01. Spieltag Verbandsliga Nord 2018/19

TuS 1860 Magdeburg-Neustadt – HV Lok Stendal

30:22 (15:7)

„So fühlt es sich also an, zu gewinnen!!!“

Wir schreiben den 18.02.2018. Ein kühler Wintersonntag, 17:00 Uhr. Es bildet sich eine Jubeltraube. Alle Spieler sind dabei. Der HV Solpke/Mieste (ab der nun gestarteten Spielzeit als neu formierte HSG Altmark West aktiv) wurde soeben mit 31:18 besiegt. Dieser Moment hält den zugleich stärksten und überzeugendsten allerdings auch letzten siegreichen Moment des TuS 1860 fest. Danach folgten insgesamt zehn sieglose Spiele, ehe es in die Sommerpause ging.

„Wir wollten natürlich zeigen, dass wir nach wie vor Handball spielen und gewinnen können“ war mehrfach nach Schlusspfiff zu hören. Doch selbstverständlich war das nach der Vorbereitung und den Abgängen (und leider auch Verletzungen) hingegen nicht. Einige Testspiele, insbesondere gegen unterklassig spielende Mannschaften, ließen nichts Gutes erahnen. Janis Koch (SV Oebisfelde) und Sven Michael (Rente) haben den Verein verlassen. Hinzukommt, dass Kevin Krause auf nicht absehbare Zeit ausfällt, da er sich von einem schweren Motorradunfall erholt. Alexander Lindert stieß dafür zum Vorbereitungsstart nach langer Verletzungszeit wieder zur Mannschaft hinzu und verstärkt seitdem die rechte Rückraumseite. Ebenfalls neu im Team ist der vom Post SV Magdeburg abgeworbene Moritz Strauß.

Und hier bekommen wir den Brückenschlag zum ersten Spieltag der neuen Saison. Denn besonders Moritz hat sich eindrucksvoll in der „Humboldthölle“ vorgestellt. Ein ums andere Mal wusste er gegen die gegnerischen Würfe eine passende Antwort zu geben und im Anschluss mit einem gezielten Konterpass den Tempogegenstoß einzuleiten. Beeindruckend mit wie viel Ruhe und Selbstbewusstsein er sich mit Anfang 20 dieser Aufgabe stellt.

Aufbauend auf dieser starken Torhüterleistung konnten wir uns ab der 15. Spielminute erstmals gegen die Stendaler absetzen. Bis zum 5:5 konnten die Gäste dagegen halten, was allerdings auch einer grottenschlechten Chancenverwertung unsererseits geschuldet war. Ab dem 7:5 durch den starken Tino Kirsten jedoch wurden die Weichen auf Sieg gestellt. Schnell wurde der Vorsprung ausgebaut und der Gegner binnen fünf Minuten durch einen Sechs-Tore-Lauf demoralisiert. Insgesamt schraubten wir das Ergebnis zur Halbzeit auf 15:7.

Eine starke erste Halbzeit, von der wir zehren sollten. Denn die zweite Halbzeit wurde etwas zu entspannt angegangen, was mitunter an der bereits angesprochenen Chancenverwertung, aber auch an den nie aufgebenden Gästen aus der Altmark lag.

Es war letztlich eine kontrollierte zweite Halbzeit in der wir nicht höher sprangen als wir mussten, aber dennoch einer von uns groß aufspielte. Stefan Heinrichs beackerte die linke Außenbahn in den zweiten 30 Minuten wie kein zweiter und nutze ein ums andere Mal in den entscheidenden Momenten die guten Zuspiele von Moritz oder schnell vorgetragene Passstafetten und ließ die Stendaler Hoffnungen, doch noch in das Spielgeschehen einzugreifen, im Keim ersticken.

Nach den ersten 60 Minuten der neuen Saison konnte ein klarer, aber kein richtungsweisender 30:22 Heimsieg gefeiert werden. Für eine Prognose zur vor uns liegenden Saison ist es einerseits zu früh und andererseits war der Gegner (ohne überheblich wirken zu wollen) zu schwach.

Für uns gilt es, die kommenden Spiele mit einer ähnlichen Einstellung und vor allem mannschaftlichen Geschlossenheit anzugehen. Um zu beweisen, dass dieser Sieg mehr als eine Eintagsfliege war, muss am nächsten Wochenende die Auswärtshürde in Oebisfelde genommen werden. Gegen die zweite Vertretung des SV, welcher seines Zeichens Aufsteiger aus der Nordliga ist, wird es mit Sicherheit schwerer als am ersten Spieltag.

In diesem Sinne:

1…2…3…Zackebarsch!!!

Für die Statistikfans:
TuS: Strauß, Hoffmann (Tor), Kirsten (6), Lewin (5), Heinrichs (9), Käselitz (2), Ebel (2), Weder, Marek, Meyer, Wohlfromm (1), Lindert (2), Schmelzer (3)