Gegner, der mitunter durch seine Schnelligkeit und 1-1-Stärke zu beeindrucken wusste, sodass das Unentschieden durchaus gerecht ausfiel – besonders unter dem Aspekt der letzten Sekunden des Spiels. Zunächst aber der Reihe nach:

Das Spiel begann für uns denkbar ungünstig, denn den Start haben wir verschlafen. Die erste Führung der Hausherren konnte unser Tino Kirsten zwar noch ausgleichen. Allerdings dauerte es im Anschluss bis zur 10. Spielminute, um ein weiteres Tor zu erzielen. Da warfen die Männer des SVO ihrerseits bereits 4 an der Zahl. Auch die darauffolgenden Angriffe waren von wenig Kreativität geprägt, sodass die Gastgeber den Vorsprung bis zur 21. Minute auf 10:6 erhöhten. Die Anfangsphase ging ganz klar zu Gunsten der „Zweiten“ aus Oebisfelde. Dann jedoch begann das Spiel zu kippen. Binnen 8 Minuten konnten wir zunächst ausgleichen und anschließend die Führung übernehmen, die wir bis zur Pause halten konnten.

Beim knappen Stand von 12:11 aus unserer Perspektive wurden die Seiten gewechselt. Bereits zur Pause zeichnete sich ab, dass dieses Spiel sehr eng werden würde.

Mit Beginn der zweiten 30 Minuten setzte sich dieser Trend dann auch folgerichtig fort. Unsere Führung wurde von den Oebisfeldern prompt mit dem Ausgleich quittiert. 17:17, 19:19, 21:21 und so weiter und so fort. Ein definitiv intensives Spiel, wobei in den letzten 10 Minuten die Spannungsschraube noch mal deutlich angezogen wurde.
Zwischen der 51. und 54. Spielminute schlug das Pendel leicht zu unseren Gunsten aus. Nachdem wir eine 24:22 Führung herauswarfen, hatte unser Kreis Clemens Schmelzer die Vorentscheidung auf dem Fuß….ähh…der Hand, scheiterte aber am verhexten Aluminium. Daraufhin rochen die Oebisfelder Lunte und verkürzten zunächst, um wenig später auszugleichen – 25:25!

Im Anschluss an diesen Ausgleich kamen die Oebisfelder zu ihrer letzten Möglichkeit. Die Anzeigetafel zeigt noch übrige 10 Sekunden Spielzeit an. Es sollte ein Freiwurf von Oebis folgen. Und dann geschah es – unserem Linksaußen Stefan Heinrichs unterlief ein Lapsus, der seines gleichen sucht. Anstatt den Gegner den Freiwurf ausführen zu lassen, verpasst er dem Ball mit seinem Fuß eine gewisse Eigendynamik, welche im Gesicht des Schiedsrichters endete.
Zack, da hatten wir den Salat. Folgerichtig entschied das Schiedsrichtergespann auf die rote Karte, Stefan verließ entsetzt das Spielfeld, in dem Wissen, eine Spielentscheidung provoziert zu haben. Denn eine rote Karte innerhalb der letzten 30 Sekunden geht einher mit einem Strafwurf vom 7-Meter-Punkt. Dieser sollte die alles entscheidende letzte Situation des Spiels werden, denn der Schiedsrichter lies die Uhr herunterlaufen. Es hieß also Unentschieden oder Niederlage. Unser Goalie Nico Hoffmann trat entschlossen in seinen Kasten, machte sich groß und hielt den Wurf. Der Rest war pure Freude. Eine Jubeltraube ergoss sich über unserem Nico, alias Döner, Hoffmann.
Wir denken, dass diese Partie durchaus Unterhaltung zu bieten hatte, obwohl wir es natürlich etwas entspannter bevorzugt hätten.

Man kann nicht alles haben und man kann auch nicht immer alles erklären. Genau so wenig, wie Stefan seinen Aussetzer erklären konnte. Solche Dinge passieren einfach. Die schöne Seite des Mannschaftssports aber ist, dass andere Spieler in diesen Situationen in die Bresche springen können. So war die anschließende Umarmung von Stefan gegenüber Nico mit Sicherheit eine der intensivsten, die die beiden in den zurückliegenden Monaten erfahren haben.

Am kommenden Wochenende geht es dann am Sonntag um 15 Uhr gegen die neu firmierte HSG Altmark West. Eine Fusion zwischen dem HV Solpke/Mieste und der SG Neuferchau/Kunrau. Wir sind gespannt auf den Gegner und wollen vor heimischem Publikum natürlich etwas mehr als nur einen Zähler am Ende des Spiels verbuchen.
In diesem Sinne:

1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß, Hoffmann, Feller (Tor), Kirsten (4), Lewin (5), Heinrichs (3), Käselitz (3), Ebel (2), Weder, Marek, Meyer, Wohlfromm (3), Schmelzer (5)