2. Halbzeit sorgt für Punktegewinn

Tus 1860 Magdeburg II – HSG Osterburg 9:10 (26:18)

Die 2. Vertretung der Neustädterinnen reihte sich mit einem Sieg gegen die HSG Osterburg am vergangenen Sonntag in die erfolgreiche Serie der drei Frauenmannschaften an diesem Tage ein. Auch wenn das Ergebnis am Ende deutlich ausfiel, bot sich den zahlreich erschienenen Fans eine mäßige Handballpartie, in der es die Hausherrinnen erst in der letzten Viertelstunde schafften, ihr eigentliches Können abzurufen. 

Trainer Dirk Pußel hatte an diesem Tag die Qual der Wahl und konnte von einer gut gefüllten Bank schöpfen. Die Ansage vor Beginn lautete, sich nicht auf die körperlich betonte Spielweise der HSG einzulassen, sondern durch eine stabile Abwehr und spielerische Vielfalt schnell abzusetzen. Dies gelang den Neustädterinnen auch zu Beginn der Partie und man legte nach einigen Anfangsschwierigkeiten zum 8:4 vor. Die Abwehr stand sicher und im Angriff traf man nach Belieben, allen voran Ulrike Simon, die mit präzisen Rückraumwürfen ein ums andere Mal den Ball hinter der gegnerischen Torlinie unterbrachte. Die HSG hatte dem Spiel der TuS Damen zu diesem Zeitpunkt nicht viel entgegenzusetzen. Der Trainer der Altmärkerinnen reagierte und spielte nun im Angriff mit 2 Kreisläufern. Der taktische Wechsel war von Erfolg gekrönt und brachte einen Bruch in das Spiel der Hausherrinnen. Mangelnde Absprache in der Abwehr und unkonzentriert vorgetragene Angriffe brachten folgerichtig den 9:9 Ausgleich kurz vor Ende der 2. Halbzeit. Die HSG konnte sogar 20 Sekunden vor Schluss erstmalig die 9:10 Führung markieren.

Die Ansprache in der Kabine war erstaunlich ruhig, gegeben der Tatsache, dass sich die Pußel-Schützlinge in den letzten Minuten mit wenig Kampfeslust und hängenden Köpfen präsentierten. Der Tenor in der Halbzeitpause lautete demnach: Abhaken, Kopf hoch und zeigen, dass man das Handballspielen in der 2 wöchigen Pause nicht verlernt hatte. Dementsprechend motiviert startete man in die 2. Spielhälfte und konnte mit einem 4:0 Lauf zum 13:10 vorlegen. Doch die HSG kam durch die Abstimmungsschwierigkeiten in der Deckung der Neustädterinnen immer wieder zu einfachen Toren und man lieferte sich einen engen Schlagabtausch über die Stationen 14:13, 15:14 und 17:16, wobei sich keine der beiden Mannschaften entscheidend absetzen konnte. Die TuS Damen wechselten nun noch einmal durch und brachten mit Kristin Löser auf der Mitte und Carolin Körner auf Rechtsaußen frischen Wind in die Partie. Die Rechnung ging auf und man konnte mit schön herausgespielten Angriffen gleich mehrmals über die beiden Außenpositionen abschließen und zum spielentscheidenden 20:16 vorlegen. Eine starke Lea Beckers im Tor gab der Mannschaft den nötigen Rückhalt, konnte sie doch jeden der 3 gegebenen 7m an diesem Tag entschärfen.
Die letzen 10 Minuten gehörten dann voll und ganz den Neustädterinnen und man konnte noch einmal Ergebniskosmetik zum 26:18 Endstand betreiben. Das Fazit des Trainers fiel kurz aus: “ Trotz misslungener 1. Halbzeit gut zurückgekämpft und mit mannschaftlicher Geschlossenheit gewonnen“. 
Abschließend bleibt zu erwähnen, dass einige Spielerinnen der HSG den Gedanken des „Fair Play“ erst noch erlernen müssen und durch verbalen Äußerungen und körperliche Härte ein schlechtes Licht auf sich und ihren Verein werfen. Handball sollte trotz allem sportlichem Ehrgeiz und Engagement ein fairer und respektvoller Sport bleiben.

Das nächste spannende Spiel (Tabellenerster gegen Tabellenzweiter) lässt nicht lange auf sich warten: Am Sonntag trifft man in Irxleben auf eine junge, unbekannte Mannschaft. Anpfiff ist um 15 Uhr in der Sporthalle am Wildpark.

Beckers, Pisal – Kumstel (2), Lemme (1), Machts (3), Löser (2), Jura (1), Köhler, Simon (9/1), Reichel, Haberland (3), Körner (5), Popko

Spielverlauf: 2:0, 4:2, 7:3, 9:6, 9:10, 13:11, 16:14, 19:16, 22:17, 24:17, 26:18