15. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – HSV Haldensleben

25:32 (14:16)

„TuS 1860 bleibt 2019 weiterhin sieglos“

TuS 1860 gegen den HSV Haldensleben, das heißt Tabellenachter gegen Tabellenzweiter. Die Ausgangslage war also klar – die Favoritenrolle lag bei den Haldenslebern. Dieser wurden die Gäste aus der Ohrestadt letztlich auch gerecht und konnten einen am Ende ungefährdeten 32:25 Auswärtserfolg einfahren. Für uns bleiben die Füße damit ganz klar auf dem Boden der Tatsachen und im Abstiegskampf!

Dabei begann jedoch auch dieses Spiel wieder ausgeglichen, nach 10 Minuten führten wir mit 5:4 und konnten den Gegner ein ums andere Mal zu überhasteten Abschlüssen zwingen. Im Anschluss jedoch verloren wir den Bezug zum Spiel und unsere Linie. Kaum 7 Minuten später lagen die Gäste des HSV beim Stand von 6:10 erstmals deutlich vorn. Diesem Rückstand sollten wir das komplette Spiel hinterherlaufen und erreichten bis zur Halbzeit lediglich ein Verkürzen des Rückstands auf 14:16.

Während des Genusses des Pausentees wurde analysiert, dass der Druck aus dem Rückraum erhöht werden muss und in der Defensive die Abwehrarbeit auch jenseits des Mittelblocks stattzufinden hat.

Doch wie so oft blieb es bei der Erkenntnis über die eigenen Defizite. Ein Lerneffekt aus ebendieser war im Verlauf der zweiten 30 Spielminuten selten zu erkennen. Haldensleben nutzte dies schamlos aus und spielte konzentriert auf Sieg. Bereits in der 37. Minute führte der Tabellenzweite mit nunmehr fünf Toren und führte die Abwehr der Heimsieben ein uns andere Mal vor. In der 45. Minute drohte beim Stand von 17:23 eine deutliche Schlappe auf uns zuzukommen. Diese konnte, begünstigt dadurch, dass der HSV sich eine kleine kreative Schaffenspause gönnte, zeitlich verschoben werden. In den folgenden drei Minuten konnten wir auf 21:24 verkürzten. Es roch ganz kurz danach, als würde der HSV uns wieder mitspielen lassen. Für einen kleinen Moment keimte nochmals Hoffnung bei den anwesenden Heimfans auf, welche jedoch schnell im Keim erstickt wurde. Zwischen der 48. und 56. Spielminute drehten besonders Alexander Distelberg und Hannes Kruse zu Gunsten des HSV Haldensleben nochmals vollends auf und führten uns beim Stand von 24:29 an unsere Grenzen. Die anschließenden Minuten nutzten die Gäste dann, um ihr Torepolster noch etwas aufzufrischen, sodass am Ende eine deutliche 25:32 Heimschlappe verbucht werden musste.

Mit lediglich einem überdurchschnittlich agierenden Feldspieler (Anm. d. Redaktion: Stefan Heinrichs erzielte 7 Tore) kann man den Tabellenzweiten nicht in Verlegenheit bringen. Am kommenden Wochenende folgt nun das Derby gegen den Post SV Magdeburg. Auch hier sind wir weit davon entfernt, die Favoritenrolle einzunehmen. Allerdings gelten in Derbys andere Regeln. Wenn unbedingter Wille auf Leidenschaft und Torhunger treffen, ist eine überdurchschnittliche Leistung von mehr als einem aus unseren Reihen möglich. An diesem Ziel arbeiten wir und sind am kommenden Samstag bereit für Post!

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Hoffmann, Strauß, Feller (Tor), Lewin (5), Meyer, Lindert (4), Marek, Wohlfromm (2), Käselitz (1), Rossbach, Ebel (4), Heinrichs (7), Schmelzer (2)