13. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – SV Oebisfelde II
22:22 (9:13)

„Back in Business – Die Rückrunde startet mit einem Punktgewinn“

Neues Jahr, neues Glück! So lautet die Maxime für uns als Handballer des TuS 1860. Nachdem im gesamten Kalenderjahr 2018 lediglich 13 Pluspunkte eingefahren werden konnten, soll 2019 erfolgreicher sein.

Im ersten Spiel nach dem Jahreswechsel in heimischer Halle gegen die zweite Vertretung des SV Oebisfelde sollte der Grundstein für ebendiese Zielsetzung gelegt werden. Wir können vorwegnehmen, dass mit dem Punktgewinn beim 22:22 ein erster positiver Schritt gemacht wurde.

Wir reden bewusst von einem Punktgewinn! Denn im Vergleich zu den zurückliegenden Jahren hat die spielerische Qualität der Mannschaft des TuS 1860 abgenommen. Wir kommunizieren dies ganz bewusst, ohne dabei jemanden aus der Mannschaft kränken oder verletzen zu wollen, aber mit der Absicht auf die Relation von Siegen oder Unentschieden hinzuweisen. Nach den Abgängen von Janis Koch (zu Saisonbeginn zum SV Oebisfelde) und Thomas Weder (in der Winterpause zum FSV Magdeburg) und den verletzungsbedingten Langzeitausfällen von Kevin Krause (Reha nach Motorradunfall) und Tino Kirsten (Kreuzbandriss) wirken privat bedingte Absagen von zwei weiteren Leistungsträgern zum letzten Spiel gegen den SVO II doppelt schwer. Umso bemerkenswerter ist, dass mit Mentalität so manches spielerische Defizit egalisiert werden kann.

Das Spiel gegen den ambitionierten und stark in die Saison gestarteten Aufsteiger (12:16 Punkt und Platz Sieben) begann dabei zunächst ausgeglichen. Bis zur zehnten Minute beim Stand von 5:5 konnte sich keine Mannschaft mit mehr als einem Tor absetzen. Die restliche Spielzeit der ersten Hälfte gehörte allerdings ganz klar den Gästen, welche jünger waren, spritziger wirkten und dazu spielerisch überzeugten! Folgerichtig konnten die Oebisfelder auf 10:6 enteilen und diesen Vorsprung bis zur Halbzeit halten.

Beim 13:9 aus Oebisfelder Sicht wurde zum Pausentee gepfiffen. Auf unserer Seite signalisierte eine zerknirschte Stirn der meisten Akteure eine deutliche Verärgerung obgleich der angebotenen Leistung. Wir wussten, dass damit kein Blumentopf zu gewinnen war. Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurden personelle Wechsel vorgenommen, wobei Fabi Wohlfromm den glücklosen Clemens Schmelzer ersetzte und Sven Michael (bereits sein zweiter Einsatz als Back Up -> An dieser Stelle: „Danke, Anke!“) im Rückraum als Taktgeber zum Einsatz kam. Die neue Ausrichtung sollte an der Führung und der tonangebenden Rolle der Gäste allerdings wenig ändern. Bis zur 45. Spielminute lagen wir weiterhin mit vier Toren zurück. Mit dem 15:18 (aus unserer Sicht) wurde jedoch der Schalter auf wundersame Weise umgelegt. Zum einen war nun die Aggressivität im Abwehrverbund deutlich spürbar und die Torhüterleistung gut, zum anderen ließen sich die jungen Oebisfelder aufgrund einsetzender Nervosität verunsichern. Dadurch verlor der Gast an Durchschlagskraft, was für uns alte Hasen der Nährboden eines Endspurts der Willensstärke war. In den letzten Minuten der Partie konnte der Ausgleich erzielt und durch das 22:22 ein Punkt gewonnen werden.

Diese Mentalität gilt es ins kommende Spiel gegen die HSG Altmark West mitzunehmen, um den ersten Auswärtssieg seit einem Jahr zu ermöglichen. Ein schweres Unterfangen, doch man soll sich ja schließlich Ziele setzen mit Beginn eines jeden neuen Jahres.

P.S. An dieser Stelle möchten wir unseren Neuzugang Robert Linde willkommen heißen, welcher aus der zweiten Vertretung des VfL Potsdam stammt und in Magdeburg studieren wird. Außerdem wollen die Möglichkeit nutzen und uns für die Hilfe und Bereitschaft von Andy Stratz aus unserer „Zwoten“ und zum erneuten Male bei Sven Michael bedanken.

In diesem Sinne:
1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß, Feller (Tor), Lewin (6), Meyer (1), Lindert (6), Marek (2), Wohlfromm (1), Stratz, Rossbach, Linde (1), Ebel (2), Schmelzer (1)